Jahresrückblick 2022

Liebe Gäste,
mit über 2500 Besuchern blickt das Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen trotz Corona bedingter Einschränkungen auf ein ereignisreiches Jahr 2022 zurück.

Die verkaufsoffenen Tage Blumen- und Bauernmarkt, Kirmes, Ärappelfest, Türöffnertag der Sendung mit der Maus, Kerzen an und Weihnachtsmarkt waren dabei besondere Highlights.
Die Besuche von Schulklassen und private Führungen rundeten das Programm ab.
Durch die Übernahme von Nachlässen und Dauerleihgaben hat sich unser Museumsbestand erhöht und eine Erweiterung der Museumsräume notwendig gemacht, die 2023 stattfinden wird.
Das Jahr 2022 endete mit einer Bernsteinausstellung und das neue Jahr startet am 21.01.2023 mit der Ausstellung Steinerne Urlaubsfunde. Es ist geplant die Urlaubsfunde alle 4 Monate auszutauschen. Für 2023 stehen Funde aus der Normandie, Marokko und von der Nordseeküste auf dem Programm.
Wir freuen uns heute schon auf Ihren Besuch und auf Ihre Urlaubsfunde mit der Möglichkeit der Bestimmung.
Neben den regulären Öffnungszeiten jeden 1. und 3. Samstag im Monat von 15:00 Uhr-18:00 Uhr, haben wir an folgenden verkaufsoffenen Tagen in Mettingen geöffnet:
*Blumen- und Bauernmarkt (Frühjahrsmarkt) 23.04.2023
*Kirmes 26.08.- 28.08.2023
*Ärappelfest 24.09.2023
*Türöffnungstag der Sendung mit der Maus  am 03.10.2023
*Kerzen an – am 29.10.2023
*Weihnachtsmarkt am 03.12.2023

Ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2023 wünscht Ihr Team vom Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen.

Steinerne Urlaubssouvenirs

Neue Ausstellung im Mettinger Mineralien- und Fossilienmuseum ab dem 21.01.2023
Steinerne Urlaubssouvenirs – Teil 1 Normandie.

Wer kennt es nicht. Im Urlaub, egal ob an der Küste oder im Gebirge, findet man Steine oder Versteinerungen, ist zunächst begeistert, versucht sie zu bestimmen, aber wieder zu Hause landen sie bestenfalls in einer hinteren Ecke im Schrank und geraten völlig in Vergessenheit.
Das Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen beginnt am 21.01.2023 die neue Ausstellungsreihe mit dem Thema Steinerne Urlaubssouvenirs mit Urlaubsfunden aus der Normandie.
Ein Normandie Urlaub auf den Spuren von Wilhelm dem Eroberer und dem Teppich von Bayeux brachte den Urlaubern über das Internetportal „Steinkern.de“ Empfehlungen für die dortige Fossiliensuche. Die Strände von Viller-sur-mer, Houlgate und Lion-sur-mer erwiesen sich als ergiebig und sind Kindern und Erwachsenen in guter Erinnerung geblieben.
Das Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen lädt Sie herzlich ein, Ihre Funde zwecks Bestimmung und ggfls. Ausstellung vorbeizubringen und sich unsere Urlaubsfunde anzusehen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!!

Stein des Monats Januar 2023

Das Mettinger Mineralienmuseum stellt vor: Den Stein des Monats Januar 2023: Citrin.

Der Stein des Monats Citrin erhielt seinen Namen aufgrund seiner Farbe. Er leitet sich aus dem lateinischen Wort „citrus“ bzw. dem französischen Wort „citron“ für Zitrone ab. Die wohl älteste Beschreibung des „Citrin“ stammt aus der Feder des flämischen Chemikers und Mineralogen Anselm de Boodt (1550 bis 1623), der in seinem Werk „Gemmarum et Lapidum“ (Edelsteine und Steine) Citrin genauer definiert. Danach wurden alle Kristalle von zitronengelber Farbe Citrin genannt. Dies führte jedoch zu Verwechselungen und Verwirrung, da nicht zwischen den einzelnen Mineralien unterschieden wurde. Erst ab dem 16. Jahrhundert bezog sich der Name ausschließlich auf gelbfarbiges makrokristallienes Quarz. Der Citrin gehört der Mineralklasse der Oxide an und ist zudem eine Varietät der Quarzgruppe, die unter anderem auch Bergkristall, Amethyst, Rosenquarz, Opal, Achat, Tigerauge und Chalcedon umfasst. Citrin bildet sich magmatisch in Pegmatit mit granitischer Zusammensetzung. Die Gelbfärbung kann durch zwei unterschiedliche Mechanismen verursacht werden. Bei eisenhaltigen Citrinen entsteht die Färbung durch Einschlüsse von Eisenoxid oder Eisenhydroxid. Enthalten die Quarze Spuren von Aluminium, Lithium oder Wasserstoff, kann durch natürliche Strahlung eine gelbliche Färbung entstehen. Echter gelber Citrin, dessen Farbe zu 100 Prozent natürlichen Ursprungs ist, gilt als Seltenheit. Der Großteil aller Citrine im Handel sind gebrannte Amethyste. Das Brennen von Mineralien ist eine seit Jahrhunderten praktizierte Methode, um die Farbe, aber auch Reinheit von Mineralien nachträglich zu verändern. Abhängig von der Temperatur beim Brennen können verschiedene Gelbtöne erreicht werden. Werden Amethyste auf 470 °C erhitzt, schlägt die einst violette Farbe in ein helles Gelb um. Wird die Temperatur auf 550 °C gesteigert, ist das Gelb kräftig mit einem Stich ins Rötliche oder Orangefarbene. Amethyste und Rauchquarze werden durch Brennen zitronengelb bis goldbraun. Sie tragen dann die Namen Goldtopas oder Madeiratopas. Hauptfundorte des natürlichen Citrins sind Brasilien, Russland, USA, Madagaskar, Kanada, Spanien und Frankreich sowie Argentinien, Birma und die Schweiz. Der Citrin hat die Mohs-Härte von 6.5 bis 7 und zählt damit zu den harten Mineralien. Seit über 6000 Jahren wird der Citrin als Schmuck- und Heilstein verwendet. Bereits 480 v. Chr. waren Citrine im antiken Griechenland begehrt. Bei den Römern fanden sie in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt zunächst in Intaglien-Steinen (Edelsteine mit einem negativ geschliffenen Relief) und als Cabochons Verwendung. Die Legionen Cäsars sollen einen Citrin als Lebensretter im Kampf auf der Brust getragen haben. Im Mittelalter glaubte man, dass der Citrin ewiges Leben schenken könne. Der Citrin wird außerdem als „Stein der Händler“ bezeichnet, da er die Macht haben soll, das Geschäft und die Gewinne zu steigern und nicht nur dazu beiträgt, Reichtum zu erwerben, sondern auch zu behalten! Der Citrin gilt seiner Farbe entsprechend als Licht-, Sonnen- und Lebensstein. Er symbolisiert Individualität und Selbstsicherheit und steigert die Entschlossenheit des Trägers und seine Ausdruckskraft. Der Citrin fand vielfach medizinische Anwendung, da man glaubte, er unterstütze die Verdauung, entferne Giftstoffe aus dem Körper, schütze vor Pest und sei nützlich bei der Behandlung von Depressionen und Diabetes. Außerdem soll er das Immunsystem stärken. Citrin wird wie die meisten anderen Quarz-Varietäten zu Schmucksteinen verarbeitet. Im Handel werden fast ausschließlich künstliche Citrine oder umgefärbte Quarze vertrieben. Schönfarbige Citrine werden zu Ringen und Anhängern verarbeitet, weniger schöne St eine zu Ketten.