Stein des Monats Dezember 2022

Das Mettinger Mineralienmuseum stellt vor:
Stein des Monats Dezember 2022: Lapislazuli.
Der Name des Lapislazuli setzt sich aus den beiden lateinischen Begriffen lapis (Stein) und lazulum (blau) zusammen. Lazulum wiederum geht auf das persische Wort lazuward zurück, die persischen Bezeichnung für die afghanische Lagerstätte von Lapislazuli und zugleich Ursprung des Wortes „Azur“. Die Legenden, Berichte und Erzählungen um den Lapislazuli reichen bis 5000 Jahre vor Christus zurück. Bei Lapislazuli handelt es sich um ein Mineralgemisch, das sich aus den Mineralien Lasurit, Calcit und Pyrit zusammensetzt. Es entsteht hauptsächlich durch die Umwandlung von Kalk zu Marmor. Als schwefelhaltiges Natrium-Aluminiumsilikat gehört der Lapislazuli zur Mineralklasse der Silikate. Einschlüsse von Pyrit rufen den begehrten goldenen Schimmer hervor. Die bekannteste Fundstätte liegt in Afghanistan. Es handelt sich um die berühmte Sar-e-Sang-Lagerstätte. Dort befinden sich einige der ältesten Edelsteinminen der Welt, in denen, schon seit 6.000 Jahren Edelsteinabbau betrieben wird.

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Stein des Monats November 2022: Tigerauge.

Das Mineralienmuseum Mettingen präsentiert:
Stein des Monats November 2022: Tigerauge.

Der Name Tigerauge wurde Mitte des 19. Jahrhunderts für den Stein des Monats ausgewählt, um ihn vom Falkenauge abzugrenzen. Da bei entsprechendem Schliff die braunen Einlagerungen des Steins an die Augen eines Tigers erinnern, wurde der Name Tigerauge gewählt. Die parallele Ausrichtung der Kristallfasern sorgt für den bekannten Lichteffekt der Chatoyance, worunter man einen wandernden Lichtstreif, der an die Schlitzpupille einer Katze erinnert, versteht. Tigerauge entsteht bei der Verwitterung von Falkenauge, dessen Krokydolithfasern während oder nach der Verkieselung oxidieren und sich dann zu Brauneisen umwandeln. Aufgrund seiner Faserstruktur gehört Krokydolith zur Gruppe der Asbestmineralien. Tigerauge findet man häufig als Kluftfüllung in Quarz-Gestein, wobei die Fasern des Tigerauges senkrecht zur Kluftbegrenzung stehen. Aufgrund der besonderen Bildungsbedingungen finden sich oft Falkenauge und Tigerauge nebeneinander bzw. miteinander verwachsen am selben Fundort. Beide Schmucksteine werden auch als Katzenaugen-Quarz sowie als Pseudo-Krokydolith oder Schillerquarz bezeichnet. Weitere, heute selten verwendete Synonyme sind Wolfsauge und Tigerit. Wenn das Tigerauge über einen hohen Quarzanteil verfügt und dadurch heller erscheint, wird das Mineral auch Goldquarz genannt. Das Tigerauge gehört als Quarz zur Mineralklasse der Oxide. Mit einer Härte von 6-7 auf der Mohsschen Härteskala, ist es ein hartes Mineral und kristallisiert trigonal. Tigerauge gibt es in den Farben goldgelb bis goldbraun.
Im Mittelalter nahm man an, dass Tigerauge- Steine gegen den bösen Blick schützen und den Träger vor verbrecherischen Handlungen bewahren. Als Amulett kam Tigerauge auch zum Schutz gegen Hexen und Dämonen zum Einsatz und sollte vor dem bösen Blick schützen. Durch die Assoziation zum Auge eines Tigers wurde der Stein als Glücksstein für Sehkraft gewählt. Die erste ausführliche Beschreibung des Minerals Tigerauge stammt von Martin Heinrich Klaproth (1743 bis 1817), einem deutschen Mineralogen, der sich 1811 mit der chemischen Analyse und Bestimmung der Eigenschaften des „Capschen Fossils“ befasste. Zur damaligen Zeit war der Begriff Fossil für alle Materialien gängig, die ausgegraben wurden – sowohl Mineralien, Pflanzenteile wie auch Fossilien im Sinne einer Versteinerung. Nach der mineralogischen Einordnung von Tigerauge im Jahr 1883, wurde der Stein zunächst ausschließlich in Idar-Oberstein geschliffen. Erst seit ca. 100 Jahren wird nach Tigerauge systematisch gesucht. Meist wird er zu Schmuck verarbeitet oder zu Therapiezwecken angeboten. Tigerauge gibt es häufig in Form von Cabochons in verschiedener Ausführung, aber auch kugelförmig für Halsketten oder frei geschnitten für kunstgewerbliche Gegenstände. Tigerauge soll seinem Träger Mut, Schutz und Sicherheit verleihen. Man sagt ihm nach, dass er die Sinne verfeinert und Abstand bei Unklarheiten gibt. Er soll dabei helfen den Überblick zu wahren und beim Treffen wichtiger Entscheidungen unterstützen. Ferner soll er durch mehr Ausgeglichenheit vor Einflüssen wie Stress, Belastung, Zweifel oder wechselnder Gemütslage schützen. Heute findet man Tigerauge in Birma, China, im südlichen Indien, Kanada, Myanmar, Namibia, Ukraine, in den USA und in Westaustralien. Aktuell befinden sich die bedeutendsten Fundstellen in Südafrika. Das größte bekannte Exemplar eines Tigerauges (150 kg schwer, 2 m lang) befindet sich seit 2008 im Mineralogischen Museums der Universität Bonn. Sehr beliebt ist auch das Brennen von Tigerauge, d. h. das Erhitzen bei relativ niedrigen Temperaturen, das auch in herkömmlichen Backöfen möglich ist. Durch Brennen erhält Tigerauge eine kräftige kupferrote Farbe, die durch anschließendes Abkühlen in Spiritus bis in violette Farbschattierungen hineinspielen kann. In starker Säure gekocht, verliert Tigerauge seine Farbe und wird grau. In dieser Form wird es gelegentlich als Imitation von Chrysoberyll-Katzenaugen angeboten. In der Literatur gibt es das Jugendbuch „ Tigeraugen“ , ein Zukunftsroman von Tonke Dragt. Cornelia Franz hat eine Abenteuerbuchreihe für Kids bei dtv unter dem Titel „Tigerauge“ herausgebracht. Auch ein Kriminalroman von Claude Aveline und ein Fantasyroman von Amber Auburn tragen den Titel „ Tigerauge“.

Sonderausstellung zum Thema Bernstein

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert vom 30.10.2022 bis zum 20.12.2022 eine Sonderausstellung zum Thema Bernstein.

 Der Name Bernstein geht auf das niederdeutsche „bernen“ oder „börnen“ (brennen) zurück und bedeutet ursprünglich Brennstein. Damit trug der Name der Entflammbarkeit des Bernsteins Rechnung. In der Antike wurde der Bernstein auch als lyncirium (Luchsstein) bezeichnet, weil man zunächst davon ausging, dass es sich beim Bernstein um Harn des Luchses handelte, der im Sonnenlicht erhärtet war. Die Römer nannten den Bernstein „succinum“ (Saft), während die Germanen von „glasaz“ oder „glaes (um)“ (Glas) sprachen. Im Persischen heißen Bernsteine Kahroba, was so viel wie „ Strohräuber“ bedeutet. Die Anziehungskraft, die er durch Reiben auf Stoff auf Holzspäne und Stroh entwickelt, war also bekannt. Die Griechen nannten ihn Electron- „Sonnengolden“Das griechische Wort für Bernstein wurde außerdem zum Namensgeber des Elementarteilchens Elektron und der Elektrizität. In vornehmen antiken Haushalten diente ein größerer Bernstein als Kleiderbürste. Durch das Gleiten am Stoff lud er sich elektrostatisch auf und zog dann die Staubteilchen an sich. Die Farben des Bernsteins reichen von weiß, hellgelb, dunkelgelb, orange, rot bis dunkelbraun. Die Transparenz von undurchsichtig bis durchsichtig. Mit einer Härte von 2- 2,5 auf der Mohsschen Härteskala ist er vergleichsweise weich.
Der Bernstein ist mangels der erforderlichen Härte weder ein Edelstein noch ein Halbedelstein. Er ist auch kein Mineral. Die Geologen zählen ihn vielmehr zu den brennbaren Gesteinen. Bernstein ist generell älter als eine Million Jahre. Jüngere verfestigte Harze bezeichnet man als Kopal. Bernstein regt seit Urzeiten die Fantasie der Menschen an. Namen wie „Gold des Meeres“, „Stein des Nordens“, „Tränen des Meeres“ bis hin zu den Geschichten um die legendäre Bernsteinstraße und das im Zweiten Weltkrieg verschwundene aber inzwischen nachgebaute Bernsteinzimmer, das als größtes Bernsteinkunstwerk überhaupt gilt, üben auf Menschen eine besondere Faszination aus. Nicht umsonst finden wir Bernsteinperlen oder Amulette in jungsteinzeitlichen Gräbern und sogar im Grab von Tutanchamun fand sich ein Skarabäus aus baltischem Bernstein. Als Handelsgut sorgte der Bernstein vor 3500 Jahren für die Mobilität der Menschen in der Bronzezeit – und das auf einer Route zwischen der Ostsee und dem Nil, die sich auf 5000 km erstreckte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass in der Mythologie diverse Erklärungsversuche für die Entstehung von Bernstein zu finden sind.

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Bernsteinausstellung

Anläßlich des verkaufsoffenen Sonntags
„Kerzen an !“  am 30.10.2022
haben wir von 13:00 Uhr- 18:00 Uhr geöffnet.
Wir laden besonders zu der
Bernstein Sonderausstellung ein.

Bernsteinausstellung

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert vom 30.10.2022 bis zum 20.12.2022 eine Sonderausstellung zum Thema Bernstein.
Wer mehr über Bernsteine erfahren will oder schauen will, ob er die Faszination teilen kann, sollte vom 30.10.- 20.12.2022 im Mineralienmuseum Mettingen vorbeischauen. Sie sind herzlich willkommen.

Stein des Monats Oktober 2022, der Opal.

Das Mettinger Mineralienmuseum stellt vor: Stein des Monats Oktober 2022: Opal.
Über den Ursprung der Namensgebung des Steins des Monats Oktober gibt es unterschiedliche Auffassungen. Nach einer Quelle soll sich der Name aus dem altindischen Sanskritwort „upala“, was soviel wie „edler Stein“ heißt, ableiten. Späteren Auffassungen zufolge, könnte der Name auch aus dem lateinischen Wort „opalus“ hergeleitet worden sein, welches wiederum vom Griechischen „opallios“ abstammt. Der Name Opal würde dann für „eine Veränderung sehen“ stehen. Eine andere mögliche Ableitung stammt ebenfalls aus dem Griechischen. Das Wort„ophtalmios“ wird mit „Augenstein“ übersetzt. D er Opal als Schmuckstein ist schon seit 500 v. Chr.bekannt. Er faszinierte die Menschen und war einer der ersten Steine, die zu Schmucksteinen verarbeitet wurden. In den Legenden wird erzählt, dass die Götter im Edelopal ein Abbild der Schönheit aller Edelsteine sahen.
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Stein des Monats September 2022: Aventurin

Das Mettinger Mineralienmuseum stellt vor:
Stein des Monats September 2022: Aventurin.
Der Name des Aventurin leitet sich vom Italienischen „a ventura“ ab und heißt übersetzt so viel wie „ auf gut Glück “ oder „der zufällig gefundene Stein“. Der Namensursprung soll auf die Glasherstellung in Murano bei Venedig zurückgehen, wo Glasmacher zu Beginn des 17. Jahrhunderts zufällig ein metallisch schimmerndes, undurchsichtiges, farbiges Glas, das sie Aventuringlas nannten und das zur Herstellung künstlicher Edelsteine gedacht war, erzeugten. Als man im 18. Jahrhundert ähnlich aussehende Quarz-Varietäten fand, benannte man sie nach dem venezianischen Glas. Aventurin gibt es in den Farben grün, grau-blau und rotbraun bis golden. Er ist ein Quarz aus der Mineralklasse der Oxide, Der Stein hat die Mohshärte 5,5 – 7, je nach den eingewachsenen Mineralien, und ist damit ideal für die Schmuckherstellung. Der Quarz an sich ist weißlich-grau, aber wenn die Einschlüsse grün durch die Mineralart Fuchsit sind, erscheint der ganze Stein grün. Es gibt auch rötliche Aventurine, die Mineralieneinlagerungen von Hämatit oder Goethit haben und blaugraue Aventurine für deren Farbe Einlagerungen von Krokydolith und Rutilfasern verantwortlich zeichnen. Der Aventurin ist ein derber Quarz mit eingelagerten kleinen Glimmerschuppen. Wenn man den Stein näher betrachtet, kann man kleine Flecken, Linien und dünne funkelnde Flocken innerhalb des Steines erkennen. Der Aventurin ist in seiner Farbe nicht gleichmäßig – manche Teile sind dunkler, manche sind heller. Der Grund dafür ist die unregelmäßige Verteilung der Einschlüsse im Stein. An den Stellen, wo viele Einlagerungen sind, erhält der Stein eine reiche satte Farbe und an den Stellen, wo wenig Glimmerschuppen eingeschlossen sind, ist die Farbe eher blass.

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Neue Fossilienausstellung im Mettinger Mineralienmuseum

Vom Ammonit zur Wasserwaage
Neue Fossilienausstellung im Mettinger Mineralienmuseum.

Neben der umfangreichen Mineraliensammlung hat das Mineralienmuseum Mettingen durch einen Nachlass eine umfangreiche Fossiliensammlung neu im Bestand. Ein Großteil der Funde stammt aus der Region Tecklenburg – Ledde.
Wer schon immer wissen wollte, welche Tiere zu Zeiten der Dinosaurier hier gelebt haben, was es mit Donnerkeilen auf sich hat oder was Wasserwaagen sind und wie sie entstehen, kann im Rahmen der neuen Ausstellung im Mettinger Mineralienmuseum mehr darüber erfahren.
Ammoniten gehören zu den bekanntesten Fossilien überhaupt. Sie haben 350 Mio Jahre lang die Weltmeere beherrscht bis sie in der Kreidezeit ausstarben. Man findet sie in Größen von wenigen Millimetern bis zu 2,5 Metern Durchmesser. Sie entwickelten zum Teil bizarre Gehäuse, die häufig eine sehr schöne Ornamentierung mit Höckern, Rippen, Kielen oder Stacheln aufweisen. Aufgrund der Schönheit, Artenvielfalt und Häufigkeit sind sie bei vielen Fossiliensammlern beliebt und begehrt. Wie sie zu ihrem Namen kamen, erfahrt ihr bei uns im Museum.
Habt Ihr schon einen Donnerkeil gesehen oder selbst einen Donnerkeil am Ostseestrand gefunden? Sie zählen zu den häufigsten Fossilien überhaupt. Die fingerförmigen bräunlichen Gebilde, die auch Teufelsfinger genannt werden, sind Reste von Tintenfischen, die aussahen wie heute Kalmare. Die kleinsten von ihnen maßen nur wenige Zentimeter. Es gab aber auch sehr große Belemniten, deren Körper bis zu 3 Meter lang werden konnten. Wer wissen will, wie sie zu ihrem Namen kamen und welche Rolle germanische Gottheiten dabei spielten, ist bei uns im Museum richtig.
Seeigel lebten in großer Zahl auf dem Boden des Kreidemeeres. Manche waren nur wenige Millimeter groß, andere fast doppelt faustgroß. Aus einigen entwickelten sich sog. Fossile Wasserwaagen. Neugierig wie sie aussehen? Dann kommt und besucht uns.

Der Maus- Türöffnertag am 03.10.2022 an dem sich das Mineralienmuseum Mettingen gemeinsam mit der Firma Salzling, Christine Beck, beteiligt, ist in diesem Jahr unserem neuen Ausstellungsteil gewidmet. Anmeldungen sind unter die-maus.de möglich. Wir freuen uns auf Sie Euch.

Stein des Monats August 2022 der Sardonyx

Das Mettinger Mineralienmuseum stellt vor: Stein des Monats August 2022: Sardonyx.
Der Name “Sardonyx“ setzt sich aus ‚Sarder‘ und ‚Onyx‘ zusammen. Im Mittelalter war Sarder ein Begriff für braunen Karneol. Er wurde nach dem kleinasiatischen Hafen Sardes benannt, von wo aus der Stein in das antike Griechenland ausgeführt wurde. Onyx bezeichnete in der Antike gebänderte, im Mittelalter speziell schwarz-weiße Steine und bedeutet „Fingernagel“ auf griechisch, eine Anspielung auf Erscheinungsbild und Wirkung des antiken Steins. Das Aussehen des Sardonyx ist schwarz, braun mit hellen bis weißen streifigen Einschlüssen. Der Sardonyx gehört als Chalcedon zu den Quarzen und damit zur Mineralklasse der Oxide. Seine Härte auf der Mohs´schen Härteskala beträgt 6,5 – 7. Sardonyx entsteht magmatisch aus Kieselsäurelösungen, die durch Eisen- und Manganoxid schwarz gefärbt werden, und ursächlich für das Entstehen der schwarzen Onyxschicht sind. Erfolgt die Färbung der Kieselsäurelösung allein durch Eisenoxide entsteht die rote oder braune Karneolschicht. Die weiße Chalcedonschicht ist vollkommen rein, ohne jegliche Fremdstoffe. Nach dem langsamen Austrocknen der Kieselsäure kristallisiert diese lagenweise in Spalten und Hohlräumen von Vulkangestein. Der Sardonyx wurde schon bei den alten Griechen und Römern erwähnt. Die Soldaten nahmen ihn mit in die Schlacht, damit er ihnen Tapferkeit und den Sieg beschere. Bis ins Mittelalter galt er als Stein der Fülle, Tugend, Furchtlosigkeit und Beredsamkeit. Ferner wurde ihm nachgesagt, dass er Verstand und Vernunft verleihe. Als klassischer Schmuckstein wurde er bereits von den Römern zu Schmuckstücken und Kameen verarbeitet. Unter Kamee versteht man ein durch Gravur erhabenes Relief aus einem Schmuckstein. Aufgrund der Mehrfarbigkeit des Sardonyx eignet sich dieser Stein hervorragend für die Herstellung von Kameen. Besonders berühmt ist die Sardonyxkamee mit dem Bildnis des römischen Kaisers Claudius. Die Zarin Katharina die Große und König Friedrich II. von Preußen waren begeisterte Sammler dieser Schmuckstücke.

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Stein des Monats Juli 2022

Das Mettinger Mineralienmuseum stellt vor:
Stein des Monats Juli 2022: Rubin.
Der Name Rubin kommt aus dem Lateinischen und leitet sich von dem Wort „ruber“ für Rot ab. Gemeinsam mit dem Diamant, dem Smaragd und dem Saphir bildet der Rubin das Quartett der „Big Four“ in der Welt der Edelsteine. Der Rubin ist von der chemischen Zusammensetzung her ein Vertreter der Mineralklasse der Oxide und eine Varietät der Korund- Gruppe, zu der auch der Saphir gehört. Mit einer Mohshärte von 9 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem deutschen Mineralogen Carl Friedrich Christian Mohs zählt er zu den sehr harten Mineralien. Nur Diamanten sind noch härter als Rubine. Rubine sind Mineralien metamorphen Ursprungs, die im Zuge der Gesteinsmetamorphose entstehen. Die Entstehungsbedingungen sind etwa während der Gebirgsbildung und bei anderen tektonischen Aktivitäten durch Magma, das aus dem Erdinneren aufsteigt, gegeben. Als Muttergesteine von Rubinen sind insbesondere Schiefer und Marmor zu nennen. Bedingt durch die Härte und die Verwitterungsstabilität des Minerals sind Rubine gelegentlich auch in Sedimentgesteinen zu finden. Der Rubin kristallisiert nach dem trigonalen Kristallsystem. Die Kristalle sind pyramidal, tafel- und säulenförmig. Die Aggregate des roten Minerals fein- oder grobkörnig, spätig oder derb. Seinen Farbenreichtum verdankt der Rubin den Spurenelementen Chrom, Eisen und Titan. Das Mineral Korund produziert daraus allochromatische, also fremdgefärbte Edelsteine. Der Rubin wird seit jeher für sein unerschöpfliches Feuerwerk der Farben geschätzt. Es gibt ihn vom satten Purpur bis hin zu einem sogenannten Taubenblutrot (ein Rot mit einem Hauch von Blau), das die begehrteste Farbe von Rubinen darstellt.
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