Stein des Monats Juli 2023: Achat

Das Mettinger Mineralienmuseum stellt vor den Stein des Monats Juli 2023: Achat
Der Achat wurde benannt nach dem Fluss Achates auf Sizilien, in dessen Flussbett Achate gefunden wurden. Der erste dokumentierte Fund geht auf den griechischen Philosophen und Naturforscher Theophrastos von Eresos (371 v. Chr. – 287 v. Chr.) zurück. Auffälliges Merkmal von Achaten sind die überwiegend buntfarbigen, streifenförmigen Ablagerungen. Es gibt jedoch auch ungestreifte und einfarbige Achate. Der Achat ist farblos und klar. Einlagerungen von Eisen – aber auch von Mangan, Chrom und Kalzium färbten den Achat in natürlichen Tönen. Aber auch Dendriten und silikatische Gewächse können dem Achat zu einem spektakulären Aussehen verhelfen. Achate gehören wie viele andere attraktive Schmucksteine zu den Quarzen und gelten als eine gebänderte Varietät von Chalcedon. Achate bilden sich, wenn sich Kieselsäure aus dem Grundwasser in Gesteinshohlräumen als Auskleidung oder Ausfüllung ablagert. Bei vollständiger Ausfüllung spricht man von einer Mandel, bei unvollständiger Auskleidung von einer Druse. Die Gesteinshohlräume entstanden als Blasenräume in vulkanischen Gesteinen, da die in der ausströmenden Lava enthaltenen Gase nicht mehr bis zur Oberfläche des Lavastroms durchstießen und nicht entweichen konnten, sondern in der erkaltenden Lava eingeschlossen wurden. In einem späteren Prozess füllte sich der Hohlraum dann mit Achat, Kalzit oder anderen mineralischen Stoffen. Diese Blasenräume in vulkanischen Gesteinen sind die häufigsten Orte, an denen Achate entstehen können, jedoch werden Achate auch in Gängen und Klüften verschiedener Gesteine und auch in Hohlräumen von Sedimenten gebildet. Die Mohshärte von Achat beträgt 6,5 bis 7 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem deutschen Mineralogen Carl Friedrich Mohs (1773 bis 1839). Achat gilt damit als hart bis sehr hart. Achate faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden wegen ihrer Widerstandskraft und ihrer Schönheit. Zuerst wurden sie, neben Flint und Jaspis, zur Herstellung von Werkzeugen und Jagdwaffen verwendet. Später dann entdeckte man ihren Wert als Schmucksteine zur Herstellung von Broschen, Ohrringen, Ketten bis hin zu Schalen und Vasen.  In Ägypten wurden etwa 1000 v. Chr. Siegelzylinder, Ringe, Gemmen und Gefäße aus Achat gefertigt. In der Bibel, im 2. Buch Mose, 28, 17–20, wird der Brustschild des Hohepriesters Aaron ausführlich beschrieben als eine mit Edelsteinen, darunter Achat, besetzte Platte. Amulette aus Achat sollten gegen Blitz, Sturm und Durst helfen. Zudem wurde dem Achat früher die Fähigkeit zugeschrieben, unsichtbar machen zu können. Im antiken Rom waren vor allem „Agate Intaglio“ beliebt. Intaglio bezeichnet eine Steinschnitttechnik, mit der bildliche Darstellungen in den Edelstein graviert werden. Auch im Mittelalter wurde der Achat sehr geschätzt. So war es Brauch, jeweils einen Achat an die beiden Hörner eines Zugochsen zu binden, um die Ernte positiv zu beeinflussen. 1548 wurden die ersten Achate in Idar-Oberstein/Rheinland-Pfalz gefunden. Seitdem hat sich Idar-Oberstein einen Namen als Welthauptstadt der Achate gemacht und auch in Sachen Achatverarbeitung Geschichte geschrieben.

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Stein des Monats Juni

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:  Stein des Monats Juni  2023 Chalzedon:
Der Ursprung des Namens Chalzedon geht auf die antike Hafenstadt Chalcedon in der Nähe Istanbuls zurück, bei der es Lagerstätten des Halbedelsteins gab. Unter „Chalzedon“ versteht man alle Varietäten der kleinkristalligen Quarze. Durch Fremdbeimengungen anderer Materialien kommen die unterschiedlichen Farbtöne zustande. Die farbigen Vertreter dieser Gruppe werden unter den Namen Achat (unterschiedliche Farben), Onyx (schwarz), Karneol(rot), Aventurin(hellgrün), Heliotrop (dunkelgrün), Sardonyx (schwarz, weiß, braun gebändert), Chrysopras (grün), Sarder (braun) sowie Moosachat (dunkelgrün) angeboten. Gegenstand dieses Artikels ist aber nur der gleichnamige Schmuckstein dieser Gruppe von einheitlicher bläulicher bis grau-weißer Färbung. Chalzedon ist ein Siliziumdioxid-Mineral, das sich aus Quarz und Moganit zusammensetzt. Die Bildung erfolgt beim Austrocknen von Siliciumdioxid, welches magmatischen Ursprungs ist. Man findet Chalzedon als Gang-, Spalten- oder Hohlraumfüllung. Ist die Lösung beim Erhärten in Bewegung, zeigt sich eine typische Bänderung, im Ruhezustand dagegen ist der Stein gleichmäßig gefärbt. Er gehört zur Mineralklasse der Oxide. Steinzeitliche Funde belegen, dass Chalzedon schon sehr früh zur Herstellung von Waffen verwendet wurde. Aus dem Achämeniden Reich 6. bis 4. Jahrhundert v. Chr. sind Zylinder-Siegel aus Chalzedon bekannt. Als Symbol für Luft und Wasser hatte der Chalcedon in der Antike einen festen Stellenwert. Die Griechen nannten den Chalzedon auch Rednerstein, da bei ihnen der Glaube verbreitet war, er helfe beim Halten öffentlicher Reden. Demosthenes, einer der bedeutendsten griechischen Redner, soll zu Sprachübungen einen Chalcedon in den Mund genommen haben, um laut und klar sprechen zu können. Besonders beliebt war er auch bei den Römern, die Chalzedone als Amulette, Siegel, Stempel und Gemmen verwendeten und sie in Ringe, Broschen, Armreifen, Gewandspangen und Halsketten fassten. Im persischen Raum gilt blauer Chalcedon als grundsätzlich Glück bringender Stein. In Tibet sah man in ihm die Reinheit einer Lotusblüte, die vor Unzufriedenheit sowie Schwäche bewahren sollte. Eine weitere Bezeichnung für Chalzedon ist Milchstein, da er stillenden Müttern bei der Milchbildung behilflich sei und vor Brustentzündungen schützen soll. In der Bibel findet der Chalzedon als einer der zwölf Steine Erwähnung, die Moses auf dem Berg Sinai überreicht wurden. Moses setzte ihn auf Anweisung Gottes in das Brustschild seines Bruders Aaron ein. Im Neuen Testament werden in der Offenbarung des Johannes eine weitere Gruppe von zwölf Edelsteinen, darunter auch Chalzedone erwähnt, die die Grundsteine der Stadtmauer des himmlischen Jerusalems schmücken sollen. Diese Edelsteine werden in der Bibel direkt mit den Aposteln in Verbindung gebracht (Offenbarung 21, 14).
In den christlichen Lehren findet sich zum Teil auch die Zuordnung des blauen Chalcedon zu Maria, der Mutter des Sohnes Gottes, Jesus. Der blaue Chalcedon gilt hierbei als Symbol der Ehrfurcht Marias und ihrer Enthaltsamkeit. Die Beliebtheit des Chalzedons endete aber keineswegs mit der Antike, sondern reichte über das Mittelalter und die Renaissance hinaus. Bis heute werden Chalzedone von Edelsteinschleifern, Juwelieren und Sammlern als Edelsteine, aber auch als kunsthandwerklich zu bearbeitendes Material geschätzt. Große Stücke sind auch Material für Säulen, architektonischen Zierrat, Tischplatten und Vasen. Der Chalzedon war bei historisch berühmten Persönlichkeiten beliebt. Napoleon und Lord Byron trugen Ringe aus Chalzedon, und der Dichter Alexander Puschkin besaß gleich zwei solcher Schmuckstücke.

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Bilder vom Museum

Herzlich Willkommen auf unserer Webseite!
Das Mettinger mineralogische und petrologische Museum ist immer einen Besuch wert.

Türen auf mit der Maus  am 03.10.2023

Türen auf mit der Maus  am 03.10.2023

Adresse:
Mineralogiemuseum Mettingen

Am Markt 2, 49497 Mettingen

Beschreibung:
Unsere Schätze sind 35000 Steine, darunter  Edelsteine, Halbedelsteine und Meteoriten sowie zusätzlich Fossilien, die es schon zu Zeiten der Dinosaurier gab. Wir bieten ein Mineralien-Suchspiel an. Wenn du alle Steine findest, erhälst du ein Geschenk zum Aufbau einer eigenen Mineraliensammlung. Barrierefrei: Das Museum ist ebenerdig.

100 Teilnehmer möglich. Alter: ab 5 Jahren. Öffnungszeiten: 10:00 Uhr-18:00 Uhr

Anmeldung erforderlich unter karin.brinkmann@gmx.de

Stein des Monats Mai 2023: Jade

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert: Stein des Monats Mai 2023: Jade.

Der Name Jade stammt aus der Zeit der spanischen Eroberung Amerikas. Die Ureinwohner nutzten den Stein als Schutzstein gegen Nierenleiden. Der Name wurde abgeleitet vom spanischen „piedra de ijada“ , was übersetzt „Lendenstein “ heißt. Die Franzosen übernahmen den Ausdruck als „l‘ éjade“ und bildeten ihn im 17. Jahrhundert zu „le jade“ um. 1863 entdeckte der französische Mineraloge Alexis Damour, dass unter dem Begriff Jade zwei unterschiedliche Mineralien nämlich „Jadeit“ und „Nephrit“ zu finden sind. Beide Mineralien sind nur schwer zu unterscheiden und werden daher weiter unter dem gemeinsamen Oberbegriff Jade geführt. Jadeit ist ein Natrium-Aluminium-Silikat, das sich bei der Umwandlung aus Albit bildet und dafür extremen Druck und hohe Temperaturen benötigt. Durch Beimengung von Chrom während des Umwandlungsprozesses erhält Jadeit die grünliche Farbe. Wenn Eisen überwiegt, kommt eine rote oder braune Farbe zustande, und durch Mangan wird Jadeit violett. Nephrit ist ein Kalzium-Magnesium-Aluminium-Silikat. Es handelt sich um einen dichten, feinfasig verfilzten Aktinolith, der extrem zäh und widerstandsfähig ist. Meistens haben Nephrite eine gelbliche Farbgebung, aber auch viele andere Farben können vorkommen. Grüner Nephrit ist aber am beliebtesten. Heute kommen Jadeite hauptsächlich in Obermyanmar vor, wo sie eingelagert in Serpentingestein zu finden sind. Ferner wird der Stein in Japan, China, Mexiko, Kanada, Kasachstan, Russland und den USA abgebaut. Nephrit kommt häufiger vor als Jadeit. Früher hatten die Lagerstätten in Neuseeland große Bedeutung und auch in Polen gab es viele Nephrite. Heute findet man Nephrit vor allem in Brasilien, Australien, Mexiko, Russland, Simbabwe und den USA. Jade gehört zur Mineralklasse der Silikate und Germanate. Obwohl sie mit einer Mohshärte von 6,5-7 nur etwas über mittelhart liegt, lässt sich die Spaltbarkeit vor dem Schliff kaum vorhersagen, was die Verarbeitung sehr erschwert. Meist wird Jade in Perlenform oder zu Cabochons geschliffen. Außerdem wird Jade zur Herstellung von Vasen, Figuren und Gefäßen eingesetzt. Die wichtigsten Zentren der Verarbeitung von Jade liegen in China und Taiwan. Das Schleifen ist sehr langwierig und vor allem künstlerische Figuren sind handwerkliche Meisterleistungen.

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Stein des Monats April 2023 – Jaspis

Das Mineralienmuseum Mettingen stellt vor: Stein des Monats April 2023: Jaspis.

Die Herkunft des Namens Jaspis ist ungeklärt. Während in der Mythologie der Jaspis von der Schlangenart Aspis den Namen bekommen haben soll, weil er angeblich in dem Kopf der Schlangen entsteht und die verschiedenen Farben wie diese Schlange hat, gehen die Mineralogen davon aus, dass sich der Name entweder aus dem griechischen von ias ableitet und grüner Edelstein bedeutet oder dass er sich von altfranzösischem „Jaspre“ und lateinischem „iaspidem“ (nom. Iaspis) ableitet und „gefleckter oder gesprenkelter Stein“ bedeutet. Andere Stimmen vermuten, dass der Name Jaspis uralt und morgenländischen Ursprungs ist, da er schon in der hebräischen Sprache vorkommt.
Jaspis ist eine mikrokristalline, feinkörnige Varietät des Minerals Quarz und gehört wie dieses zur Mineralklasse der Oxide.  Konkret wird Jaspis als eine Varietät von Chalcedon definiert. Er ist ein undurchsichtiges Mineral von praktisch jeder Farbe, das aus dem Mineralgehalt der ursprünglichen Sedimente oder Vulkanasche stammt. Die vielen Farben im Stein bilden mitunter Landschaften oder Bilder. Wichtige Handelsnamen sind u.a. Landschaftsjaspis, Leopardenjaspis, Zebrajaspis und Bohnerzjaspis. Jaspis entsteht sedimentär, als Spaltenfüllung, Gesteinsbrekzie oder in größeren Massen durch die Verkieselung und Verfestigung von Sedimentgesteinen. Der Hauptbestandteil ist Kieselsäure.   Beim Wachsen kommen in der Natur zahlreiche chemische Stoffe hinzu, woraus sich das umfangreiche Farbspektrum ergibt. Es gibt in der Natur keine zwei identischen Jaspis- Mineralien. Auf der Mohs Skala hat der Jaspis einen Wert von 6 1/2- 7 und zählt damit zu den mittelharten Steinen. Bereits in der Antike war Jaspis ein geschätzter Stein und wurde zur Herstellung gewerblich nutzbarer Werkzeuge und  vor allem zur Herstellung  von Siegeln für den Handel zur Kennzeichnung von Waren und Transporten genutzt. Bereits um 6000 vor Chr, gab es Stempelsiegel aus Jaspis.  Aus grünem Jaspis wurden zwischen dem 4. und 5. Jahrtausend v. Chr. erste Bogenbohrer hergestellt. Ab der Uruk- Zeit (3400 v. Chr.) gab es in Mesopotamien Rollsiegel aus rotem und grünen Jaspis, die noch heute eine der umfangreichsten Bildquellen der Kulturen des Alten Orients darstellen. Rollsiegel sind zylindrische Siegel, deren Mantelfläche mit einer eingravierten Darstellung versehen wurde, die auf einem formbaren Material eine Abrollung in Form eines fortlaufenden Bandes erzeugen konnten. Bei nahezu allen Rollsiegeln wurde die Darstellung vertieft gearbeitet, so dass der Abdruck im Hochrelief erscheint. Von etwa 1.800 v.Chr. stammen Jaspis-Siegel der minoischen Kultur, wie archäologische Fundstücke im Palast von Knossos belegen. Die alten Ägypter trugen aus Jaspis geschnitzte Skarabäen als Amulette und die Massage mit Jaspis galt als Aphrodisiakum. Nach der Bibel ist der Jaspis direkt von Gott vorgegeben und zum ersten unter den Grundsteinen des neuen Jerusalem bestimmt. Im Mittelalter galt Jaspis als Stein des Krieger und schmückte nach der Nibelungensage das Schwert Siegfrieds. In der Vergangenheit diente Jaspis auch als Material, aus dem  große Kunstgegenstände gefertigt wurden. Das größte und schwerste aus Jaspis gearbeitete Kunststück ist die Japisschale „Zarin der Schalen „(16. Jahrhundert) in der Eremitage in St. Petersburg/Russland. Die Schale ist Anfang des 19. Jahrhunderts aus dem weltgrößten Schmuckstein angefertigt worden. Sie war im russischen Zarenreich ein Nationalsymbol. Der grün-graue Jaspis war so groß, dass die Jaspis-Schale aus einem Stück geschlagen wurde, und dass bei Maßen von 5,04 m Länge und 3,22 m Breite. Mit 224 kg wesentlich leichter ist der zu einer Kugel geschliffene, rot-weiß marmorierte Jaspis im Deutschen Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein. Heute ist roter Jaspis ist ein beliebter Schmuck- und Dekorationsstein, der als Ringstein, Kette oder Anhänger verarbeitet wird. Er gilt traditionell als ein Stein, der Willen, Ausdauer und Durchhaltevermögen stärkt. Er soll aber auch innere Stabilität und Sicherheit in schwierigen und anstrengenden Lebenssituationen geben. Bei den alten Griechen sollte der Jaspis seinem Träger innerliche Harmonie bescheren und Frauen durch das Tragen des Steins eine harmonievolle Schwangerschaft haben. Mit der Heilwirkung von Jaspis befasste sich im frühen 12. Jahrhundert auch Hildegard von Bingen. Sie setzte den Jaspis bei Herzproblemen und Schmerzen aller Art ein. Andere Ärzte verwandten Jaspis gegen Fieber und Wassersucht und sprachen ihm Blut stillende Wirkung zu. Ferner wurde er auch gegen Epilepsie eingesetzt. Im späten Mittelalter glaubte man, das Jaspis gegen alle Krankheiten abschirme und Geist, Herz und Verstand erneuere. Heute soll der gelbe Jaspis das Immunsystem stärken, während der rote Jaspis gegen Erschöpfung wirken soll. Fundorte für Jaspis sind in Deutschland der Schwarzwald und die Gegend um Idar- Oberstein. Reiche Vorkommen befinden sich in Frankreich, Ägypten, USA, Afrika, Australien und Brasilien. Für Minecraft Begeisterte gibt es im Fachhandel eine Minecraft-Steine Sammlung, die auch Jaspis enthält und die den Spielern die Steine, die sie online gut kennen, in Natura näherbringen soll.

Gemeinde verleiht goldenen Ehrenring

Ehrung für Anneliese Appelhans und Pater Donatus

Gemeinde verleiht goldenen Ehrenring

Für ihr außerordentliches Engagement für die Gemeinde Mettingen wurden Anneliese Appelhans und Pater Donatus Kestel mit dem Ehrenring ausgezeichnet. Bürgermeisterin Christina Rählmann würdigte die zahlreichen Aktivitäten der beiden Geehrten.
Bürgermeisterin Christina Rählmann (l.) verlieh Anneliese Appelhans und Pater Donatus Kestel den Ehrenring der Gemeinde Mettingen für „außerordentlich herausragendes Engagement.“ Zu der kleinen Feierstunde im Rathaus waren rund 40 Gäste gekommen.
Anneliese Appelhans und Pater Donatus Kestel haben am Freitagnachmittag im Ratssaal von Haus Telsemeyer den Ehrenring der Gemeinde Mettingen bekommen. Es sei ihr eine besondere Ehre, dass sie die letzten beiden Ringe aus dem Bestand der Kommune an Anneliese Appelhans und Pater Donatus überreichen dürfe, sagte Bürgermeisterin Christina Rählmann während einer Feierstunde im Rathaus. Rund 40 Gäste waren dazu gekommen. Die Ehrenringe „für außerordentlich herausragende Leistungen“ seien ein Zeichen höchster Wertschätzung und Anerkennung.
Anneliese Appelhans, Jahrgang 1940, ist gebürtige Mettingerin. In jungen Jahren habe sie ihre ganze Kraft ihrer Familie und ihren fünf Kindern gewidmet, sagte die Bürgermeisterin. Auch jetzt wende sie noch sehr viel Energie auf, um anderen Menschen zu helfen. Appelhans engagiert sich seit mehr als 20 Jahren im Altenheim Maria-Frieden. Sie unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort. Stets ansprechbar und hilfsbereit verbringt sie viel Zeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.
Ehrenamtsgruppe im Altenheim.
Von 2016 bis 2020 leitete Anneliese Appelhans die Ehrenamtsgruppe. Dabei koordinierte sie unter anderem die Gottesdienstbesuche, die Begleitungen zum Arzt und machte mit Bewohnern, die keine Angehörigen mehr haben, Ausflüge und Spaziergänge. Noch heute ist Anneliese Appelhans im Altenheim aktiv. Einmal in der Woche kocht die Mettingerin gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Betreuung von demenzkranken Menschen. Durch dieses vielseitige Engagement und die vielfach geschenkte Zeit habe Anneliese Appelhans die Lebensqualität vieler Bewohnerinnen und Bewohner verbessert und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet, sagte Rählmann.
Pater Donatus Kestel kam 1973 nach Mettingen und war maßgeblich am Aufbau des Comenius-Kollegs beteiligt. Dabei half der Franziskanerpater, das Institut für Brasilienkunde mit mehr als 42000 Bänden zu etablieren. Darüber hinaus schätzt Mettingen den 89-jährigen gebürtigen Amberger als liebevollen und zugewandten Seelsorger, der schon viele Menschen bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen begleitet hat.
Leidenschaft für Mineralien
Zudem hat Pater Donatus durch seine Leidenschaft für die Mineralogie vielen Mettingern die vielfältigsten Gesteine nähergebracht. Das Mineralienmuseum sei zu einer festen Einrichtung im Ortskern geworden, sagte Rählmann. Vielen Menschen gab Pater Donatus einen Stein als Andenken mit auf den Weg. Neben seiner Arbeit in der Krankenhausseelsorge war Donatus fast 50 Jahre in der Auferstehungskapelle in Langenbrück und 15 Jahre in der Barbara-Kirche auf dem Hollenbergshügel tätig. Auch dort hat er viele Menschen inspiriert, ihnen geholfen und Trost gespendet. 2013 verlieh Weihbischof Dr. Christoph Hegge dem Franziskanerpater für sein Engagement das päpstliche Verdienstkreuz. Eine solche Würdigung schließe immer eine Danksagung in sich, sagte Pater Donatus. „Eine Danksagung an alle, die mitgewirkt haben, an alle diejenigen, die im Laufe der Zeit diese Ehrung erst möglich gemacht haben.“ So dankte Donatus seinen zahlreichen Wegbegleitern von seiner Ordensprovinz im Nordosten Brasiliens über das Comenius-Kolleg, den Kirchengemeinden bis zu den Mitarbeitern des Mineralienmuseums.
Bürgermeisterin Rählmann wies daraufhin, dass Anneliese Appelhans Pater Donatus nicht zuletzt durch ihre langjährige Tätigkeit im Franziskaner-Konvent verbunden sei. Auch deshalb habe sie sich gewünscht, den Ehrenring gemeinsam mit ihm überreicht zu bekommen. Ein Wunsch, dem die Gemeinde gerne nachgekommen ist.
Text und Bilder: Oliver Langemeyer

Eintragung ins Goldene Buch der Gemeinde Mettingen
Eintragung ins Goldene Buch der Gemeinde Mettingen

Stein des Monats März 2023 – Obsidian

Das Mettinger Mineralienmuseum stellt vor:
Stein des Monats März 2023: Obsidian

Der Obsidian erhielt seinen Namen nach dem Römer Obsius, der den ersten Stein dieser Art aus Äthiopien nach Rom brachte. Eine der ältesten Beschreibungen von Obsidian geht auf den römischen Universalgelehrten Plinius (23 bis 79 n. Chr.) Zurück. In seinem Werk De Naturalis Historia beschreibt er einen schwarzen, glasartigen Stein mit durchscheinender Transparenz und verweist außerdem auf Obsius als Namensgeber. Mit einer Mohshärte von 5 bis 5,5 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach Friedrich Mohs ist Obsidian ein mittelhartes Gestein, dessen Bruch muschelig und sehr scharfkantig ist Obsidian oder auch Vulkanglas entsteht, wenn kochend heiße Lava auf Eis oder kaltes Wasser trifft und diese kieselsäurehaltige Schmelze schlagartig erstarrt. Die Zusammensetzung der Lava, aber auch die Geschwindigkeit bei der Abkühlung ist entscheidend für die Entstehung von Obsidian. Je nach Fundort und Entstehungsbedingungen hat der Obsidian verschiedene Zusammensetzungen und ist selbst an einem Fundort nicht homogen. Obsidian besteht hauptsächlich aus Siliziumdioxid, enthält aber noch eine Vielzahl weiterer Mineralien. Die dunkle Farbe wird maßgeblich durch Eisenoxid bestimmt. Daneben ist Obsidian in Dunkelgrün, dunkelbraun, goldbraun, silbrig-grau oder rötlichen Farbtönen bekannt. Obsidian zählt nicht zu den Mineralien, sondern wird den Gesteinen zugeordnet. Er wird weltweit in allen Gebieten gefunden, die durch vulkanische Bildung entstanden sind. Bereits in der Steinzeit wurden aus Vulkanglas bevorzugt Waffen und Schneidegeräte hergestellt. Wie Feuerstein eignete sich Obsidian wegen seines Bruches besonders gut dafür. Durch den Schliff erhält er sehr scharfe Kanten.

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Jahresrückblick 2022

Liebe Gäste,
mit über 2500 Besuchern blickt das Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen trotz Corona bedingter Einschränkungen auf ein ereignisreiches Jahr 2022 zurück.

Die verkaufsoffenen Tage Blumen- und Bauernmarkt, Kirmes, Ärappelfest, Türöffnertag der Sendung mit der Maus, Kerzen an und Weihnachtsmarkt waren dabei besondere Highlights.
Die Besuche von Schulklassen und private Führungen rundeten das Programm ab.
Durch die Übernahme von Nachlässen und Dauerleihgaben hat sich unser Museumsbestand erhöht und eine Erweiterung der Museumsräume notwendig gemacht, die 2023 stattfinden wird.
Das Jahr 2022 endete mit einer Bernsteinausstellung und das neue Jahr startet am 21.01.2023 mit der Ausstellung Steinerne Urlaubsfunde. Es ist geplant die Urlaubsfunde alle 4 Monate auszutauschen. Für 2023 stehen Funde aus der Normandie, Marokko und von der Nordseeküste auf dem Programm.
Wir freuen uns heute schon auf Ihren Besuch und auf Ihre Urlaubsfunde mit der Möglichkeit der Bestimmung.
Neben den regulären Öffnungszeiten jeden 1. und 3. Samstag im Monat von 15:00 Uhr-18:00 Uhr, haben wir an folgenden verkaufsoffenen Tagen in Mettingen geöffnet:
*Blumen- und Bauernmarkt (Frühjahrsmarkt) 23.04.2023
*Kirmes 26.08.- 28.08.2023
*Ärappelfest 24.09.2023
*Türöffnungstag der Sendung mit der Maus  am 03.10.2023
*Kerzen an – am 29.10.2023
*Weihnachtsmarkt am 03.12.2023

Ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2023 wünscht Ihr Team vom Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen.

Steinerne Urlaubssouvenirs

Neue Ausstellung im Mettinger Mineralien- und Fossilienmuseum ab dem 21.01.2023
Steinerne Urlaubssouvenirs – Teil 1 Normandie.

Wer kennt es nicht. Im Urlaub, egal ob an der Küste oder im Gebirge, findet man Steine oder Versteinerungen, ist zunächst begeistert, versucht sie zu bestimmen, aber wieder zu Hause landen sie bestenfalls in einer hinteren Ecke im Schrank und geraten völlig in Vergessenheit.
Das Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen beginnt am 21.01.2023 die neue Ausstellungsreihe mit dem Thema Steinerne Urlaubssouvenirs mit Urlaubsfunden aus der Normandie.
Ein Normandie Urlaub auf den Spuren von Wilhelm dem Eroberer und dem Teppich von Bayeux brachte den Urlaubern über das Internetportal „Steinkern.de“ Empfehlungen für die dortige Fossiliensuche. Die Strände von Viller-sur-mer, Houlgate und Lion-sur-mer erwiesen sich als ergiebig und sind Kindern und Erwachsenen in guter Erinnerung geblieben.
Das Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen lädt Sie herzlich ein, Ihre Funde zwecks Bestimmung und ggfls. Ausstellung vorbeizubringen und sich unsere Urlaubsfunde anzusehen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!!