
In Zeiten, in denen tonnenschwere Lebewesen die Schlagzeilen der Presse bestimmen, haben wir uns ein tonnenschweres Urgestein in Gestalt eines Findlings, den die große Saaleeiszeit vor 125.000 Jahren aus dem hohen Norden über den Teutorücken bis nach Riesenbeck schob, näher angesehen. Schauen Sie sich die Fotos an. Lassen Sie ihrer Fantasie freien Lauf. Was sehen Sie ? Ein Walroß, ein Wal oder ein Riesenfisch?
Der Findling, der heute am Ostring gegenüber dem Einkaufscenter in Riesenbeck beheimatet ist, wurde bei Bauarbeiten auf einem Firmengelände im Riesenbecker Ortskern gefunden. Mit 2,5 m Länge und 1,5 m Breite wahrlich ein gewaltiger Brocken. Im Gegensatz zu anderen Findlingen, die aus Granit oder Granit ähnlichem Material bestehen, handelt es sich bei diesem Findling um ein echtes Tiefengestein, genannt Gabbro. Der Gabbro, der nach einem Ort in der Toskana benannt wurde, zeichnet sich durch ein hohes Gewicht und eine enorme Dichte und Festigkeit aus. Er entsteht durch langsames Abkühlen von Magma in der Erdkruste in ca. 5 km Tiefe und ist oft Bestandteil der ozeanischen Erdkruste. Es handelt sich um ein dunkles, grobkörniges, magmatisches Tiefengestein, das als das plutonische Gegenstück zu Basalt gilt. Bestandteile sind zumeist dunkle Mineralien wie Pyroxen und Olivin sowie Plagioklas-Feldspate und Quarze. Verwendung findet Gabbro im Bauwesen in Form von Schotter und Pflaster und als robuster Naturstein für Grabmale oder Arbeitsplatten. In Deutschland findet man kleinere Vorkommen im Harz, im Odenwald, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald. Große Vorkommen befinden sich auf Grönland, in Indien sowie in Südafrika. In der Esoterik wird Gabbro als Unterstützer bei wichtigen Veränderungen oder einem Neubeginn gesehen. Neben den hier gezeigten Exemplaren gibt es ihn auch als handlichen Trommelstein für die Hosen- oder Handtasche.


