Instagram Araukarie

Steinerne Zeitzeugen
Versteinerte Araukarienzapfen

Tannenzweige, Adventskränze,Tannenbäume und Tannenzapfen haben zum
Weihnachtsfest Hochkonjunktur.
Wir haben uns mal bei den Versteinerungen umgesehen und sind dabei auf der
Mineralienbörse in Osnabrück am vergangenen Wochenende fündig geworden.
Es gab nämlich Scheiben von versteinerten Araukarien- Zapfen. Der eine oder
andere wird eine Araukarie in seinem Garten haben und sich fragen, was daran so
besonders ist.
Araukarien sind faszinierende Bäume aus grauer Vorzeit und lebende Fossilien. In
Argentinien gibt es in Patagonien, das als Rand der Welt gilt, den versteinerten
Wald von Cerro Cuadrado. Im Zusammenhang mit dem Auseinanderbrechen der
Gondwana-Landmasse zu Beginn des Erdmittelalters kam es zu umfangreicher
Vulkantätigkeit.
Die Bäume, hauptsächlich gigantische Araukarien ( Araucaria mirabilis), die mit
einem Durchmesser von 3,50 Meter eine Höhe von 100 Metern erlangten, und in

lichten Wälern standen, wurden durch einen Vulkanausbruch vor rund 160 Mio.
Jahren umgeworfen und nebst der noch nicht vollständig ausgereiften Zapfen von
pyroklastischen Strömen und durch massive Ablagerungen von Vulkanasche
begraben. Die Zellstrukturen des Holzes wurde im Laufe von Millionen Jahren
durch Silikat ersetzt (Verkieselung), wodurch ihre anatomischen Details erhalten
blieben. Besonders bemerkenswert sind dabei die Araucarien-Zapfen, die in Ihrer
Qualität weltweit einmalig sind. Neben der zumeist perfekten Außenstruktur
weisen die Zapfen wunderschöne Detailstrukturen im Inneren auf. Sämtliche
Feinstrukturen der Zapfen haben sich über Jahrmillionen hinweg erhalten.

Die Fundstellen sind inzwischen nicht mehr zugänglich, Argentinien hat ein
Ausfuhrverbot für Araucarien- Zapfen verhängt und sämtliche heute auf dem Markt
angebotenen versteinerten Aurakarienzapfen bzw. Scheiben derselben stammen
aus alten Sammlungen. Die „Blätter“ dieser immergrünen Bäume wirken bis heute
wie uneinnehmbare Festungen.