Stein des Monats Oktober Stromatolith 2026

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:
Stein des Monats Oktober: Stromatolith

Stromatolithen gehören zu den ältesten Spuren des Lebens auf der Erde und existieren seit über 3,5 Milliarden Jahren. Sie werden als die ersten erkennbar durch Organismen aufgebauten Gebilde angesehen und gelten als lebende Fossilien. Der Name Stromatolith leitet sich vom griechischen Wort „stroma“ , zu deutsch „Decke“ und „lithos“ für „Stein“ ab und wird mit „Lagenstein“ übersetzt. Die Benennung erfolgte auf der Grundlage von Untersuchungen im deutschen Buntsandstein der unteren Trias-Zeit 1908 durch den Geologen und Direktor des Museums für Mineralogie und Geologie Dresden, Ernst Kalkowsky. Die Auffassung, daß „ Algen „ bzw. „Mikroben“ an der Entstehung der Stromatolithe beteiligt sind, wurde dann später durch weitere Forschungen bestätigt. Stromatolithen entstehen, wenn Blaualgen ( Cyanobakterien) schleimige Mikrobenmatten im Wasser bilden, die Sedimentpartikel einfangen und an sich binden. Durch ihren Stoffwechsel scheiden die Blaualgen Kalk aus, der sich in feinen Schichten ablagert.Durch Stoffwechsel-Aktivitäten gibt es aber auch eine direkte Mineralisation der Karbonate. Stromatolithe sind Sedimentgesteine. Sie bestehen aus feinen Lagen, Knollen oder Säulen. Die innere Struktur der Stromatolithen ist verschieden: flache, ebene Schichten, nach oben gewölbte Schichten oder auch mehrere gewölbte Schichtpakete nebeneinander, die wie Säulen wirken. Durch die Anhäufung gebundenen Sediments und/oder ausgefällten Kalks werden die Mikroorganismen eingeschlossen und bedeckt. Sie wachsen jedoch ständig durch Längenwachstum bzw. Vermehrung in die Höhe, so dass die Mikrobenmatte an der Basis zwar inaktiv wird und abstirbt, jedoch nach oben sich das Wachstum fortsetzt.Die Gründe für die Schichtung sind vielfältig und noch nicht vollständig erforscht. Als Ursache kommen unter anderem täglicher Sonnenrhythmus und saisonaler Wechsel der chemischen Beschaffenheit des Wassers in Betracht.

In manchen Zeitabschnitten der Erdgeschichte – weit vor den Korallen – waren die Stromatolithen Bildner wichtige Riffe. Bis vor einer Milliarde Jahren waren sie in fast allen Küstengewässern stark verbreitet. Vor 700 Millionen Jahren gingen Vielfalt und Verbreitung der Stromatolithen zurück. Sehr selten wurden Stromatolithen vor 450 Millionen Jahren.

Stromapolithen gelten als frühe Pioniere der Photosynthese, da sie die ursprünglich sauerstofffreie Erdatmosphäre mit Sauerstoff anreicherten. Damit schufen sie biologische Voraussetzungen für höheres, sauerstoffabhängigeres Leben. Sie können Hinweise dafür liefern, wie sich das Leben von sehr einfachen zu komplexen Formen entwickelt hat.Die meisten Stromapolithen sind fossil, es gibt aber auch heute noch lebende Vorkommen, so zum Beispiel in der Shark Bay in Westaustralien.

Heute finden sich durch Cyanobakterien im Aufbau befindliche Stromatolithe nur noch in wenigen ökologischen Nischen, die meist durch erhöhte Salzgehalte gekennzeichnet sind, also in Lagunen oder kontinentalen Salz- und Sodaseen. Beispiele sind der Solar- Lake in Ägypten, in Australien die Hamelin Pools in der Shark Bay, in Brasilien Lagoa Salgada in der Nähe von Rio de Janeiro oder im Yellowstone National Park in den USA .Die Mikrobenmatten, durch die diese Stromatolithen gebildet werden, können wegen des extremen Salzgehalts des Wassers, der etwa doppelt so hoch ist wie im offenen Ozean, überdauern, weil etwaige abweidende Tiere (beispielsweise Schnecken) durch die hohe Salzkonzentration ferngehalten werden. Unter diesen extremen Bedingungen gibt es keine natürlichen Feinde.

Die Stromatolithen des Hamelin Pools nahe der Shark Bay in Australien wachsen sehr langsam, maximal 1 cm in etwa 30 Jahren. Gebilde von etwa 1 m Höhe sind somit knapp 3000 Jahre alt. Vergesellschaftet mit Stromatolithen findet man hier gigantische Vorkommen von sogenannten Bändereisenerzen, die die größten Eisenerzvorkommen der Erde darstellen. Genau wie bei Stromatolithen ist auch für Bändereisenerze eine Entstehung unter Mitwirkung von Bakterien wahrscheinlich.

Stromatolithe sind beeindruckende Zeugen des frühen Lebens auf der Erde, lange bevor sich höhere, vielzellige Organismen entwickelten. Schaut man heute ehrfürchtig auf diese uralten Gesteine und versucht sich diese Welt, dominiert von schleimigen Mikrobenmatten, vorzustellen, sollte man nicht zu sehr in die Tiefe gehen, sondern sich Stromatolithe eher als Fenster in eine längst vergangene Zeit vorstellen.

 

Stein des Monats September Howlith

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:
Stein des Monats September: Howlith

Hart aber herzlich, könnte man meinen, wenn man diese beiden Vertreter betrachtet. Original und Fälschung würde es besser treffen.

Wir haben es hier mit einem Stein namens Howlith zu tun. Der Howlith ist ein eher seltener Naturstein, dessen Herkunft und Hauptabbaugebiete in der Mohave- Wüste Nordamerikas und in Kanada liegen. Erstmals gefunden wurde Howlith in Brookville bei Windsor in Kanada im Jahre 1868 durch Bergarbeiter beim Abbau von Gips. Der kanadischen Chemiker, Geologen und Mineralogen Henry How (1828–1879),der am dortigen College lehrte und dem man das neue Gestein, das den Abbau erschwerte, vorlegte, benannte es Silico-Boro-Calcit. James Dwight Dana, ein amerikanischer Geologe und Mineraloge, der alle bis dahin bekannten Mineralien in einem Buch beschrieb, nannte das neue Mineral zu Ehren Henry Hows kurze Zeit später dann Howlith.

Howlith besteht chemisch aus Silizium, Bor und Kalzium. Das Mineral bildet sich in salzhaltigen Meeresbecken oder abflusslosen Ablagerungen von Binnenseen, in denen durch starke Verdunstung mineralreiches Wasser zurückbleibt. Durch vulkanische Aktivitäten gelangt borathaltiges Wasser oder Vulkanasche in diese Becken. Die Elemente Calcium, Bor, Silizium und Sauerstoff reagieren im Wasser miteinander. Durch den Druck nachfolgender Sedimentschichten sowie Temperaturwechsel kristallisieren die Boratschichten im Laufe der Zeit aus. Howlith entwickelt meist knollige, nierige und massige Aggregate, die entweder farblos oder weiß bis beigefarben sind und bricht muschelig ähnlich wie Glas.

Weltweit konnte Howlith bisher an über 30 Fundorten nachgewiesen werden. Neben Nordamerika und Kanada findet man ihn in Brasilien und Südafrika. Weitere Fundorte gibt es in Kohnstein und Rehden in Deutschland, in der Türkei und auch in der Slowakei ist Howlith zu finden.

Der Stein ist meist schneeweiß mit grauen, schwarzen oder dunkelbraunen Adern durchzogen. Das Weiß des Howlith erinnert an Marmor. Die Äderung an die begehrte Matrix von Türkis. Es handelt sich um ein weiches Borat- Mineral, das oft als Schmuckstein oder blau eingefärbt als Türkis- Imitation Verwendung findet, da Howlith dem Türkis erstaunlich ähnlich ist. Hierfür wird der poröse Howlith in blaue Farbe gelegt, die ihn anschließend wie einen echten Türkis aussehen läßt. Howlith wird ausschließlich zu Schmucksteinen und geschnitzten Dekorationsgegenständen verarbeitet. Der Stein steht für eine ruhige Optik und moderne Eleganz. Seine natürliche Zeichnung macht den Stein vor allem attraktiv für puristische und minimalistische Schmuckdesigns.

Mit einer Mohshärte von 3,5 ist der Stein sehr weich. Seine Bearbeitung setzt eine große Fingerfertigkeit voraus. Danach wird eine spezielle Schutzschicht aus Harz oder Kunststoff auf den Howlith aufgetragen, die ihn vor Beschädigungen schützt.

Eine Unterscheidung, ob ein echter Türkis oder ein gefärbter Howlith vorliegt, gelingt anhand der unterschiedlichen Härtegrade und Farbtöne, da das Howlith blau heller ist. Edelsteinhändler verkaufen gefärbten blauen Howlith oft als „Turquenit“.Neben Türkis werden auf diese Weise durch die Beigabe von dunkelblauer Farbe auch Lapislazuli und durch rote Farbe auch Koralle imitiert. Durch das Aufbringen einer Harzschicht nach dem Färben werden die Farben versiegelt und überdeckt und so die Haltbarkeit erhöht. Achtung, Schmuckkauf ist Vertrauenssache !

In der Esoterik gilt Howlith als Stein des Wohlbefindens, der Entspannung, Ruhe und Geduld vermittelt. Angeblich soll er die Urteilsfähigkeit und das Gedächtnis stärken,Wutausbrüche und Streß mindern, negative Energien neutralisieren und Blockaden lösen. Als erdender Stein sagt man ihm nach Kopfschmerzen und Migräne zu lindern und das Gleichgewicht zu verbessern. Außerdem soll er gegen Schlaflosigkeit wirken und helfen den Kalziumspiegel auszugleichen. Für die vorgenannten psychischen und körperlichen Wirkungen gibt es allerdings bislang keine wissenschaftlichen Belege.

Stein des Monats August Gold 2026

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:
Edelmetall des Monats August: Gold

Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles, wußte schon Johann Wolfgang von Goethe, der diese Erkenntnis in Faust I durch Margarethe der Leserschaft kund tat.

Ob als Medaille bei den Olympischen Spielen, in Form von Barren als Kapitalanlage oder als Goldschmuck, Gold ist auch heute noch, und nicht nur als Zahngold, in aller Munde.Der Name Gold leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort Golt ab. Als Ursprung vermutet man die indogermanische Wurzel gelb.

Gold ist ein seltenes in der Erdkruste gediegen vorkommendes Edelmetall. Es ist außerordentlich widerstandsfähig, korrodiert nicht, ist relativ schwer und sehr gut verformbar.

Bereits seit der Antike ist Gold als Symbol für Reichtum und Macht den Menschen bekannt.Viele Kriege und Raubzüge sind auf die Gier nach Gold zurückzuführen Vor allem in Form von Goldmünzen spielte Gold eine große Rolle.

Gold war eines der ersten Metalle, das von Menschen verarbeitet wurde. Die auffallend glänzend gelbe Farbe sorgte für Funde in der Natur. Die Goldbearbeitung ist seit der frühen Kupferzeit nachgewiesen.

Leichte Legierbarkeit und moderate Schmelztemperatur machten Gold zum begehrtesten Material der Erde. Seine Schönheit, seine Stabilität und seine Seltenheit machten Gold so wertvoll.

Die ältesten bislang bekannten Gegenstände aus Gold stammen aus der Kupferzeit. Im Gräberfeld von Warna (Bulgarien) wurden insgesamt etwa 3000 goldene Objekte als Grabbeigaben gefunden.In Mittel- und Nordeuropa traten goldene Gegenstände erst im dritten Jahrtausend v. Chr. vor allem in der Glockenbecherkultur als Grabbeigaben auf, Berühmtes Beispiel aus der Bronzezeit sind die Goldauflagen der Himmelsscheibe von Nebra, Die alten Ägypter beuteten Vorkommen in Oberägypten und Nubien aus. Die Römer nutzten Fundstätten in Kleinasien, Spanien, Rumänien und Germanien.Im europäischen Mittelalter wurde Gold durch Goldwäscherei (aus dem Rhein, aus dem Schwarzwald- und aus Alpenflüssen) oder im Bergbau gewonnen.Die Goldgewinnung in Europa war aber insgesamt unergiebig.Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Alchemisten versuchten sich in der Goldherstellung u.a. durch Vermischung von „sauberem“ Schwefel und Quecksilber. In Prag gibt es noch heute das Goldene Gässchen, das seinen Namen den dort angesiedelten Alchemisten verdankt. Die Israeliten erschufen ein Goldenes Kalb als Götzenbild, während Mose die zehn Gebote empfing. Im neuen Testament dient Gold neben Weihrauch und Myrrhe als Geschenk der Weisen aus dem Morgenland für den neugeborenen Jesus. In der Heilkunde wurde Gold unter anderem als Arzneimittel gegen die Epilepsie eingesetzt.

Das meiste Gold wird in Flußsanden in Form von Körnern oder Plättchen gefunden- Nuggets sind sehr selten.Kleinste Goldfunde reichten in Amerika schon aus, um einen Goldrausch auszulösen. Beispiele hierfür sind der kalifornische Goldrausch im Jahre 1849 und der Goldrausch 1897 am Klondike River in Alaska. Als Fundorte für Mega-Funde gelten die USA, Kanada, Brasilien und allen voran Australien. Dort wurde 2018 ein bislang unbenanntes Gold- Nugget mit 95 Kilogramm gefunden.

Aber auch das australische „Welcome Stranger“-Nugget (72 Kilogramm) oder das berühmte brasilianische „Pepita Canaã“ (60,6 Kilogramm) zeigen, welche Dimensionen bei Goldfunden möglich sind.

In Deutschland zieht das sagenumwobene „Rheingold“ seit Jahren Interessierte an. Experten gehen davon aus, daß im Rheinsand zwischen Basel und Mannheim circa 500 Tonnen Gold schlummern, Es handelt sich dabei allerdings fast ausschließlich um winzige Millimeter kleine „Flitter“, die mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmbar sind.

Wer sein Glück versuchen will: Goldwäscherkurse werden u.a. im Schwarzwald in Bad Herrenalb in der Alb und im Thüringer Wald in Bad Blankenburg sowie vom Deutschen Goldmuseum Theuern angeboten.

Rund die Hälfte des am Markt gehandelten Goldes wird zu Schmuck verarbeitet, etwa ein Drittel wird von institutionellen und privaten Investoren erworben, 9 % werden in der Industrie einschließlich Zahntechnik verwendet. Die Aufkäufe durch Zentralbanken haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

Der Einsatzbereich von Gold hat sich der Zeit angepaßt. So wird Gold u.a. für Astronautenvisiere verwandt, die eine Goldauflage erhalten, um gegen grelle Sonnenstrahlung und Hitze geschützt zu sein. Satelliten werden mit Goldfolie umhüllt zwecks Abschirmung kosmischer Strahlung.

Auch bei der Zubereitung von Speisen wird Gold verwendet. In Form von Blattgold und Blattgoldflocken dient es zum Vergolden von Speisen, Beispiele sind Überzüge von Süßwaren und zur Verzierung von Pralinen. Vergoldete Steaks werden in Dubai angeboten. In Getränken wird es für Danziger Goldwasser verwendet. Metallisches Gold gilt als ungiftig, reichert sich im Körper nicht an und wird mit dem Rest der verdauten Nahrung wieder ausgeschieden. Gold ist damit in der Nahrung nur ein Hingucker und mehr nicht.

Stein des Monats Juli Silber 2026

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:
Stein des Monats Juli: Silber

Woher Silber, das auch als Metall der Könige bekannt ist, seinen Namen bekam, war lange Zeit umstritten. Einige Forscher sahen die germanische Wurzel „silubra“ als Ursprung an, aus der sich neben dem englischen „silver“ auch die Wörter der baskischen und slawischen Sprache für Silber ableiten. Im 19. Jahrhundert gab es eine Theorie, die auf das in Homers Ilias beschriebene sagenhafte Land Alybe hindeutete. Demnach könnte das Wort Silber aus einer orientalischen Sprache stammen, abgeleitet von der semitischen Wurzel ṢRP im Sinne von „veredeln“ oder „legieren“. In den meisten indoeuropäischen Sprachen geht das Wort für Silber auf die Wurzel arg zurück. Das lateinische Wort für Silber lautet „argentum” . Welche Bedeutung Silber für die Menschen hatte, mag man daran erkennen, dass das Land Argentinien nach dem Silber benannt wurde, von dem die Europäer annahmen, es dort zu finden. Es ist damit übrigens das einzige nach einem chemischen Element benannte Land der Welt.

Silber gehört zu den Edelmetallen.Es ist ein hellgraues, weiches, gut verformbares Schwermetall, dass die höchste elektrischen Leitfähigkeit aller Elemente und die höchste thermische Leitfähigkeit aller Metalle besitzt. Silber reflektiert zudem das Licht besser als jedes andere Metall. Es kommt in der Natur als gediegenes Silber in Gestalt von Körnern und als drahtig verästeltes Geflecht in hydrothermal gebildeten Erzgängen vor. Das meiste Silber wird heute aus Silbererzen gewonnen.Die größten Vorkommen befinden sich aktuell in Mexiko, den USA und Kanada sowie in Peru und Bolivien.

Bereits seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. wurde Silber von Menschen verarbeitet. Ob Assyrer, Goten, Griechen, Römer oder Ägypter und Germanen, alle schätzten und nutzen Silber. Zeitweise war es wertvoller als Gold. Das Silber stammte damals aus den Minen in Laurion, die etwa 50 Kilometer südlich von Athen lagen.

Bei den alten Ägyptern war Silber als Mondmetall bekannt. Auch in der Alchemie steht der Mond für Silber. Alchemisten des Spätmittelalters nahmen an, dass das Silber durch Vermischung von Schwefel und Quecksilber, (lateinisch „Argentum vivum“ für „lebendiges Silber“) entsteht.

Im Mittelalter wurden in Deutschland Silbererzvorkommen im Harz (Goslar), in Sachsen (Freiberg und im übrigen Erzgebirge), sowie im Südschwarzwald (Schauinsland, Belchen, Münstertal, Feldberg) entdeckt.

Größter Silberproduzent im Mittelalter war übrigens Schwaz. Das Silberbergwerk in Tirol galt als „Mutter aller Bergwerke“ und war das größte Silberbergwerk des Spätmittelalters, Bis zu 80% des damaligen Silbers kam aus den Stollen der Schwazer Knappen. Die Besichtigung des Besucherbergwerks bietet für Besucher auch heute noch eine spannende Reise in die Geschichte des Silberbergbaus.

Später brachten die Spanier große Mengen von Silber aus Amerika nach Europa, unter anderem aus der sagenumwobenen Mine von Potosí. Auch Japan war ab dem 16. Jahrhundert Silberexporteur.

Da nach 1870 vorwiegend Gold als Währungsmetall verwendet wurde, verlor Silber seine wirtschaftliche Bedeutung.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde rostfreier Stahl entwickelt, der aufgrund seiner Gebrauchsfreundlichkeit und des attraktiven Preises nach dem Ersten Weltkrieg in die Einsatzbereiche des Silbers vordrang. Servierplatten, Bestecke, Leuchter und Küchengeräte waren nun nicht mehr aus Silber sondern aus rostfreiem Stahl. Gegenläufig dazu entwickelte sich der Bereich Fotografie und Fotochemie unter Verwendung der Silbersalze während des ganzen 20. Jahrhunderts, verlor aber Ende der 90er Jahre im Zuge der Umstellung auf die digitale Abbildungstechnik an Bedeutung. Silber kommt heute unter anderem in der Elektronik & Elektrotechnik, in der Solarindustrie sowie in der Automobilbranche, in der Medizintechnik und in der Optik und Chemie zum Einsatz. Außerdem ist Silberschmuck weiterhin äusserst beliebt. Da Silber getrieben und zu feinen Blechen verarbeitet werden kann ohne zu reißen, entstanden und entstehen auch heute noch die schönsten Schmuckstücke aus diesem Metall.

Unabhängig von technischen Entwicklungen ist die Silbernachfrage weltweit steigend. Die Fördermenge hat sich seit dem 2. Weltkrieg mehr als verdoppelt.

Nach Berechnungen des Frauenhofer- Instituts und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sollen die heute bekannten Silbervorräte in ca. 29 Jahren erschöpft sein.

Stein des Monats Juni Kupfer 2026

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:
Stein des Monats Juni: Kupfer

Der Name Kupfer, lateinisch cuprum, leitet sich vom lateinischen aes cyprium „Erz von der griechischen Insel Zypern“ ab, da die Römer im Altertum ihr Kupfer vor allem von der Insel
Zypern bezogen, Kupfer ist ein Metall, das in der Natur in Reinform vorkommt. Seine rote, metallisch glänzende Farbe sorgte für die sehr frühe Entdeckung. Es ist biegsam, leicht zu bearbeiten und wurde bereits von den ältesten bekannten Kulturen vor etwa 10.000 Jahren verwandt. Die Zeit vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis zum 3. Jahrtausend v. Chr. wird je nach Region auch als
Kupferzeit bezeichnet. Kupfer bildet sich meist in basaltischen Laven entweder in Form von „kupferroten“, metallisch glänzenden Nuggets, die aus der Schmelze erstarrt sind oder in
verzweigten Strukturen, so genannten Dendriten. In Jordanien bestand schon um 4.000 v. Chr. eine Massenproduktionsstätte von Kupfer. Ab dem frühen dritten Jahrtausend legierte man Kupfer mit
Zinn und Bleianteilen zu Bronze. Diese härtere und technisch widerstandsfähigere Legierung wurde zum Namensgeber der Bronzezeit. Aus Bronze schmiedete man Helme, Schwerter und
Sperrspitzen. Auch die Himmelsscheibe von Nebra, eine 3600 Jahre alte Himmelsdarstellung, besteht aus Bronze. Das Römische Reich ( 509 v. Chr. bis 1453 n. Chr. ) galt als größter
vorindustrieller Kupferhersteller und Verarbeiter.
Im 17. und 18. Jahrhundert war die Herstellung von Kupferstichen weit verbreitet, um Gemälde und Illustrationen zu drucken und zu vervielfältigen, Dafür wurde das Motiv in eine Metallplatte
geritzt und Farbe aufgetragen und dann die Platte auf Papier gepresst. Das Ergebnis war die Kopie eines Originals. Aus diesem Handwerk stammt das Verb heute noch benutzte Verb „abkupfern“, das umgangssprachlich für unerlaubtes Kopieren, Imitieren oder Nachahmen steht. Der weltweit größte Kupferbrocken stammt aus Michigan in den USA, wurde 1857 gefunden und wog 420t. Sein Gewicht entspricht dem Gewicht von 42 LKW´s.

Die Freiheitsstatue von New York wurde von französischen Kunsthandwerkern hergestellt und besteht aus 91 Tonnen Kupfer. Sie ist damit die größte Kupferstatue der Welt. Die natürliche, grüne Patina schützt sie vor der Korrosion. Das erste verhüttete Kupfermineral war Malachit. Das Erz Cuprit enthält zwar mehr Kupfer, läßt sich aber schlechter verarbeiten. Heute ist Chalkopyrit das wichtigste Kupfererz. Der Kupfergehalt ist zwar deutlich niedriger aber die Abbaustätten sind so riesig, dass sich der Abbau trotzdem lohnt. Kupfer leitet Strom und Wärme sehr gut. Diese Eigenschaften machen das Metall unverzichtbar für die Industrie. Vor allem in der Elektronik kann nicht darauf verzichtet werden und es ist praktisch in jedem elektrischen Gerät zu finden. Darüber hinaus findet es auch als Münzmetall Verwendung. Auch in der Chemie sind Kupferverbindungen von großer Bedeutung. Sehr bekannt ist Kupfersulfat als chemischer Katalysator, der in Schwimmbädern als Algenschutzmittel genutzt wird. Weitere Verwendung findet Kupfersulfat als Pflanzenschutzmittel gegen Pilzbefall. Im Bauwesen werden Kupferrohre und Kabel aber auch Kupferblech zur Dachbedeckung und für Dachrinnen bei Gebäuden genutzt.

Kupfer hat die Eigenschaft im Laufe von mehreren Jahrzehnten zu korrodieren. Dabei entsteht eine dünne Patina die mit fortschreitendem Alter einen grünen Farbton annimmt. Chemisch betrachtet reagiert es mit dem Sauerstoff in der Luft und den Mineralien und dem Wasser von Niederschlägen. und verleiht so den Dächern sein typisches Erscheinungsbild.

Die NASA sendete 1977 zwei vergoldete Kupferschallplatten mit Bildern und Klängen von der Erde ins All. Die Platten enthalten 115 Bilder, Grüße in 55 Sprachen und eine Vielzahl von Naturgeräuschen wie Regen, Donner, Brandung, Vögel und Wale. Sie sollen Außerirdischen oder zukünftigen Raumfahrenden die Geschichte unserer Welt vermitteln. Die Kupferscheiben wurden
so konzipiert, dass ihre Daten eine Milliarde Jahre lang intakt bleiben – wahrscheinlich länger als die Menschheit selbst existieren wird. Auch für unseren täglichen Begleiter, das Smartphone, ist Kupfer unentbehrlich. Zu 10- 15 % besteht es aus Kupfer. Verbaut ist Kupfer in der Leiterplatine sowie diversen Drähten und Verbindungen. Kupfer sorgt also dafür, dass das Handy richtig funktioniert.

Wer eine Vorliebe für Kriminalfälle hat, wird bei der täglichen Zeitungslektüre feststellen, das angesichts hoher und vermutlich noch steigender Kupferpreise die Kupferdiebstähle massiv zugenommen haben.

Stein des Monats Platin Mai 2026

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert: Stein des Monats Mai: Platin

Platin verdankt seinen Namen der grau- weissen Farbe, die an Silber erinnert. Der Name Platin leitet sich vom spanischen „Platina“ ab, einer Verkleinerungsform von „ plata“ = Silber. Platin kann wie Gold als Nugget, in Plättchen oder Kügelchen vorkommen. Häufig findet man es aber auch zusammen mit Eisen, Nickel und anderen Metallen. Platin ist ein natürliches weißes Edelmetall, was es für die Schmuckindustrie besonders begehrenswert macht. Es hat eine sehr hohe Dichte und ist 40 bis 60 % schwerer als Gold bei gleichem Volumen. Der Schmelzpunkt bei Platin liegt bei 1768 Grad Celsius, während Gold bereits bei 1064 Grad Celsius schmilzt. Platin ist besonders langlebig, und widersteht problemlos äußeren Einflüssen wie Chemikalien oder Säuren. Außerdem ist es abriebfest und nutzt sich im Gebrauch kaum ab.
Obwohl Platin seit Jahrhunderten bekannt war, blieb es unbenannt bis um das Jahr 1500 spanische Konquistadoren es in Kolumbien bei der Goldsuche entdeckten.
Im alten Ägypten verwandte man Platin zusammen mit Gold zunächst zur Verzierung der Sarkopharge. Bereits um 3000 vor Chr. wurde Platin auch für die Schmuckherstellung eingesetzt. Altägyptischen Schmuck, der 1895 entdeckt wurde, enthielt bereits kleine Mengen von Platin und belegt dies eindrucksvoll. Auch die Inkas kannten Platin und stellten ebenfalls Schmuckstücke daraus her.
Der Siegeszug von Platin begann deutlich später, als der von Gold und Silber. Erst mit der Eroberung von Amerika durch Christoph Kolumbus, Ende des 15. Jahrhunderts, wurde Platin deutlich bekannter. Damals bewertete man, die beim Goldwaschen gefundenen hellgrauen Platinkörnchen, abwertend als unreifes Gold und warf sie sogar zurück in die Flüsse. Da die Platinkörnchen aufgrund des hohen Schmerzpunktes nur schwer zu verarbeiten sind und das Gold „verunreinigen“, wurde das Material nicht gerade sehr hoch geschätzt. Sein Wert ist darum gering. Später verwandte man Platin wegen des vergleichbaren Gewichts zur Fälschung von Gold. Die spanische Regierung erließ, um Fälschungen und Schmuggel zu verhindern, sogar ein Exportverbot, und erwog sämtliches bis dato erhaltenes Platin im Meer zu versenken.
Um 1780 verfügte Ludwig XVI., König von Frankreich, dass nur der König Platin besitzen dürfe. Sein Hofgoldschmied schuf ihm unter anderem ein komplettes Service mit kobaltblauem Email. Um nicht hinter seinem französischen Konkurrenten zurückzustehen, beauftragte Karl III. von Spanien, 1788 den Juwelier Francisco Alonso, einen prunkvollen Platinkelch zu fertigen. Der 30 Zentimeter hohe und zwei Kilogramm schwere Kelch wurde Papst Pius VI. überreicht. 1795 führte Frankreich als erstes Land der Welt das metrische System für Maße und Gewichte ein. Das Urkilogramm wurde aus Platin hergestellt, da Platin langlebig ist, sich nicht abnutzt und verändert. Das Original dieses Platinzylinders befindet sich noch heute im Bureau International des Poids et Mesures (BIPM), nahe Paris.
Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckte man umfangreiche Platinlagerstätten in Russland. Ab 1828 wurde unter Zar Nikolaus I der Platinrubel geprägt, die einzige Umlaufmünze aus Platin, die regulär von einem Staat herausgegeben wurde. Der niedrige Platinpreis am Markt und die Verwechslungsmöglichkeit mit Silber, machten den Platinrubel aber unbeliebt, so dass die Prägung 1845 wieder eingestellt wurde. 1884 fertigte Peter Carl Fabergé, der Juwelier des russischen Zaren Alexander III., ein Prunk-Ei mit Platinapplikationen an, was Platin zum begehrten „Must have“ machte. Während der Belle Epoque, Ende des 19. Jahrhunderts, schmückten sich Kaiser, Könige, Zaren und Maharadschas mit Platin. Spaniens König, Karl IV., gab für seine Sommerresidenz, dem Palacido Real in Aranjuez sogar ein ‚Chambre en platine‘ in Auftrag. Es wurde unter Verwendung edler Hölzer mit Platineinlagen angefertigt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fertigte Louis Cartier erstmals Schmuck vollständig aus Platin, um die Brillanz der Diamanten zu unterstreichen. Der Platinpreis überstieg seinerzeit den von Gold um das Achtfache. 1912 kommt Weißgold als Platinersatz für Schmuckstücke auf den Markt.
Im selben Jahr sinkt die Titanic und in Folge dessen trauert auch New Yorks High Society. Schwarz-Weiß ist angesagt und Platin als weißes Metall wird als Trauerschmuck verwandt. Als der Tonfilm erfunden wird, präsentieren sich Hollywoodstars wie Jean Harlow, Marlene Dietrich und Mae West als Trägerinnen von Platinschmuck und als Frank Capra 1931 den Film Platinum Blonde (vor Blondinen wird gewarnt) drehte, hatte Platin auch Hollywood erobert.
Zur Krönung von König Georg VI. trug dessen Gattin Elizabeth Bowes-Lyon
, die Mutter von Königin Elisabeth II.. 1937 eine elegante Krone aus Platin, mit dem Koh-I-Noor-Diamanten. Auch Edward, der Duke von Windsor, verwöhnte seine Frau Wallis Simpson mit Platinschmuck von Cartier. Diese äußerte daraufhin öffentlich, dass Platinschmuck der einzige wirklich geeignete Schmuck für Abendempfänge sei. Die Herzogin erhielt für ihre Sammlung u.a. die Brosche „Panthère de Cartier“ mit blauen Saphiren und Diamanten, heute ein vielkopierter Schmuckklassiker.
Während des Zweiten Weltkriegs war Platin wegen seiner Bedeutung für die Stickoxidsynthese und damit der Sprengstoffproduktion beiderseits des Atlantiks kriegswichtiger Rohstoff, und die Herstellung von Platinschmuck deshalb verboten.
Durch die zunehmende Weiterentwicklung in den Bereichen Industrie und Technik, erkannte man die vielen Verwendungsmöglichkeiten von Platin. Da Platin mit seiner gute Verformbarkeit, Langlebigkeit sowie hoher Korrosionsbeständigkeit äußerst günstige Eigenschaften aufweist, wird es in der Industrie bevorzugt eingesetzt. 50 % des geförderten Platins wird für Fahrzeugkatalysatoren benötigt. Im medizinischen Bereich kommt es bei Laborgeräten, Herzschrittmachern, Zahnimplantaten aber auch für Beschichtungen für Biomaterialien und in der Krebstherapie zum Einsatz. Auch in der Luft- und Raumfahrttechnik wird Platin verwandt und natürlich ist auch die Schmuckbranche weiter an Platin interessiert. In Südafrika entdeckte man neue Platinvorkommen und das Land entwickelte sich zum größten Platinlieferanten der Welt, dicht gefolgt von Russland und Kanada.

Heute ist die Exklusivität von Platin auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Neben Eheringen aus Platin und Platin als Geldanlage, gibt es die Platin- Schallplatte für den Verkauf von 1 Million Alben durch einen Künstler und auch eine ähnliche Trophäe in der Welt der Videospiele. Vom ungeliebten weißen Körnchen zum wichtigen Katalysator – die Geschichte von Platin ist sicher noch lange nicht beendet.

April Speckstein 2026

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats April: Speckstein

Diese zweiteilige, handschmeichlerische Skulptur aus Speckstein entstand im Schuljahr 1974/75 im Werkunterricht an der Kardinal von Galen Realschule, Mettingen.

Speckstein, der auch unter den Namen Steatit, Seifenstein, Soapstone oder Talcusstein bekannt ist, erhielt seinen Namen, da sich Speckstein leicht fettig oder seifig, vergleichbar mit einem Stück Speck anfühlt, und seine Oberfläche einen speckähnlichen Glanz aufweist. Speckstein wird – abhängig von seiner genauen Zusammensetzung – sowohl als Gestein als auch als Mineral bezeichnet. In beiden Varianten ist der Hauptbestandteil Talk, ein Schichtsilikat. Besteht Speckstein aus reinem Talk, liegt ein Mineral vor. Kommen weitere Bestandteile wie Magnesit, Serpentin oder Chlorite hinzu, kann man ihn als Gestein einordnen.
Kaum ein Steinmaterial wurde in so vielen unterschiedlichen Kulturen gleichzeitig in so großem Umfang genutzt, wie Speckstein.
Seit Jahrtausenden wird Speckstein zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen wie Behälter und Kochgeschirr genutzt. Auch in Kirchen kam Speckstein als Material für Tauf- und Weihwasserbecken zum Einsatz. Schon die Hethiter nutzten Speckstein zur Herstellung von Rollsiegeln. Im Iran gibt es Gefäße aus Steatit aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. In der spätminoischen- mykenischen Kultur wurden Siegel und Gefäße aus Speckstein verwandt. Auch in Ägypten sind zahlreiche Specksteinfunde nachgewiesen. Wie Funde in Haitabu belegen, nutzten die Wikinger Speckstein zur Herstellung von Gefäßen, Spinnwirtel, Gewichte und Schwungräder für Holzbohrgeräte. Teilweise wurden die Gegenstände noch durch ornamentale Einritzungen oder Runen verziert. In China diente im Altertum aber auch in jüngerer Zeit bei der Herstellung reich verzierter Skulpturen und Gebrauchsgegenstände. der billige Speckstein als Ersatz für die seltenere Jade.Die kanadischen Inuit fertigten ursprünglich Tranlampen aus Speckstein. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen sie mit der Gestaltung von Kleinskulpturen, die schnell internationale Anerkennung erlangten und zu einer wichtigen Erwerbsgrundlage wurden.
Mit einer Mohshärte von 1 ist er ein sehr weicher, leicht zu bearbeitender Stein.
Die Bearbeitung erfolgt mit einfachsten Werkzeugen wie Feile, Raspel, Messer oder Schleifpapier. Um einen dauerhaften Glanz zu erhalten, werden die fertigen Werkstücke meist abschließend mit Öl poliert, was gleichzeitig die Oberfläche versiegelt. Neben der Bearbeitung zeichnet sich der Speckstein mit Magnesitanteilen durch eine sehr hohe Wärmespeicherkapazität aus. Er nimmt Wärme schnell auf und gibt sie langsam über Stunden wieder ab, weshalb er sich ideal als Material für die Verkleidung von Kachelöfen eignet. Neben dem Ofenbau werden Specksteine heute für Skupturen, Kunsthandwerk und Schmuck eingesetzt. Da Speckstein feuerfest ist, wurde der Stein auch als Gussform für Schmuck sowie Bronze- und Silberbarren genutzt. Als Talkum kommt er in der in der Glas-, Farben- und Papierindustrie, sowie als Grundstoff für Kosmetika, Pharmaka, Babypuder, Körperpuder, in der Lebensmittelindustrie und in der Kunststoff-, Keramik-, Porzellan- und Autoindustrie zum Einsatz.
Farbmässig deckt er von weiß über grau, rosa,violett, grün bis zu braun und schwarzblau die gesamte Farbpalette ab. Das Mineral ist ursprünglich farblos. Erst durch Fremdbeimengungen entstehen die geschilderten Farbveränderungen,
Speckstein, der in Specksteinbrüchen gewonnen wird, ist ein uraltes Naturprodukt.
Er entsteht tief in der Erdkruste durch hohen Druck, Hitze und hydrothermale Prozesse. Dabei werden magnesiumreiche Gesteine unter Wasserzufuhr umgewandelt, wobei Talk entsteht. Dieser Prozess dauert Millionen von Jahren und findet häufig an tektonischen Plattenrändern statt.
Bedeutende Vorkommen von Speckstein finden sich in Ägypten, Südafrika, Brasilien, China, Frankreich, Finnland, Indien, Italien, Kanada, Norwegen, Österreich (Rabenwald: größte Talk-Lagerstätte Mitteleuropas), Russland, Schweiz und der Ukraine. In Deutschland wurde Speckstein bis vor wenigen Jahren in der Johanneszeche bei Wunsiedel in Oberfranken abgebaut. Specksteinlagerstätten im Südalpenraum zeichnen sich dadurch aus, dass neben den festen Gesteinspartien viel lockeres Material anfällt, Die beim Drechseln und anderen Bearbeitungstechniken entstehenden großen Mengen an Specksteinpulver nutzte man wie den lockeren Abraum vom Specksteinabbau zur Herstellung von Seifenpulver.
Speckstein wird häufig in der Kunsttherapie verwendet. Zum plastischen Gestalten sollte nur Speckstein verwendet werden, für den ein nachvollziehbarer und dokumentierter Herkunftsnachweis erbracht wurde, da im Speckstein Asbestfasern enthalten sein können.
Auch bei der Verwendung in Industrieprodukten sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen vor Verwendung erforderlich.Talklagerstätten karbonatischer Herkunft, die heute abgebaut werden, sind normaler Weise asbestfrei. Da auch zertifiziert asbestfreier Speckstein noch Asbest enthalten kann, darf in deutschen Schulen Speckstein seit 2001 nicht mehr bearbeitet werden.

März Raseneisenerz 2026

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats März: Raseneisenerz

Raseneisenerz, das auch unter den Namen Brauneisenstein,
Sumpfeisenstein, Sumpfrasenerz oder Rasenerz bekannt ist, findet
man direkt unter der Grassode, was für den Stein des Monats
namensgehend war. Es entsteht in Bachtälern,Moorgebieten und an
anderen Stellen, wo der Grundwasserspiegel hoch ist und wo der
Boden schon einen hohen Eisengehalt hat. Wasser nimmt gelöstes
Eisen auf und sobald es an der Oberfläche mit Sauerstoff in Berührung
kommt, oxidiert das Eisen und fällt als Eisenhydroxid aus. Dadurch
bilden sich ca. 10 cm unter der Oberfläche dichte Ablagerungen, die
oftmals bei der Bearbeitung des Ackers zum Vorschein
kommen.Indikator ist rotbrauner Schlamm an Pflanzen oder an
Wasserläufen. Mit der Zeit entsteht eine verfestigte, krustenartige
Masse – das Raseneisenerz. In Gebieten mit viel Raseneisenerz,
liegen am Rand von Äckern und Wiesen als Überbleibsel der
Landwirtschaft manchmal kleine Haufen mit Brocken dieses dunklen,
rostbraunen Erzes.
Raseneisenerz wurde geerntet wie Kartoffeln,also mit Hacken,
Schaufeln und einer Schiebkarre. Der Transport erfolgte im Winter, da
die schweren Lasten nur auf den hart gefrorenen Wegen transportiert
werden konnten und war ein wichtiger Nebenverdienst für die Bauern
Bevor es in die Hochöfen kam, mußte das Erz gewaschen werden. Die
Weiterverarbeitung erfolgte durch sogenannte Erzwäscher mittels
Waschkasten, Waschrahmen und Roste. Um Eisen guter Qualität zu
erhalten, musste zum Raseneisenerz noch Brauneisenstein (Limonit)
hinzugefügt werden.
Raseneisenerz wurde bereits von keltischen, germanischen und später
mittelalterlichen Schmieden genutzt und bildete in Mitteleuropa eine
wichtige lokale Eisenerzquelle. Besonders in Gebieten ohne Zugang
zu hochwertigen Erzen war Raseneisenerz für die Verhüttung sehr
wichtig. Die Verarbeitung des Raseneisenerzes erfolgte in sog.
Rennöfen Darunter versteht man einfache Verhüttungsöfen ohne
Hochofen-Technik.
Das Vorkommen und die Nutzung von Raseneisenstein waren –
ähnlich wie beim Eisenerz – direkt namensgebend für zahlreiche Orte

und Flurnamen, insbesondere mit dem Namensbestandteil -eisen-, in
Deutschland unter anderem für Isernhagen sowie für etliche Orte mit
dem Namensbestandteil -hütten- (von Verhüttung). In vielen Regionen
gibt es alte Abbaugruben oder Flurnamen, die auf diese Nutzung
hinweisen („Eisengrube“, „Eisenschlag“ etc.).
Im 18. Jahrhundert war Raseneisenerz ein bedeutender Rohstoff im
Münsterland, der die lokale Eisenverarbeitung (z.B. Alexishütte in
Wietmarschen, Holter Eisenhütte) begründete.Das Vorkommen des
eisenhaltigen Gesteins ermöglichte eine frühe Roheisenerzeugung
lange vor der Industrialisierung im Ruhrgebiet. Das Erz diente als
Grundlage für die Produktion von gusseisernen Produkten wie
Kaminen, Öfen und Töpfen oder auch Kanonenkugeln.
Auch in den benachbarten Niederlanden gab es Vorkommen von
Raseneisenerz.
Von 1870 bis 1880 wurden dort jährlich 3 Millionen Kilo Eisen aus
Raseneisenerz gewonnen.Nach der Gewinnung bildete sich an der
gleichen Stelle wieder eine neue Schicht Raseneisenerz, die allerdings
zu schwach war, um dem Bedarf zu genügen, was der Verhüttung
Grenzen setzte.
Raseneisenerz ist braun bis gelblich, enthält oft Verunreinigungen wie
Ton, Sand oder anorganisches Material. Der Eisengehalt liegt bei 26 –
48 %. Im Extremfall kann der Prozentanteil aber bis zu 70 % betragen.
Raseneisenerz wurde auch als Baustein benutzt, hauptsächlich bei dem
Bau von Kirchen. Nur die sehr eisenhaltigen Teile des Erzes waren als
Baumaterial geeignet. Weniger eisenhaltiges Raseneisenerz war zu
weich und zu spröde, wodurch es ziemlich schnell verwitterte.
Zusammen mit anderen Bausteinarten wurde das Erz sowohl in den
Fundamenten als in den Mauern benutzt. Auffallend ist, dass
Raseneisenerz fast nur dort als Baustein vorkam, wo es auch
gewonnen wurde. Raseneisenstein wurde wegen seiner rustikalen
Struktur in einigen Kunstbauten des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs
verwendet. Auch der sogenannte „Stein“, eine Miniaturnachbildung
des Vesuvs sowie Brücken und Tunnelsysteme im Park wurden um des
Effektes willen mit Raseneisenstein gebaut. In unserer Region weisen
die evangelisch reformierte Kirche in Lengerich, das Verwaltungshaus
des ehemaligen Damenstifts – Wietmarschen – , die Mauer um den

Freilichtmuseum von Haselünne sowie der Braunschweiger Dom
Raseneisenerz als Baustoff auf.

Februar 2026 Zirkonia

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats Februar: Zirkonia

Nachdem wir im Januar über den Zirkon berichtet hatten, wenden wir uns jetzt dem Zirkonia zu. Ist „Zirkonia“ nur eine Übersetzung oder Varietät vom „Zirkon“ oder ist der Begriff „Zirkonia“ die allgemeine Bezeichnung für alle nicht natürlichen Schmucksteine? Die Ähnlichkeit der Namen sorgt immer wieder für Verwirrung und ist es daher wert der Sache einmal auf den Grund zu gehen.

Zirkonia besteht aus Zirconiumoxid, das im Labor hergestellt wird. Zirkonia ist ein Kristall mit erstaunlicher Strahlkraft und gilt als Imitation eines der teuersten Steine der Welt: des Diamanten.

Auch Experten können gute Zirkoniasteine nicht durch Augenschein, sondern erst durch eine Messung des Wärmeleitwertes von Diamanten unterscheiden. Während Diamanten besonders gut wärmeleitend sind, leiten Zirkonia Wärme nämlich besonders schlecht.

Zirkoniumdioxid wurde bereits 1892 entdeckt, fand aber wenig Beachtung.Die beiden deutschen Mineralogen Mark Freiherr von Stackelberg und Karl Chudoba entdeckten echte Zirkonia erstmals 1937 als kleine Einschlüsse in natürlichem Zirkon, ohne sie allerdings tiefer zu untersuchen und zu benennen. In den 1960ziger Jahren gab es dann in Frankreich Forschungen zur Herstellung künstlicher Edelsteine. Damals gelang es allerdings lediglich, sehr kleine Kristalle zu erzeugen, die sich nicht für die Schmuckproduktion eigneten. Kristalle, die sich als Schmucksteine eigneten, wurden erst später in Moskau erfunden.

Anfang 1973 wurde im Lebedew -Institut der Akademie der Wissenschaften der UDSSR der Wert von künstlichem kubischem Zirkonia erkannt und dieser wenig später erstmals in einem neuen, am Institut entwickelten Verfahren hergestellt. Dazu wurde aus Zirkoniumoxid Einkristallen, Calciumoxid und Yttriumoxid sowie farbgebenden Metallen Kristalle gezüchtet. Yttriumoxid war für die Stabilität des Zirkoniumoxids verantwortlich und wird u.a. in der Dentaltechnik eingesetzt. Unter hohen Temperaturen wurden alle Bestandteile im Hochofen miteinander verschmolzen und nach der Abkühlung entstanden Zirkonia. Das Hinzufügen von Metalloxiden sorgt für das Leuchten der künstlich hergestellten Zirkoniakristalle. Seit den achtziger Jahren werden Zirkoniasteine als Imitation für Diamanten vermarktet und haben ihren Siegeszug um die Welt angetreten.

Für Zirkonia gibt es mehrere Namen, unter anderem heißen sie im englischen Sprachraum CZ als Abkürzung für Cubic Zirkonia . In Russland wählten die Forscher für ihre Entdeckung den Namen Phianit. Phianit geht auf die Abkürzung des Lebedew-Instituts : Physical Institute of the Academy of Sciences zurück, konnte sich aber auf dem Markt nicht durchsetzen. Schließlich blieb es bei der Bezeichnung Zirkonia.

In der Schmuckindustrie erfreut sich der Zirkonia großer Beliebheit. Er ist beim Kauf günstig und bringt für die Schmuckherstellung gute Eigenschaften mit, da er mit einer Mohs Härte von 8 – 8,5 härter als Glas ist und sich ausgezeichnet zur weiteren Bearbeitung eignet. Zirkonia gibt es in nahezu jeder Farbe, was ihn als Schmuckstein sehr beliebt macht. Neben dem Diamanten kann er also auch andere Steine imitieren.

Genau wie bei einem natürlich entstandenen Edelstein wird auch Zirkonia anhand von Klarheit, Schliff, Gewicht und Farbe bewertet. Für Zirkonia wurde eine Klassifizierung von einem A (schlechte Qualität) bis fünf A (beste Qualität) festgelegt.

Oft werden bei Zirkonia auch Einschlüsse – also kleine Unreinheiten – absichtlich erzeugt, um den Stein lebendiger und wie einen natürlich gewachsenen Kristall wirken zu lassen. Bei der Imitation von Farbsteinen ist dies besonders beliebt. Aber auch bei der Diamantimitation kommt dieser Effekt zum Einsatz.

Wenn man Glanz und die Härte des Zirkonia betrachtet, müßte er eigentlich zu den Edelsteinen zählen. Da die Herstellung von Zirkonia aber im Labor stattfindet, kann dieser Stein nicht als echter Edelstein betitelt werden.

Als kostengünstige Alternative sind Zirkonia eine der beliebtesten Diamantimitationen. Der Preis von Zirkoniasteinen ist wesentlich geringer als der von Diamanten. Auch ein Zirkonia mit einer hohen Karat Zahl, also einem hohen Gewicht, ist zu erschwinglichen Preisen erhältlich.

Januar 2026 Zirkon

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats Januar: Zirkon 

Die in Deutschland und den europäischen Nachbarländern gefundenen Exemplare, die unser Foto zeigt, sind für die Schmuckherstellung deutlich zu klein und erfreuen vor allem die Sammler von Mineralien.

Teil 1: Zirkon

Beginnen wir das neue Jahr mit strahlenden Steinen, die dem Diamanten ähneln

Wir haben uns für den 1. Teil dieses Artikels den Zirkon ausgesucht. Der Zirkon wird oftmals mit dem Zirkonia verwechselt. Was es damit auf sich hat, werden wir im Rahmen der Artikelserie „Stein des Monats“ im Januar und Februar, beginnend mit dem Zirkon erklären.

Der Zirkon ist ein natürlich entstandener Edelstein, der aus Zirkonium- Silikat besteht.Der Zirkon ist bekannt für sein einzigartiges diamantengleiches Funkeln und seine Brillanz.

Der Name Zirkon stammt entweder aus dem arabischen von „zarqun“für „Zinnober“ oder aber vom persischen für „zargun“, was übersetzt „goldfarben“ bedeutet.Dieser Name spiegelt die charakteristische Farbe einiger Zirkone wieder, die in warmen Gelb- und Rotbraun -Tönen schimmern.Helle Zirkone werden noch heute „Jargon“ genannt, was ebenfalls auf die vorgenannte Bezeichnung zurückzuführen sein dürfte.

Im Altertum nannte man den Zirkon auch Hyazinth. Abgeleitet wurde dieser Name von dem schönen Jüngling Hyakinthos, den der Gott Apollo aus Eifersucht auf seine Schönheit tötete. Dort, wo sein Blut den Boden tränkte, soll eine Hyazinthe gewachsen sein, deren Schönheit sich im Hyazinth spiegelt. Man hatte somit für die jeweiligen Färbungen unterschiedliche Namen und es war auch lange nicht klar, dass bei der großen Farbvielfalt alle Steine Zirkone waren. Eine jüdische Legende besagt, dass ein Engel namens „Zirkon“ im Garten Eden über Adam und Eva gewacht haben soll. Ein Hindu-Gedicht erzählt von einem Kalpa-Baum, dessen Blätter aus Zirkon gewesen sein sollen. In der Bibel schließlich gehört der Zirkon zu den 12 Edelsteinen des Himmlischen Jerusalems.

 

Der Zirkon gehört zur Mineralklasse der Silikate und Germanate. Er entstand vor ca. 4,4 Mio Jahren, gilt als Leitmineral und hat eine Härte von 6,5 bis 7,5 auf der Mohs- Skala. Auf den europäischen Markt kamen Zirkone als Matara- Diamanten, benannt nach ihrem Fundort in der Nähe der Stadt Matara auf Südceylon. Lange Zeit glaubte man, es mit echten Diamanten zu tun zu haben.Der Zirkon entsteht durch Kristallisation aus heißen magmatischen Gesteinsschmelzen. Er kann sich aber auch durch Umkristallisation in Gesteinen bilden, die unter hohem Druck und Temperatur umgewandelt wurden oder man findet ihn in Sedimentgesteinen, wo er aus älteren Gesteinen herausgewaschen, sich wieder neu anlagert. In reiner Form ist der Zirkon farblos bzw. weiß und durchsichtig. Meist nimmt das Mineral durch Lichtbrechnung und aufgrund von Gitterfehlern eine grau- braune, rotbraune oder seltener auch gelbe, grüne, blaue oder violette Färbung an. Durch das Brennen von bräunlichen Zirkonen bei Temperaturen zwischen 800 und 1000 Grad können die seltenen farblosen und blauen Varietäten künstlich hergestellt werden. Nicht immer hat die neue Farbe Bestand.

Zirkonkristalle haben eine tetragonale Kristallstruktur kommen als Prismen, pyramidale Spitzen oder auch als Doppelpyramiden vor.

 

Als Schmuckstein hat der Zirkon bereits mehrere Blütezeiten erlebt.Er findet sich in vielen antiken Kulturen, darunter auch im alten Ägypten.

Im 16. Jahrhundert waren es vor allem italienische Juweliere, die Zirkone zu Schmuckstücken verarbeiteten, später fand er auch im Viktorianischen Schmuck in England Verwendung.

Schöne Zirkone für die Schmuckherstellung finden sich in Russland, auf Madagaskar, in Pakistan, in Kambodscha, in Nigeria, in Sri Lanka, in Tansania, Australien und den USA, wobei jeder Fundort Zirkone mit unterschiedlichen Farben und Eigenschaften hervorbringt.

Wenn die Zirkone eine entsprechende Größe und Reinheit erlangen, sind sie noch heute ein beliebter Ersatz für Diamanten.

 

Zirkone verwendet man aber auch zur Zirkoniumherstellung. Hauptproduzent ist Travancore in Indien, wo man Strandsande abbaut. Hauptsächlich werden daraus hitzebeständige Materialien, Spezialgläser und Schleifmaterial hergestellt. Darüber hinaus kommt er in Atomreaktoren als Korrosionsschutz für Uran zum Einsatz.

Zirkon wird außerdem als Zirkonoxid, Zirconiumdioxid oder auch Zirkoniumdioxid als reizarmer Werkstoff für Zahnersatz und Zahnimplantate verwandt.

 

Dem Zirkon sagt man nach, dass er aufgrund seiner Härte und seines brillianten Glanzes für Stärke, Schönheit und Weisheit steht. In einigen Kulturen wird ihm auch eine schützende Wirkung zugeschrieben. Außerdem soll er vor negativer Energie und Unheil bewahren.