April Speckstein 2026

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats April: Speckstein

Diese zweiteilige, handschmeichlerische Skulptur aus Speckstein entstand im Schuljahr 1974/75 im Werkunterricht an der Kardinal von Galen Realschule, Mettingen.

Speckstein, der auch unter den Namen Steatit, Seifenstein, Soapstone oder Talcusstein bekannt ist, erhielt seinen Namen, da sich Speckstein leicht fettig oder seifig, vergleichbar mit einem Stück Speck anfühlt, und seine Oberfläche einen speckähnlichen Glanz aufweist. Speckstein wird – abhängig von seiner genauen Zusammensetzung – sowohl als Gestein als auch als Mineral bezeichnet. In beiden Varianten ist der Hauptbestandteil Talk, ein Schichtsilikat. Besteht Speckstein aus reinem Talk, liegt ein Mineral vor. Kommen weitere Bestandteile wie Magnesit, Serpentin oder Chlorite hinzu, kann man ihn als Gestein einordnen.
Kaum ein Steinmaterial wurde in so vielen unterschiedlichen Kulturen gleichzeitig in so großem Umfang genutzt, wie Speckstein.
Seit Jahrtausenden wird Speckstein zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen wie Behälter und Kochgeschirr genutzt. Auch in Kirchen kam Speckstein als Material für Tauf- und Weihwasserbecken zum Einsatz. Schon die Hethiter nutzten Speckstein zur Herstellung von Rollsiegeln. Im Iran gibt es Gefäße aus Steatit aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. In der spätminoischen- mykenischen Kultur wurden Siegel und Gefäße aus Speckstein verwandt. Auch in Ägypten sind zahlreiche Specksteinfunde nachgewiesen. Wie Funde in Haitabu belegen, nutzten die Wikinger Speckstein zur Herstellung von Gefäßen, Spinnwirtel, Gewichte und Schwungräder für Holzbohrgeräte. Teilweise wurden die Gegenstände noch durch ornamentale Einritzungen oder Runen verziert. In China diente im Altertum aber auch in jüngerer Zeit bei der Herstellung reich verzierter Skulpturen und Gebrauchsgegenstände. der billige Speckstein als Ersatz für die seltenere Jade.Die kanadischen Inuit fertigten ursprünglich Tranlampen aus Speckstein. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen sie mit der Gestaltung von Kleinskulpturen, die schnell internationale Anerkennung erlangten und zu einer wichtigen Erwerbsgrundlage wurden.
Mit einer Mohshärte von 1 ist er ein sehr weicher, leicht zu bearbeitender Stein.
Die Bearbeitung erfolgt mit einfachsten Werkzeugen wie Feile, Raspel, Messer oder Schleifpapier. Um einen dauerhaften Glanz zu erhalten, werden die fertigen Werkstücke meist abschließend mit Öl poliert, was gleichzeitig die Oberfläche versiegelt. Neben der Bearbeitung zeichnet sich der Speckstein mit Magnesitanteilen durch eine sehr hohe Wärmespeicherkapazität aus. Er nimmt Wärme schnell auf und gibt sie langsam über Stunden wieder ab, weshalb er sich ideal als Material für die Verkleidung von Kachelöfen eignet. Neben dem Ofenbau werden Specksteine heute für Skupturen, Kunsthandwerk und Schmuck eingesetzt. Da Speckstein feuerfest ist, wurde der Stein auch als Gussform für Schmuck sowie Bronze- und Silberbarren genutzt. Als Talkum kommt er in der in der Glas-, Farben- und Papierindustrie, sowie als Grundstoff für Kosmetika, Pharmaka, Babypuder, Körperpuder, in der Lebensmittelindustrie und in der Kunststoff-, Keramik-, Porzellan- und Autoindustrie zum Einsatz.
Farbmässig deckt er von weiß über grau, rosa,violett, grün bis zu braun und schwarzblau die gesamte Farbpalette ab. Das Mineral ist ursprünglich farblos. Erst durch Fremdbeimengungen entstehen die geschilderten Farbveränderungen,
Speckstein, der in Specksteinbrüchen gewonnen wird, ist ein uraltes Naturprodukt.
Er entsteht tief in der Erdkruste durch hohen Druck, Hitze und hydrothermale Prozesse. Dabei werden magnesiumreiche Gesteine unter Wasserzufuhr umgewandelt, wobei Talk entsteht. Dieser Prozess dauert Millionen von Jahren und findet häufig an tektonischen Plattenrändern statt.
Bedeutende Vorkommen von Speckstein finden sich in Ägypten, Südafrika, Brasilien, China, Frankreich, Finnland, Indien, Italien, Kanada, Norwegen, Österreich (Rabenwald: größte Talk-Lagerstätte Mitteleuropas), Russland, Schweiz und der Ukraine. In Deutschland wurde Speckstein bis vor wenigen Jahren in der Johanneszeche bei Wunsiedel in Oberfranken abgebaut. Specksteinlagerstätten im Südalpenraum zeichnen sich dadurch aus, dass neben den festen Gesteinspartien viel lockeres Material anfällt, Die beim Drechseln und anderen Bearbeitungstechniken entstehenden großen Mengen an Specksteinpulver nutzte man wie den lockeren Abraum vom Specksteinabbau zur Herstellung von Seifenpulver.
Speckstein wird häufig in der Kunsttherapie verwendet. Zum plastischen Gestalten sollte nur Speckstein verwendet werden, für den ein nachvollziehbarer und dokumentierter Herkunftsnachweis erbracht wurde, da im Speckstein Asbestfasern enthalten sein können.
Auch bei der Verwendung in Industrieprodukten sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen vor Verwendung erforderlich.Talklagerstätten karbonatischer Herkunft, die heute abgebaut werden, sind normaler Weise asbestfrei. Da auch zertifiziert asbestfreier Speckstein noch Asbest enthalten kann, darf in deutschen Schulen Speckstein seit 2001 nicht mehr bearbeitet werden.

März Raseneisenerz 2026

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats März: Raseneisenerz

Raseneisenerz, das auch unter den Namen Brauneisenstein,
Sumpfeisenstein, Sumpfrasenerz oder Rasenerz bekannt ist, findet
man direkt unter der Grassode, was für den Stein des Monats
namensgehend war. Es entsteht in Bachtälern,Moorgebieten und an
anderen Stellen, wo der Grundwasserspiegel hoch ist und wo der
Boden schon einen hohen Eisengehalt hat. Wasser nimmt gelöstes
Eisen auf und sobald es an der Oberfläche mit Sauerstoff in Berührung
kommt, oxidiert das Eisen und fällt als Eisenhydroxid aus. Dadurch
bilden sich ca. 10 cm unter der Oberfläche dichte Ablagerungen, die
oftmals bei der Bearbeitung des Ackers zum Vorschein
kommen.Indikator ist rotbrauner Schlamm an Pflanzen oder an
Wasserläufen. Mit der Zeit entsteht eine verfestigte, krustenartige
Masse – das Raseneisenerz. In Gebieten mit viel Raseneisenerz,
liegen am Rand von Äckern und Wiesen als Überbleibsel der
Landwirtschaft manchmal kleine Haufen mit Brocken dieses dunklen,
rostbraunen Erzes.
Raseneisenerz wurde geerntet wie Kartoffeln,also mit Hacken,
Schaufeln und einer Schiebkarre. Der Transport erfolgte im Winter, da
die schweren Lasten nur auf den hart gefrorenen Wegen transportiert
werden konnten und war ein wichtiger Nebenverdienst für die Bauern
Bevor es in die Hochöfen kam, mußte das Erz gewaschen werden. Die
Weiterverarbeitung erfolgte durch sogenannte Erzwäscher mittels
Waschkasten, Waschrahmen und Roste. Um Eisen guter Qualität zu
erhalten, musste zum Raseneisenerz noch Brauneisenstein (Limonit)
hinzugefügt werden.
Raseneisenerz wurde bereits von keltischen, germanischen und später
mittelalterlichen Schmieden genutzt und bildete in Mitteleuropa eine
wichtige lokale Eisenerzquelle. Besonders in Gebieten ohne Zugang
zu hochwertigen Erzen war Raseneisenerz für die Verhüttung sehr
wichtig. Die Verarbeitung des Raseneisenerzes erfolgte in sog.
Rennöfen Darunter versteht man einfache Verhüttungsöfen ohne
Hochofen-Technik.
Das Vorkommen und die Nutzung von Raseneisenstein waren –
ähnlich wie beim Eisenerz – direkt namensgebend für zahlreiche Orte

und Flurnamen, insbesondere mit dem Namensbestandteil -eisen-, in
Deutschland unter anderem für Isernhagen sowie für etliche Orte mit
dem Namensbestandteil -hütten- (von Verhüttung). In vielen Regionen
gibt es alte Abbaugruben oder Flurnamen, die auf diese Nutzung
hinweisen („Eisengrube“, „Eisenschlag“ etc.).
Im 18. Jahrhundert war Raseneisenerz ein bedeutender Rohstoff im
Münsterland, der die lokale Eisenverarbeitung (z.B. Alexishütte in
Wietmarschen, Holter Eisenhütte) begründete.Das Vorkommen des
eisenhaltigen Gesteins ermöglichte eine frühe Roheisenerzeugung
lange vor der Industrialisierung im Ruhrgebiet. Das Erz diente als
Grundlage für die Produktion von gusseisernen Produkten wie
Kaminen, Öfen und Töpfen oder auch Kanonenkugeln.
Auch in den benachbarten Niederlanden gab es Vorkommen von
Raseneisenerz.
Von 1870 bis 1880 wurden dort jährlich 3 Millionen Kilo Eisen aus
Raseneisenerz gewonnen.Nach der Gewinnung bildete sich an der
gleichen Stelle wieder eine neue Schicht Raseneisenerz, die allerdings
zu schwach war, um dem Bedarf zu genügen, was der Verhüttung
Grenzen setzte.
Raseneisenerz ist braun bis gelblich, enthält oft Verunreinigungen wie
Ton, Sand oder anorganisches Material. Der Eisengehalt liegt bei 26 –
48 %. Im Extremfall kann der Prozentanteil aber bis zu 70 % betragen.
Raseneisenerz wurde auch als Baustein benutzt, hauptsächlich bei dem
Bau von Kirchen. Nur die sehr eisenhaltigen Teile des Erzes waren als
Baumaterial geeignet. Weniger eisenhaltiges Raseneisenerz war zu
weich und zu spröde, wodurch es ziemlich schnell verwitterte.
Zusammen mit anderen Bausteinarten wurde das Erz sowohl in den
Fundamenten als in den Mauern benutzt. Auffallend ist, dass
Raseneisenerz fast nur dort als Baustein vorkam, wo es auch
gewonnen wurde. Raseneisenstein wurde wegen seiner rustikalen
Struktur in einigen Kunstbauten des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs
verwendet. Auch der sogenannte „Stein“, eine Miniaturnachbildung
des Vesuvs sowie Brücken und Tunnelsysteme im Park wurden um des
Effektes willen mit Raseneisenstein gebaut. In unserer Region weisen
die evangelisch reformierte Kirche in Lengerich, das Verwaltungshaus
des ehemaligen Damenstifts – Wietmarschen – , die Mauer um den

Freilichtmuseum von Haselünne sowie der Braunschweiger Dom
Raseneisenerz als Baustoff auf.

Februar 2026 Zirkonia

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats Februar: Zirkonia

Nachdem wir im Januar über den Zirkon berichtet hatten, wenden wir uns jetzt dem Zirkonia zu. Ist „Zirkonia“ nur eine Übersetzung oder Varietät vom „Zirkon“ oder ist der Begriff „Zirkonia“ die allgemeine Bezeichnung für alle nicht natürlichen Schmucksteine? Die Ähnlichkeit der Namen sorgt immer wieder für Verwirrung und ist es daher wert der Sache einmal auf den Grund zu gehen.

Zirkonia besteht aus Zirconiumoxid, das im Labor hergestellt wird. Zirkonia ist ein Kristall mit erstaunlicher Strahlkraft und gilt als Imitation eines der teuersten Steine der Welt: des Diamanten.

Auch Experten können gute Zirkoniasteine nicht durch Augenschein, sondern erst durch eine Messung des Wärmeleitwertes von Diamanten unterscheiden. Während Diamanten besonders gut wärmeleitend sind, leiten Zirkonia Wärme nämlich besonders schlecht.

Zirkoniumdioxid wurde bereits 1892 entdeckt, fand aber wenig Beachtung.Die beiden deutschen Mineralogen Mark Freiherr von Stackelberg und Karl Chudoba entdeckten echte Zirkonia erstmals 1937 als kleine Einschlüsse in natürlichem Zirkon, ohne sie allerdings tiefer zu untersuchen und zu benennen. In den 1960ziger Jahren gab es dann in Frankreich Forschungen zur Herstellung künstlicher Edelsteine. Damals gelang es allerdings lediglich, sehr kleine Kristalle zu erzeugen, die sich nicht für die Schmuckproduktion eigneten. Kristalle, die sich als Schmucksteine eigneten, wurden erst später in Moskau erfunden.

Anfang 1973 wurde im Lebedew -Institut der Akademie der Wissenschaften der UDSSR der Wert von künstlichem kubischem Zirkonia erkannt und dieser wenig später erstmals in einem neuen, am Institut entwickelten Verfahren hergestellt. Dazu wurde aus Zirkoniumoxid Einkristallen, Calciumoxid und Yttriumoxid sowie farbgebenden Metallen Kristalle gezüchtet. Yttriumoxid war für die Stabilität des Zirkoniumoxids verantwortlich und wird u.a. in der Dentaltechnik eingesetzt. Unter hohen Temperaturen wurden alle Bestandteile im Hochofen miteinander verschmolzen und nach der Abkühlung entstanden Zirkonia. Das Hinzufügen von Metalloxiden sorgt für das Leuchten der künstlich hergestellten Zirkoniakristalle. Seit den achtziger Jahren werden Zirkoniasteine als Imitation für Diamanten vermarktet und haben ihren Siegeszug um die Welt angetreten.

Für Zirkonia gibt es mehrere Namen, unter anderem heißen sie im englischen Sprachraum CZ als Abkürzung für Cubic Zirkonia . In Russland wählten die Forscher für ihre Entdeckung den Namen Phianit. Phianit geht auf die Abkürzung des Lebedew-Instituts : Physical Institute of the Academy of Sciences zurück, konnte sich aber auf dem Markt nicht durchsetzen. Schließlich blieb es bei der Bezeichnung Zirkonia.

In der Schmuckindustrie erfreut sich der Zirkonia großer Beliebheit. Er ist beim Kauf günstig und bringt für die Schmuckherstellung gute Eigenschaften mit, da er mit einer Mohs Härte von 8 – 8,5 härter als Glas ist und sich ausgezeichnet zur weiteren Bearbeitung eignet. Zirkonia gibt es in nahezu jeder Farbe, was ihn als Schmuckstein sehr beliebt macht. Neben dem Diamanten kann er also auch andere Steine imitieren.

Genau wie bei einem natürlich entstandenen Edelstein wird auch Zirkonia anhand von Klarheit, Schliff, Gewicht und Farbe bewertet. Für Zirkonia wurde eine Klassifizierung von einem A (schlechte Qualität) bis fünf A (beste Qualität) festgelegt.

Oft werden bei Zirkonia auch Einschlüsse – also kleine Unreinheiten – absichtlich erzeugt, um den Stein lebendiger und wie einen natürlich gewachsenen Kristall wirken zu lassen. Bei der Imitation von Farbsteinen ist dies besonders beliebt. Aber auch bei der Diamantimitation kommt dieser Effekt zum Einsatz.

Wenn man Glanz und die Härte des Zirkonia betrachtet, müßte er eigentlich zu den Edelsteinen zählen. Da die Herstellung von Zirkonia aber im Labor stattfindet, kann dieser Stein nicht als echter Edelstein betitelt werden.

Als kostengünstige Alternative sind Zirkonia eine der beliebtesten Diamantimitationen. Der Preis von Zirkoniasteinen ist wesentlich geringer als der von Diamanten. Auch ein Zirkonia mit einer hohen Karat Zahl, also einem hohen Gewicht, ist zu erschwinglichen Preisen erhältlich.

Januar 2026 Zirkon

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats Januar: Zirkon 

Die in Deutschland und den europäischen Nachbarländern gefundenen Exemplare, die unser Foto zeigt, sind für die Schmuckherstellung deutlich zu klein und erfreuen vor allem die Sammler von Mineralien.

Teil 1: Zirkon

Beginnen wir das neue Jahr mit strahlenden Steinen, die dem Diamanten ähneln

Wir haben uns für den 1. Teil dieses Artikels den Zirkon ausgesucht. Der Zirkon wird oftmals mit dem Zirkonia verwechselt. Was es damit auf sich hat, werden wir im Rahmen der Artikelserie „Stein des Monats“ im Januar und Februar, beginnend mit dem Zirkon erklären.

Der Zirkon ist ein natürlich entstandener Edelstein, der aus Zirkonium- Silikat besteht.Der Zirkon ist bekannt für sein einzigartiges diamantengleiches Funkeln und seine Brillanz.

Der Name Zirkon stammt entweder aus dem arabischen von „zarqun“für „Zinnober“ oder aber vom persischen für „zargun“, was übersetzt „goldfarben“ bedeutet.Dieser Name spiegelt die charakteristische Farbe einiger Zirkone wieder, die in warmen Gelb- und Rotbraun -Tönen schimmern.Helle Zirkone werden noch heute „Jargon“ genannt, was ebenfalls auf die vorgenannte Bezeichnung zurückzuführen sein dürfte.

Im Altertum nannte man den Zirkon auch Hyazinth. Abgeleitet wurde dieser Name von dem schönen Jüngling Hyakinthos, den der Gott Apollo aus Eifersucht auf seine Schönheit tötete. Dort, wo sein Blut den Boden tränkte, soll eine Hyazinthe gewachsen sein, deren Schönheit sich im Hyazinth spiegelt. Man hatte somit für die jeweiligen Färbungen unterschiedliche Namen und es war auch lange nicht klar, dass bei der großen Farbvielfalt alle Steine Zirkone waren. Eine jüdische Legende besagt, dass ein Engel namens „Zirkon“ im Garten Eden über Adam und Eva gewacht haben soll. Ein Hindu-Gedicht erzählt von einem Kalpa-Baum, dessen Blätter aus Zirkon gewesen sein sollen. In der Bibel schließlich gehört der Zirkon zu den 12 Edelsteinen des Himmlischen Jerusalems.

 

Der Zirkon gehört zur Mineralklasse der Silikate und Germanate. Er entstand vor ca. 4,4 Mio Jahren, gilt als Leitmineral und hat eine Härte von 6,5 bis 7,5 auf der Mohs- Skala. Auf den europäischen Markt kamen Zirkone als Matara- Diamanten, benannt nach ihrem Fundort in der Nähe der Stadt Matara auf Südceylon. Lange Zeit glaubte man, es mit echten Diamanten zu tun zu haben.Der Zirkon entsteht durch Kristallisation aus heißen magmatischen Gesteinsschmelzen. Er kann sich aber auch durch Umkristallisation in Gesteinen bilden, die unter hohem Druck und Temperatur umgewandelt wurden oder man findet ihn in Sedimentgesteinen, wo er aus älteren Gesteinen herausgewaschen, sich wieder neu anlagert. In reiner Form ist der Zirkon farblos bzw. weiß und durchsichtig. Meist nimmt das Mineral durch Lichtbrechnung und aufgrund von Gitterfehlern eine grau- braune, rotbraune oder seltener auch gelbe, grüne, blaue oder violette Färbung an. Durch das Brennen von bräunlichen Zirkonen bei Temperaturen zwischen 800 und 1000 Grad können die seltenen farblosen und blauen Varietäten künstlich hergestellt werden. Nicht immer hat die neue Farbe Bestand.

Zirkonkristalle haben eine tetragonale Kristallstruktur kommen als Prismen, pyramidale Spitzen oder auch als Doppelpyramiden vor.

 

Als Schmuckstein hat der Zirkon bereits mehrere Blütezeiten erlebt.Er findet sich in vielen antiken Kulturen, darunter auch im alten Ägypten.

Im 16. Jahrhundert waren es vor allem italienische Juweliere, die Zirkone zu Schmuckstücken verarbeiteten, später fand er auch im Viktorianischen Schmuck in England Verwendung.

Schöne Zirkone für die Schmuckherstellung finden sich in Russland, auf Madagaskar, in Pakistan, in Kambodscha, in Nigeria, in Sri Lanka, in Tansania, Australien und den USA, wobei jeder Fundort Zirkone mit unterschiedlichen Farben und Eigenschaften hervorbringt.

Wenn die Zirkone eine entsprechende Größe und Reinheit erlangen, sind sie noch heute ein beliebter Ersatz für Diamanten.

 

Zirkone verwendet man aber auch zur Zirkoniumherstellung. Hauptproduzent ist Travancore in Indien, wo man Strandsande abbaut. Hauptsächlich werden daraus hitzebeständige Materialien, Spezialgläser und Schleifmaterial hergestellt. Darüber hinaus kommt er in Atomreaktoren als Korrosionsschutz für Uran zum Einsatz.

Zirkon wird außerdem als Zirkonoxid, Zirconiumdioxid oder auch Zirkoniumdioxid als reizarmer Werkstoff für Zahnersatz und Zahnimplantate verwandt.

 

Dem Zirkon sagt man nach, dass er aufgrund seiner Härte und seines brillianten Glanzes für Stärke, Schönheit und Weisheit steht. In einigen Kulturen wird ihm auch eine schützende Wirkung zugeschrieben. Außerdem soll er vor negativer Energie und Unheil bewahren.

 
 
 

Dezember 2025 Boulder- Opal

Das Mineralienmuseum Mettingen präsentiert:

Stein des Monats Dezember: Boulder- Opal

 

Da Weihnachten näher rückt und der ein oder andere noch auf der Suche nach einem passenden Schmuckstück ist, und auf Mineralienbörsen gerade sehr viele wunderschöne Boulder- Opale angeboten werden, die durch ihr Farbspektrum begeistern, haben wir uns den Boulder- Opal mal genauer angeschaut.

Boulder steht im Englischen für Stein oder Fels. Der Name Opal wurde vom griechischen Wort opallios was  „eine Veränderung sehen“ bedeutet, abgeleitet. Auch das lateinische Wort opalus, das mit „ Edelstein“ übersetzt wird, dürfte bei der Namensgebung Pate gestanden haben.

Boulder- Opale werden ausschließlich im Südwesten von Queensland in Australien gefunden.Die Hauptabbaugebiete der Boulder- Opale liegen in einem 300 km breiten und 800 km langen Gürtel aus verwitterten kreidezeitlichen Sedimenten, hauptsächlich in den Gegenden um Winton, Vergemont, Jundah, Quilpie, Eromanga, Yowah und Cunnamulla. Die Boulder- Opale entstehen, wenn durch Verwitterungsprozesse aus Meeresschlämmen mit Kleinstlebewesen kieselsäurereiches Wasser in Risse in Eisenerz oder Sandstein eindringt und verdunstet. Der ständige Wechsel von Feuchtigkeit und Verdunstung führte zur Verfestigung der Kieselsäure und somit zu den wunderschönen Opalen. Boulderopale bestehen aus wasserhaltigem Siliziumdioxid. Ihr Wassergehalt liegt typischerweise zwischen 4 und 9 Prozent.Das Farbspiel entsteht durch die Struktur des Opals. Im Laufe von Millionen von Jahren entsteht der Opal nämlich durch das Aufeinanderschichten und Aushärten winziger Kugeln. Ihr Durchmesser beträgt ein Zehntel Mikrometer. Sind diese Kugeln gleichmäßig groß und weisen gleichmäßige Abstände auf, entsteht durch die Wechselwirkung mit Licht das bewunderte Farbspiel. 

Die wertvollen Opalschichten findet man in einem Eisen-Ton-Sandsteingemisch, sogenannte Boulder – mit einer Größe von wenigen Zentimetern bis hin zu mehreren Metern. Im Inneren dieser Boulder hat der in sämtlichen Farben und Formen vorkommende Opal vor vielen Millionen Jahren die natürlichen Hohlräume wie Risse, Spalten oder Röhren ausgefüllt. Der Abbau der Boulderopale erfolgt vorwiegend mit Hilfe schwerer Maschinen im Tagebau, oft fern von jeglicher Zivilisation.

Bei geschliffenen Boulder- Opalen bleibt das umgebende Muttergestein erhalten. Dieser Kontrast macht ihn besonders reizvoll und läßt das vielfältige Farbspiel hervortreten. Der Schliff ist bei Boulder- Opalen alles andere als einfach. Einerseits muß man die Härte des Muttergesteins berücksichtigen und andererseits die Härte des Opals. Genau diese Kombination macht Boulder- Opale aber auch deutlich haltbarer als andere Opale. Boulder-Opale werden oftmals entlang des Verlaufs der Opalader geschliffen, so dass sich das Muttergestein unterstützend auf der Unterseite befindet. Die Oberfläche des geschliffenen Steins ist somit ganz aus Opal. Eine andere Variante setzt den Schliff senkrecht durch die Opalader an, um die Streifen des Siliziumdioxids, eingefangen im Muttergestein, zur Geltung zu bringen. Der Boulder- Opal erscheint als dünne Schicht auf dunklem Untergrund oder als Adern und Flecken auf der Gesteinsoberfläche. Die schimmernde Opalfarbe sticht vor dem dunklen, felsigen Hintergrund in jedem Fall wunderschön hervor.

Die ersten Boulder Opale wurden 1860 entdeckt und 1871 nahm die erste Mine ihre Förderung auf. 1891 wurde der Boulder Opal bei der London Gem Exhibition vorgestellt und erregte großes Aufsehen.

Auch die Legenden der Aborigines befassen sich mit der Entstehung der Opale. Eine erzählt von den Schuppen der Regenbogenschlange, die als Opale herabfielen und dabei das Land formten. Eine andere erzählt von einem Pelikan, der durch Picken auf einen Opal das Feuer entdeckte, und eine weitere erzählt von Opalen, die dort entstanden, wo der Regenbogenschöpfer die Erde berührte.

Der Boulder-Opal hat viele Liebhaber unter Schmuckdesignern. Wunderschöne Ohrringe mit Boulder- Opalen sieht man alljährlich sowohl bei Golden Globe- , wie auch bei Oscar- Verleihungen.

 

Strontianit 2025

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats November: Strontianit

 

Da die Zeit der Weihnachtsbäckerei langsam näher rückt, haben wir uns in diesem Monat einen Stein ausgesucht, der als Katalysator zur Restentzuckerung von Melasse eingesetzt wurde. Die Rede ist von Strontianit, dessen einzige zum Abbau geeignete Lagerstätte sich in einem kleinen Landstrich im südlichen Münsterland befand. 

 

Strontianit wurde 1790 im schottischen Ort Strontian entdeckt, vom Naturforscher Friedrich Gabriel Sulzer beschrieben und nach seinem Fundort benannt. Es handelt sich um ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Carbonate und Nitrate und ist chemisch gesehen ein Strontiumcarbonat.

In reiner Form ist Strontianit farblos und durchsichtig, kann aber durch Beimengungen von Fremdstoffen eine graue, braune, grüne, gelbe oder rötliche Farbe annehmen. Die ausgebildeten Kristalle können nadelig,spießig oder säulenförmig-rhombisch sein.

Strontianit ist ein hydrothermales Mineral. Heißes Wasser mit gelösten Elementen, hier Strontium und Kohlenstoff, dringt in Hohlräume oder Adern in Gestein ein. Wenn das Wasser verdunstet, kristallisieren die Elemente.

Üblicherweise kommt Strontianit in Adern aus Kalkstein, Kreide und Mergel vor, sowie in Hohlräumen von Lavagestein. Es gibt ihn aber auch in Form von Geoden oder Konkretionen.

Im Münsterland wurden 1834 erste Steine in Nienberge entdeckt, weitere Funde gab es 1839 /40. Diese Steine wurden wegen ihrer schönen karminroten Flammenfärbung ( sog. bengalisches Feuer) an Apotheker verkauft.

Das Interesse am Strontianit änderte sich erst, als es 1871 dem Ingenieur Max Fleischer in Dessau gelang mit Hilfe von Strontianit als Katalysator aus der Melasse den Restzucker zu gewinnen. Der auf diese Weise gewonnene Zucker war von besonders hoher Qualität. Ihn zeichneten gleichmäßige Körnung, Reinheit und weiße Farbe aus. Bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben fällt ein dunkelbrauner, zäher Sirup an, die Melasse. Sie enthält noch 50 % Zucker, der aber nicht mehr auskristallisiert. Deshalb hatte man schon lange nach Methoden gesucht, den „Restzucker“ aus der Melasse zu isolieren. In Deutschland und Österreich- Ungarn gab es zur damaligen Zeit eine Zuckersteuer, die sich an der Menge der verarbeiteten Rüben und nicht an der tatsächlichen Zuckerproduktion orientierte. Jede Steigerung der Zuckerausbeute bedeutete daher Gewinn. Im Münsterland kam es mit Beginn der Melasse-Entzuckerung zu einem Goldrausch, vergleichbar mit der kalifornischen Goldgräberstimmung, der aber nur 10 Jahre anhielt. Insgesamt gab es etwa 700 Gruben mit maximal 2 200 Bergleuten, die sich im Gebiet östlich bis Oelde, südlich bis Hamm, westlich bis Nordkirchen und nördlich bis Münster und Warendorf befanden. Die Stadt Drensteinfurt war mit 180 Gruben der Hauptort des Strontianitabbaus im Münsterland. Ein Teil der Gruben waren Minipütts, wie bei den Kleinbetrieben im Steinkohlebergbau nach dem 2. Weltkrieg. Gemeinsam war allen Gruben das Problem des starken Grubenwassers, aber nur in den größeren Gruben gab es entsprechende Pumpen, die das Wasser bewältigen konnten. Die Kleidung der Bergleute bestand aus Holzschuhen und einfacher Kleidung mit Kappe oder Hut. Arbeitsgerät war eine einfache Hacke. Gefördert wurde mit einem Handhaspel. Der Schacht war häufig nur wenige Meter tief. Der hoffnungsvoll begonnene Strontianitbergbau im Münsterland scheiterte aber schon nach kurzer Zeit. Einerseits waren die Strontianit- Unternehmer gar nicht in der Lage die großen Mengen Strontianit für die sich schnell ausweitende Melasse-Entzuckerung zu liefern, andererseits machte das preisgünstigere Ersatzprodukt Coelestin den Strontianit auf dem Weltmarkt rasch überflüssig. Coelestin, das in England und in der Nähe von Arolsen in mächtigen Lagern abgebaut wurde, erwies sich als eine nicht zu schlagende Konkurrenz. Später wurde der Zucker aufgrund der Zuckerrohrproduktion auf dem Weltmarkt so billig, dass sich irgendwann die bisherige Ausbeute aus der Melasse nicht mehr lohnte.

Einige wenige mit dem Strontianit- Abbau befassten Gruben wurden noch bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs betrieben, da Strontianit auch in der Pyrotechnik, bei der Entschwefelung in der Stahlindustrie und bei der Waffenproduktion ( Leuchtraketen) genutzt wurde. Als letzte strontianitfördernde Grube stellte die Grube Wickensack in Ascheberg im Januar 1945 ihren Betrieb ein.

Seit den 1980er Jahren wird Strontianit in Tongling in der Volksrepublik China abgebaut. Heute findet Strontianit Verwendung in Hartferrit-Magneten, in Fernseh- und Computer-Bildschirmglas, in pyrotechnischen Erzeugnissen und in Medikamenten. Wer sich selbst ein Bild vom Bergbauboom machen will, dem sei der Film Wild Wild Westfalen der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) der Universität Münster (2023) empfohlen.

Baryt 2025

Das Mineralienmuseum Mettingen präsentiert:

Stein des Monats Oktober: Baryt

Ausgehend von der Herbstfärbung des Laubes haben wir uns in diesem Monat einen Stein ausgesucht, der farblich, zumindest auf diesem Foto, an gefallenes Laub erinnert.

Der Name des Stein des Monats „ Baryt“ stammt vom griechischen Wort „ barys“ ab, was übersetzt „ schwer“ bedeutet. Ursächlich dafür war, dass Baryt im Vergleich zu den anderen Materialien wie Fluorit, Gips oder Calcit, mit denen er zusammen abgebaut wurde, wegen seiner hohen Dichte deutlich schwerer war. Dies brachte dem Baryt auch die Bezeichnung „Schwerspat“ ein.

Baryt war schon seit den Anfängen  des Bergbaus bekannt, da er häufig auf Erzgängen vorkommt. Er wurde für ein völlig wertloses Mineral gehalten bis die Alchemisten ihn im Mittelalter für sich entdeckten. Vincenz Cascariolo, ein Schuhmachermeister aus Bologna, erwärmte 1630 eine Barytknolle und stellte fest, dass sie im Dunkeln leuchtete. So wurde die Phosphoreszenz entdeckt. Da die Barytknollen aus dem Gipsmergel in der Nähe von Bologna stammten, waren sie als „leuchtende Kugeln aus Bologna“ bekannt.

Baryt ist ein Bariumsulfat, das zur Mineralklasse der Sulfate zählt, und das sich neben seiner hohen Dichte, durch chemische Beständigkeit und geringe Wasserlöslichkeit auszeichnet. Es wird als Rohstoff für weiße Pigmente, Füllstoff in Papier, Schalldämmstoffen und Kunststoffen verwendet und dient als wichtige Komponente in Bohrspülungen für Öl- und Gasbohrungen, um diese zu stabilisieren. Aufgrund seiner hohen Dichte und guten Abschirm-Eigenschaften wird Baryt in Strahlenschutzbeton, beispielsweise für Röntgenräume, also zum Schutz vor Radioaktivität in der Medizin verwandt.

Er kann in verschiedenen Formen, Farben und Kristallstrukturen auftreten.

Die Barytkristalle können tafelig, prismatisch oder keilförmig sein und sehr groß werden. Da Baryt für seine schönen und vielfältigen Kristallformen, darunter Rosetten oder Hahnenkamm-Aggregate, bekannt ist, ist er auch ein begehrtes Mineral für Mineraliensammler.

Eigentlich ist Baryt farblos. Er erhält seine Farbe durch Verunreinigungen. So färbt ein Eisenanteil den Baryt grünlich, braun, gelb oder rot, Manganbestandteile färben den Baryt rosa, Ton sorgt für blau oder grau, während organische Substanzen den Baryt grau- schwarz färben.Baryt bildet sich aus hydrothermalen Lösungen oder auch sedimentär. Man findet ihn in hydrothermalen Ganglagerstätten oder in Erzlagerstätten.

Selbst auf dem Meeresboden ist Baryt zu finden, etwa auf dem Boden des Pazifik sowie in Gesteinsproben des Mittelatlantischen Rückens und des Zentralindischen Rücken konnte Baryt nachgewiesen werden. In Sedimenten entsteht er als Knolle ( Barytrose) oder als Kluftfüllung. Für seine Hitzeempfindlichkeit ist das Mineral chemisch sehr beständig. Selbst in heißer, konzentrierter Schwefelsäure löst er sich nur langsam auf. Es ist nicht giftig und nicht wasserlöslich.

Farbloser Baryt fluoresziert, wenn man ihn unter langwelliges UV – Licht hält, gelb, orange oder pink, unter kurzwelligem UV – Licht fluoresziert Baryt gelb und zeigt Phosphoreszenz.

Baryt ist ein weltweit vorkommendes Mineral. Man geht von über 8600 Fundstellen aus. Bedeutende Lagerstätten gibt es unter anderem in Deutschland (Grube Clara,Oberwolfach, Schwarzwald), im Erzgebirge ( Grube Niederschlag) sowie im Thüringer Wald in der Nähe von Ilmenau ( Grube Gehren), in Marokko, in Spanien,in den USA, in Großbritannien, auf Sardinien, in Rumänien und in Tschechien.

Außerhalb der Erde fand sich Baryt noch in den Gesteinsproben in der Nähe der Landeplätze von Luna 16, 20 und 24 auf dem Mond.

Von der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie wurde Baryt 2023 zum Mineral des Jahres in Deutschland und Österreich gewählt.

Schwefel September

Das Mineralienmuseum Mettingen präsentiert:

Stein des Monats September: Schwefel

Schwefel steht oft als Symbol für den Teufel, das Böse und die Hölle. Wenn man unser wunderschönes, gelbes Exemplar sieht, vermag man sich dieser Vorstellung kaum anzuschließen. Foto: Karin Brinkmann

Schwefel (Sulfur) ist ein chemisches Element und gehört zu den Nichtmetallen. Der Name Schwefel leitet sich genau wie die lateinische Bezeichnung sulfur von der indogermanischen Wurzel suel- mit der Bedeutung“ langsam verbrennen“ ab, woraus im Germanischen der Begriff „schwelen“ entstand. Das Elementsymbol ist S und die Ordnungszahl im Periodensystem ist 16, was bedeutet, das Schwefel an 16. Stelle bei der Häufigkeit des Vorkommens in der Lithosphäre steht.

Schwefel wird seit langer Zeit von Menschen genutzt. Um 5000 v. Chr. wandten Chinesen und Ägypter Schwefel zum Bleichen von Textilien, als Arzneimittel und zur Desinfektion an. Der Papyrus Ebers  ( ca. 1500 v. Chr.) beschreibt die Verwendung von Schwefel zur Behandlung von bakteriellen Entzündungen des Auges.

Chinesen gewannen im dritten Jahrhundert vor Christus Schwefel aus Pyrit. Das vorklassische Griechenland verwendete Schwefel als Arzneimittel und das durch Verbrennung von Schwefel entstehende Schwefeldioxid sowohl als Desinfektionsmittel zur Verhütung von Infektionskrankheiten, wie etwa der Pest, als auch zur Schwefelung von Wein, worüber Homer um 800 v. Chr. in seiner Odyssee berichtet. Schwefeldioxid wird noch heute in der Lebensmittelchemie als Antioxidationsmittel und zur Konservierung verwandt. 

Die antike Kriegsführung verwendete Schwefel als Brandwaffe oder Brandbeschleuniger. Nach einer Abhandlung aus der chinesischen Song- Dynastie setzte sich Schwarzpulver damals aus Kaliumnitrat, Holzkohle und Schwefel zusammen. Lange Zeit blieb Schwarzpulver der einzige Spreng- und Explosionsstoff und war damit hoch begehrt.

Schwefel findet sich in der Erdhülle in verschiedenen Formationen, wie z.B. in Salzlagern oder bei vulkanischen Aktivitäten. Schwefel wird entweder als elementarer Schwefel gewonnen, der zu über 90 % weiter zu Schwefelsäure, einer der technisch wichtigsten und meistproduzierten Grundchemikalien verarbeitet wird, oder in Form seines Oxids durch Rösten von sulfidischen Erzen. Elementarer Schwefel wird weltweit gewonnen und gehandelt. 2020 wurden in der gesamten Welt fast 80 Millionen Tonnen Schwefel produziert. Die größten Produktionsländer waren die China, die USA und Russland, gefolgt von Saudi- Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Weltweit sind 1500 Fundorte nachgewiesen worden. Schwefel kommt in der Natur in mächtigen Lagerstätten zum Beispiel in Sizilien, Polen, Irak, Iran, Louisiana, Texas und Mexiko vor. Aber auch bei Mineralproben vom Meeresboden des Golfes von Mexiko, des Mittelatlantischen Rückens und des Ostpazifischen Rückens wurde Schwefel nachgewiesen.

In unserer Region gab es zwischen Tecklenburg und Ibbenbüren bei Brochterbeck das Bad Holthausen. Die dortige Quelle wurde um 1900 entdeckt und verschaffte vor allem Patienten mit Gicht und Rheuma Linderung. 2003 wurde nach mehr als hundertjähriger Geschichte der Betrieb eingestellt.

Nur wenigen Menschen ist bekannt, dass auch Mettingen ein Schwefelbad war. Es befand  sich auf dem Gelände der heutigen Draiflessen Collection. 1873 ließ Karl Hermann August Lampe dort ein Haus errichten. Bei den Bauarbeiten stieß man auf eine Schwefelquelle. Daraufhin wurde in den Folgejahren ein Schwefelbad mit 10 Badezellen errichtet und im Garten ein Teich angelegt, der mit Booten befahrbar war. Als sich herausstellte, dass der Schwefelgehalt nicht stark genug war und Schwefel zugeführt werden mußte, ging die Zeit des Schwefelbades Mettingen zu ende. Seit 1949 befand sich auf dem Gelände die Produktion der CANDA.

Last but not least gibt es in unserer Region noch das Schwefelbad Steinbeck. Letztgenanntes ist eines der ältesten Heilbäder Westfalens, wurde 1823 entdeckt und bietet bis heute seinen zahlreichen Gästen 34 Grad warmes Heilwasser zur Heilung oder Besserung ihrer Leiden und vielseitige Möglichkeiten Körper und Seele zu verwöhnen. Schwefelbäder werden bei rheumatischen Erkrankungen, Hautkrankheiten sowie bei Gelenkbeschwerden und Durchblutungsstörungen verordnet.

Stein des Monats August 2025 Der Schwarzort- Schatz

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats : Der Schwarzort- Schatz- Bernsteinfunde aus der Jungsteinzeit

Bernstein übte auf Menschen zu allen Zeiten eine besondere Faszination aus. Die Vielfalt der Bezeichnungen für Bernstein, wie Tränen der Götter, Gold des Meeres oder Stein des Nordens beweisen eindrucksvoll, wie sehr dieser Stein die Fantasie der Menschen bewegt hat und bis heute bewegt.

Im Vorfeld unserer am 02.09.2025 startenden Ausstellung „ Zurück in die Steinzeit – als die Menschen sesshaft wurden“ haben wir einen Blick über die Landesgrenzen getan und sind im Bernsteinmuseum in Vilnius, der Hauptstadt Litauens, auf den Schwarzort- Schatz aus der Jungsteinzeit (3000 v. Chr.) aufmerksam geworden. Der Schwarzort- Schatz ist der größte archäologische Bernsteinfund der Welt mit der Besonderheit, dass er aus Figuren aus verschiedenen Epochen von der Jungsteinzeit bis hin zur Bronzezeit besteht, was bis heute Rätsel aufgibt. Eine Theorie besagt, dass diese Erzeugnisse aus den Steinzeit-Ortschaften im Samland bis nach Schwarzort gespült wurden. Eine andere Theorie hält dies für unmöglich und versucht zu beweisen, dass es bei Schwarzort über eine längere Periode einen Opferungsort gab.

Unabhängig davon, welcher Auffassung man sich auch anschließt, handelt es sich bei den Funden um die ersten Skulpturen der Jungsteinzeitmenschen aus Bernstein. Im Bernsteinmuseum in Vilnius ist eine Rekonstruktion des Schatzes zu sehen.

In Schwarzort im Kurischen Haff wurde bei der Vertiefung einer Fahrwasserrinne vor einer vorgelagerten Sandbank Bernstein gefunden. Nachdem Untersuchungen von einem größeren Vorkommen ausgingen, erfolgt der Bernsteinabbau ab 1857 mit dampfgetriebenen Baggern durch die Firma Stantien & Becker. Einzelne Bernsteinfunde wurden, da figürlich, als merkwürdig angesehen und an Besucher oder ausscheidende Mitarbeiter verschenkt. Eine Figurengruppe wurde in die USA verkauft, wo man nie wieder etwas von ihr hörte. Die Mehrzahl älterer Funde gilt als verloren.

Der Schwarzort- Schatz, von dem hier die Rede ist, wurde zwischen 1861- 1881 auf der vorgelagerten Sandbank gefunden. Er bestand neben Rohbernsteinstücken aus 434 Bernsteinamuletten, Ringen, Knöpfen und Perlen und blieb dank des Geologen Richard Klebs, der für das Abbauunternehmen beratend tätig war und die Besonderheit und den Wert erkannte, als Sammlung erhalten. In seinem Buch „ Bernsteinschmuck der Steinzeit“ hat er die Sammlung für eine Ausstellung in Berlin katalogisiert, so dass die einzelnen Funde bis heute rekonstruierbar sind. Später vervollständigte er die Sammlung mit einer umfangreichen Inklusensammlung ( Bernstein mit Insekten – oder Pflanzeneinschlüssen ) und betreute sie im Museum in Königsberg als Kurator. Nach seinem Tod kaufte der Staat Preußen 15.000 Stücke aus der Sammlung und gab sie an die Albertus -Universität in Königsberg. Der Leiter der Königsberger Bernsteinsammlung Prof. Dr. Ernst Andree´ ließ während des zweiten Weltkrieges große Teile der Sammlung zusammen mit anderen Kunstschätzen der Universität im Königsberger Schloss in Sicherheit bringen, wo bereits das legendäre Bernsteinzimmer lagerte.

In den Wirren des Krieges war die Sammlung zunächst verschwunden und galt als zerstört.

Zwei Kisten mit Teilen der Bernsteinsammlung waren mit anderen Kunstschätzen der Albertus- Universität Königsberg an die Göttinger Universität und zum Schutz vor Luftangriffen nach Volpriehausen ins ehemalige Kalibergwerk Wittekind, das als unterirdische Heeres-Munitionsanstalt diente, gelangt. Dort wurden die Kisten mit dem Schwarzort- Schatz in 600m Tiefe unter den Munitionslager- und fertigungsbereichen eingelagert. Die Königsberger Sammlung bestand zu ihrer Blütezeit aus circa. 120.000 Objekten Ob sie vollständig den hier beschriebenen Weg genommen hat bzw. wie viele Kisten wirklich nach Göttingen gelangten, ist nicht mehr nachvollziehbar. Vermutlich verblieb ein Teil der Sammlung in Königsberg und wurde bei Kämpfen im April 1945 zerstört. Ob weitere Kisten der Königsberger Bernsteinsammlung, die nach Göttingen gelangten, eventuell auch Teile des Bernsteinzimmers enthielten, ist unklar.

18 Skulpturen befanden sich beim damaligen Direktor der Universitäts- Bernsteinsammlung Prof. Dr. Karl Andree`, der sie im Januar 1945 auf der Flucht persönlich nach Göttingen brachte, wo er nach Kriegsende als Professor tätig war. Prof. Dr. Karl Andree´ war in der hiesigen Region übrigens kein Unbekannter. Er unternahm wissenschaftliche Exkursionen im Teutoburger Wald in der Nähe von Bad Iburg und im Münsterschen Becken und schrieb seine Dissertation über den Teutoburger Wald bei Iburg.

Das ehemalige Bergwerk nebst Heeres-Munitionsanstalt und Kulturschätzen wurde im April 1945 kampflos den Amerikanern übergeben, die es im Juli 1945 an die Briten übergaben. Danach begann man die Munition zu heben und geordnet zu sprengen. In der Nacht vom 28.9. zum 29.09.1945 kam es zu einer Explosion im Schacht, deren Ursache bis heute ungeklärt ist. 7 Menschen verloren dabei ihr Leben. Ob es Plünderer waren, die auf diese Weise versuchten in das Bergwerk mit den Schätzen zu gelangen, Fremdarbeiter, die sich rächen wollten oder Briten, die wegen der hohen Munitionsvorräte die Vernichtung der Schachtanlage veranlasst hatten, ist bis heute ungeklärt. Die in 500 m Tiefe im Bergwerk lagernden ca. 20.000t Munition explodierten und das folgende Feuer verstörte große Teile der eingelagerten Sammlungen. Erst im Frühjahr 1946 war das Bergwerk wieder befahrbar.

Die Munitionsvorräte waren komplett zerstört. Ab August 1946 versuchten Freiwillige zu retten, was noch zu retten war. Soldaten, Studenten und jeder der mithelfen konnte, wurden mobilisiert. Freiwillige bemühten sich die Überbleibsel der eingelagerten Sammlungen zu retten, dabei fanden sie auch Bernsteine.

Die zwei Kisten mit den Bernsteinen aus Königsberg sollen bereits im Vorfeld an den britischen Oberkommandierenden übergeben worden sein und 1958 nach Umwegen über das Kunstgutlager der Alliierten in Celle auf Intervention von Prof. Dr. Ernst Andree` nach Göttingen zurückgefunden haben. Hilfskräfte, die bei der Rettung der eingelagerten Schätze tätig waren, gaben weitere Bernsteine, die sie gerettet hatten, zum Teil erst Jahre später zurück. Ein besonders markantes Stück kehrte so nach 50 Jahren in den Bestand zurück. 80 Teile des Schatzes wurden online eingestellt an der Harvard University entdeckt. 400 Teile wurden dank aufmerksamer Mitarbeiter der Harvard University schließlich zurückgegeben. Insgesamt wurden von der Königsberger Sammlung, zu der der Schwarzort-Schatz gehört, 18.000 Teile gerettet.

Die Bergungsarbeiten im ehemaligen Kalibergwerk mussten aufgrund eindringenden Grundwassers im Oktober 1946 beendet werden. 1955 wurden alle Gänge geflutet und alle Schächte stehen bis heute unter Wasser und sind versiegelt. An weitere Bergungen ist nicht mehr zu denken. Ob sich auch, wie teilweise vermutet, das Bernsteinzimmer oder Teile desselben in dem ehemaligen Kalibergwerk befand, wird für immer ungeklärt bleiben.

Heute gehört die Königsberger Sammlung der Stiftung preußischer Kulturbesitz und befindet sich als Leihgabe in der Bernsteinsammlung des Museums für Geologie und Paläontologie der Universität Göttingen. Zwei Skulpturen und einige weitere Stücke befinden sich als Leihgabe in Erinnerung an die damalige Unterbringung im Kalibergbaumuseum in Uslar.

 

Stein des Monats Juni 2025: Spinell

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats Juni: Spinell

Wie der Spinell, ein Edelstein, der übrigens zu den am meisten unterschätzten Schmucksteinen zählt, zu seinem Namen kam, ist unklar. Zwei Erklärungen beanspruchen dafür die Urheberschaft. Entweder stammt der Name Spinell vom lateinischen Wort „spinula“ ( kleiner Dorn) – wegen der achteckigen, dornenartigen Form seiner Kristalle – oder vom griechischen Wort „spinos“ , was mit funkeln oder Funke übersetzt wird und eine Anspielung auf seine strahlenden Rottöne ist.

Der Spinell ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Oxide und Hydroxide“ und ist chemisch gesehen ein Magnesium-Aluminum- Oxid.

Er ist ein natürliches Mineral, das in einer Vielzahl von Farben vorkommt, darunter rot, blau, rosa, grün und farblos. Die bunten, leuchtenden Farben entstehen durch den Austausch von Aluminium durch andere Elemente im Kristallgitter.

Er hat eine kubische Kristallstruktur und eine Mohshärte von 8 sowie eine geringe Spaltbarkeit. Daher eignet sich der Spinell ausgezeichnet als Schmuckstein.

Die häufigsten Schliff- Formen von Spinell sind der Kissen- und der Ovalschliff.

Früher wurde er aufgrund seiner Härte als Diamantersatz verwendet.

Schon Marco Polo (1254–1324 n. Chr.). schrieb in seinem Tagebuch über die berühmten Spinell- und Rubinminen von Badachschan, einer Provinz im Norden Afghanistans. Sie waren bis zum 19. Jahrhundert für die Edelsteinwelt von großer Bedeutung.

Im 11. Jahrhundert nutzten Seefahrer mit dem sogenannten Magnetstein, einen speziellen Spinell, um ihre Kompasse zu magnetisieren und ihre Schiffe über die Meere zu navigieren. Ein Spinell stand also Pate beim Beginn der Kartografie, als Seeleute damit begannen, ihre Reisen aufzuzeichnen und die ersten Weltkarten anzufertigen.

Schon 1507 wurde der Spinell als eigenständiger Edelstein anerkannt und 1783 gelang es Wissenschaftlern, ihn vom Rubin zu unterscheiden. Gleichwohl wurden bis ins 18. Jahrhundert hinein alle roten Steine als Spinell bezeichnet, wozu auch Granat, Rubin und sogar Saphir gehören konnten.

Auch die britischen Kronjuwelen waren vor Verwechselungen nicht gefeit.

So sind der 352-karätige „Timur- Rubin“ , der nach seinem Vorbesitzer dem tatarischen Eroberer Tamerlane benannt wurde, und der 170-karätige „Rubin des Schwarzen Prinzen“ , die sich im Tower von London befinden, in Wirklichkeit Spinelle.

Der Rubin des schwarzen Prinzen befand sich auf einem Helm, der mit Edelsteinen besetzt war und den der englische König Henry V. 1415 in der Schlacht von Azincourt gegen das französische Heer unter König Karl VI. trug. Während dieser Schlacht wäre König Henry beinahe vom französischen Befehlshaber mit einem Schlag auf den Kopf getötet worden. Die Wucht des Schlages wurde aber vom „Rubin des Schwarzen Prinzen“, abgewehrt und so das Leben des Königs gerettet. König Henry konnte seine Truppen in dieser Schlacht sogar noch zu einem Sieg führen. Der„Rubin des Schwarzen Prinzen“, trägt seit diesem Tage den Beinamen „Edelstein des Sieges“.

Auch in der russischen Zarenkrone, die Katharina II, die Große anfertigen ließ, befindet sich ein aus China stammender Spinell mit einem Gewicht von 400 Karat.

Mit einem großen Spinell mit fast 500 Karat , dem sog. Samaria Spinell, sind die iranischen Krönungsinsignien geschmückt. Erzählungen nach trug bereits das goldene Kalb der Israeliten diesen Spinell um den Hals, weshalb er ein Loch aufweist, das später mit einem Diamanten verschlossen wurde.

Ansonsten wird der Spinell aber auch mit Alchimisten und Zauberern in Verbindung gebracht. Einigen Meistern der „Dunklen Künste“ wird nachgesagt, dass sie den Spinell nutzten, um Dämonen zu beschwören oder sich mit ihm in Form von Amuletten gegen Feuer zu schützen. Eine andere Sage erzählt allerdings auch davon, dass der Edelstein jemanden als Praktizierenden der „Schwarzen Magie“ enttarnen konnte.

Die zwei bislang größten Spinelle befinden sich im British Museum in London und wiegen jeweils 520 Karat.

Der Spinell bildet sich im magmatischen Gestein. Er kristallisiert im kubischen System und kann perfekte Oktaeder ausbilden. Auch Würfel und Zwillingsbildung sind relativ häufig. Abgebaut wird er heute in den USA, Myanmar, Madagaskar, Sri Lanka, Tadschikistan, Tansania, Vietnam und Sibirien.

Künstliche Spinelle werden industriell für gasdichte und feuerfeste technische Keramiken verwendet. Man findet sie aber auch als Schmucksteine.Die Identifizierung ist einfach.Der natürliche Edelstein enthält Eisen und wird daher von einem Magneten angezogen. Nur helle oder orangefarbene Stücke mit Spuren von Chrom stoßen den Magneten ab.

Esotheriker sagen dem Spinell nach, er sei ein beruhigender Stein und eigene sich hervorragend zum Streßabbau. Er vermittle eine positive Grundstimmung und sorge dafür, dass.Ziele nicht aus den Augen verloren werden, sondern man mit Zuversicht beharrlich auf sie zu geht. Depressionen und Ängste sollen gelöst werden.

Körperlich soll der Spinell bei Entzündungen helfen, krampflösend sein und sich positiv auf die Verdauung auswirken. Ferner soll er auch die Muskeln stärken. Nachgesagt wird ihm auch, dass er einerseits aktiviere und belebe und zugleich die Nervenfunktionen beruhige.

In der Literatur findet sich Spinell bei Thomas Mann in der Erzählung Tristan als Name des Gegenspielers der Hauptfigur.