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Ozeanjaspis

Vom Flohmarktfund direkt zum Instagramauftritt. So erging es diesem Stein, der ein Fund vom Flohmarkt in Osnabrück- Atter vom 1. Mai ist. Zwischen Amethysten und Bergkristallen fiel mir dieser außergewöhnliche Stein direkt ins Auge. Ich tippte auf einen Rhyolith. Zuhause entpuppte sich der farbenfrohe Stein, dessen Herkunftsort, wie mir der Händler verriet, Madagaskar sei, als Ozeanjaspis. Entdeckt wurde der Ozeanjaspis erst Ende der 1990ziger Jahre, also ziemlich spät und ist durch seine bunten, augenförmigen Orbicular-Muster einzigartig. Ursächlich für die Entstehung sind hydrothermale Kieselsäurelösungen vulkanischen Ursprungs. Die bunten Kreismuster entstehen durch radiales Kristallwachstum von Quarz und Feldspat. Seine Mohshärte beträgt 6,5- 7. Seinen Namen erhielt diese Jaspisart, die durch ihre Farbvielfalt und ihre kugeligen Einschlüsse besticht, von einem amerikanischen Mineralienhändler, der den Stein so taufte, weil die Lagerstätte auf Madagaskar direkt am Meer lag und nur bei Ebbe zugänglich war. Der Stein, der auch unter dem Namen Ozeanachat oder Orbicularjaspis gehandelt wird, gehört zur Mineralklasse der Oxide und ist mineralogisch gesehen ein sphärolithischer Chalzedon. Der Name Chalzedon ließ sich aber am Markt nicht durchsetzen, so dass es beim Ozeanjaspis blieb. Er kommt in unzähligen Farben vor. Kein Stein ist dem anderen gleich. Am häufigsten erhältlich sind gelbliche, weiße oder graue sowie grünlich bis bräunliche Steine mit andersfarbigen Zell-, Augen- oder Blumenmustern. Für die Farben sorgen beispielsweise Eisen (gelb/braun) oder Kupfer (grün/blau). Er gilt als Heilstein der Erneuerung & Gelassenheit und soll Entspannung, emotionale Balance und Lebensfreude fördern. Bisher wurde dieser Stein ausschließlich in der Marovato- Mine in Nordwest- Madagaskars nahe den Ortschaften Moravato und Kambaby an der Küste gefunden. Das Vorkommen der Marovato-Mine ist begrenzt und gilt als fast erschöpft, was die vorhandenen Exemplare selten und begehrt macht.