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Steine, die im Schatten stehen

Sodalith

Da Grönland in letzter Zeit verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt ist, wollen wir uns diesem Trend nicht verschließen und befassen uns heute mit dem sog. grönländischen Fossil, dem Sodalith.1806 schickte der dänische König den Forscher Karl Ludwig Giesecke nach Grönland, um dort nach neuen bisher unbekannten Mineralien zu suchen. Dem Forscher wurde der napoleonische Krieg zum Verhängnis, der ihn zwang bis 1813 auf Grönland zu bleiben. Dank seiner umfänglichen Forschung verdoppelte sich während dieser Zeit die Zahl der auf Grönland zu findenden Mineralien. Die erste Inaugenscheinnahme der Mineralien durch den dänischen König scheiterte allerdings, da der Frachter mit den Mineralien von den Briten gekapert wurde, die die Mineralien in Schottland versteigern ließen, so dass der dänische König leer ausging.

Der Name Sodalith setzt sich aus Sodium, das englische Wort für Natrium, und der griechischen Vokabel Lithos für Stein zusammen. Ursächlich für die Benennung ist der hohe Natriumgehalt im Stein. Er gehört zur Mineralklasse der Silikate. Die Mohshärte auf der 10stufigen Scala beträgt 5,5-6 und seine Bildung erfolgt zumeist in kieselarmen Gesteinen magmatischer Herkunft. Es gibt aber auch Vorkommen in kalkhaltigen Gesteinen und sogar in Mamor.

Der Sodalith ist blau, blau-grau oder dunkelblau, häufig von weißen Adern durchzogen.

Der Sodalith aus Grönland gilt als weniger attraktiv und ist meist grau oder grünlich- blau. Gefunden wurde er erstmals im Westen von Grönland in Kitaa. Seine Bezeichnung als „grönländisches Fossil“, rührt von dem alten Sammelbegriff für alles ausgegrabene, seien es nun Wurzeln, Mineralien, Fossilien oder Gesteine.

Sodalith ist als Stein für Kunstgewerbe ( Skulpturen) und für die Schmuckindustrie von großem Interesse. Rolex hat Sodalith in den Zifferblättern von Damenuhren verarbeitet und dänische Silberschmiede schufen einzigartige Jugendstil- Stücke mit Sodalith, die heute begehrte Sammlerstücke sind.

Bei den alten Griechen galt er als Stein der Künstler und Gaukler und sollte bei Beschwerden im Hals und Kehlkopfbereich hilfreich sein. In der Edelstein- Wellness und bei Massagen dient Sodalith als Auflöser von Blockaden. Außerdem soll er positive Energien zum Fließen bringen. Er wurde volkstümlich aber auch als Stein der Weisheit bezeichnet, da er die Konzentration verbessern und für klare Gedanken sorgen soll.