Bilder vom Museum

Herzlich Willkommen auf unserer Webseite!
Das Mettinger mineralogische und petrologische Museum ist immer einen Besuch wert.

Aktuell

Mineralogie Museum

Das Mineralienmuseum Mettingen ist in mehrere Bereiche aufgeteilt und umfasst mehr als 30 000 Exponate aus den Bereichen:

Bergbau mit Modell und Bergmann
Fossilien
Heimatsammlung (Lagerstättenkundliche Sammlung im Einflussbereich des Bramscher Intrusivs)
Systematische Sammlung
Kristallografie
Mineralien von A – Z
Gesteinssammlung
Schmuck und Edelsteine

Wir weisen auf Sie auch unsere derzeitige Sonderausstellung „Mein Freund der Kieselstein“ – mit der in Mettingen gefundenen Steinaxt, hin.

Wir wünschen einen informativen Aufenthalt auf unserer Webseite und auch gerne auch persönlich im Mettinger Mineralienmuseum vor Ort.

 

Instagram Valentinstag

Passend zum Valentinstag am 14. Februar befassen wir uns mit dem versteinerten Herzigel. Der Ausspruch „Hart aber herzlich“, nach dem Titel einer amerikanischen Fernsehserie, die von 1983-1985 ausgestrahlt wurde und sich auch bei uns großer Beliebtheit erfreute, bringt es auf den Punkt.Auch das Landesmuseum Hannover hat daher seine aktuelle Ausstellung zum Thema Herzseeigel unter diesen Titel gestellt.

Herzigel, so nennen Sammler Seeigel, deren Form an ein Herz erinnert. Sie fallen unter den versteinerten Seeigeln aufgrund ihrer Herzform auf und sind aufgrund ihrer Seltenheit besonders begehrt. Egal welchen Herzseeigel man findet, ob es sich um einen Micraster oder einen Cardiaster handelt, es ist immer etwas Besonderes und ein Grund zur Freude.

Micraster sind die bei uns im Norden häufigsten Herzseeigel.Sie lebten in der späten Kreide vor ca. 60- 70 Millionen Jahren. Es handelt sich mit einer Größe von 3-5 cm um relativ große Kreideseeigel, die man aber im Geschiebe im Vergleich zu den anderen Kreideseeigeln Echinocorys und Galerites eher selten findet. Letztgenannte eigneten sich aufgrund der Form und der Schalenstärke offenbar besser zur Erhaltung. Micraster sind oftmals verzogen oder beschädigt. Aussichtsreicher ist die Suche nach Herzseeigeln in den Mergelgruben Höver und Misburg im Umland von Hannover.

Erste Funde und Beschreibungen von Micrastern gab es bereits im 18.und 19. Jahrhundert, aber erst im 20. Jahrhundert wurde er zum Leitfossil der Oberkreide.

Der Micraster lebte in küstennahen flachen Gewässern und war teilweise im Sediment eingegraben. Dies diente dem Schutz vor Freßfeinden. Micraster ernährten sich durch die Filterung von Nährstoffen aus den sie umgebenden Ablagerungen und Sedimenten. Die Form ihres Gehäuses ermöglichte ihnen eine vergleichsweise gute Fortbewegung im Wasser.

Auch heute noch gibt es lebende Arten von Herzseeigeln und mit etwas Glück findet man leere Herzseeigelgehäuse am Strand. Gefunden wurden die hier gezeigten Exemplare am Westerländer Hauptstrand. Die sogenannten kleinen Herzseeigel Echinocardium cordatum sind nahe Verwandte des Micraster. Die kleinen Herzseeigelgehäuse sind nicht versteinert sondern hauchdünn und sehr empfindlich. Will man länger Freude an ihnen haben, empfiehlt sich wie bei echten Herzen ein liebevoller und sorgsamer Umgang.

Einen schönen Valentinstag wünscht das Team des Mineralien Museums Mettingen

Instagram Manganknolle

In Zeiten, in denen die Jagd nach Rohstoffen einer Art Goldrausch gleicht, macht es Sinn sich Steine auf dem Meeresgrund, die als Rohstoffreserven gelten, näher anzusehen.Der Meeresboden der Tiefsee, der mehr als die Hälfte der Erdoberfläche bedeckt, ist das größte Ökosystem der Erde und deshalb besonders schützenswert.

Noch im 19. Jahrhundert ging man davon aus, dass unterhalb von 1000m Wassertiefe kein Leben möglich sei.

Spätestens mit dem Science Fiktion Thriller „Der Schwarm“ von Frank Schätzing, wandelte sich auch außerhalb der Fachwelt das Bewußtsein im Hinblick auf Lebensformen auf dem Meeresgrund.

Manganknollen, die in 4000-6000 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund zu finden sind, wird dabei besonderes Interesse entgegen gebracht. Sie sind zwischen 2 und 15 cm groß und ihr Wachstum beträgt wenige Millimeter in einer Million Jahren.

Hauptbestandteil der Knollen sind Mangan und Eisenoxide. Wirtschaftlich noch interessanter sind die Anteile von Kupfer, Nickel und Kobalt sowie die Spuren von Zink, Titan oder Vanadium.Manganknollen entstehen durch die sehr langsame Abscheidung von Mangan und Eisen aus Meerwasser, die sich um einen meist organischen Kern konzentrisch schichten. Diese Bestandteile gelangen durch Erosion ins Meer oder stammen aus Hydrothermalquellen in vulkanisch aktiven Bereichen und lagern sich auf den Knollen an.

Entdeckt wurden die Knollen bereits anläßlich der britischen Challenger- Expedition von 1872-1876. In das Visier von Industrienationen auf der Suche nach Rohstoffen gerieten sie aber erst in den 1970ziger Jahren. Ein angeblicher Abbauversuch, der scheiterte, entpuppte sich als Tarnung für eine verdeckte Operation des amerikanischen Geheimdienstes CIA im Zentral­pazifik bei der es um die Bergung des sowjetischen Atom U- Bootes K 129 ging.

Die vorhandene Technologie war und ist für den Abbau in mehreren tausend Metern Wassertiefe nicht ausreichend. Die Vereinten Nationen haben Manganknollen zum Erbe der gesamten Menschheit erklärt. Für die Abbau- Lizenzen ist die internationale Meeresbodenbehörde zuständig. Erfolgreich erprobte Technologien für den Abbau gibt es bislang nicht und auch die vor dem Abbau zu klärende Frage nach den Auswirkungen für die Tiefsee – Umwelt ist weiter offen.

Februar 2026 Zirkonia

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats Februar: Zirkonia

Nachdem wir im Januar über den Zirkon berichtet hatten, wenden wir uns jetzt dem Zirkonia zu. Ist „Zirkonia“ nur eine Übersetzung oder Varietät vom „Zirkon“ oder ist der Begriff „Zirkonia“ die allgemeine Bezeichnung für alle nicht natürlichen Schmucksteine? Die Ähnlichkeit der Namen sorgt immer wieder für Verwirrung und ist es daher wert der Sache einmal auf den Grund zu gehen.

Zirkonia besteht aus Zirconiumoxid, das im Labor hergestellt wird. Zirkonia ist ein Kristall mit erstaunlicher Strahlkraft und gilt als Imitation eines der teuersten Steine der Welt: des Diamanten.

Auch Experten können gute Zirkoniasteine nicht durch Augenschein, sondern erst durch eine Messung des Wärmeleitwertes von Diamanten unterscheiden. Während Diamanten besonders gut wärmeleitend sind, leiten Zirkonia Wärme nämlich besonders schlecht.

Zirkoniumdioxid wurde bereits 1892 entdeckt, fand aber wenig Beachtung.Die beiden deutschen Mineralogen Mark Freiherr von Stackelberg und Karl Chudoba entdeckten echte Zirkonia erstmals 1937 als kleine Einschlüsse in natürlichem Zirkon, ohne sie allerdings tiefer zu untersuchen und zu benennen. In den 1960ziger Jahren gab es dann in Frankreich Forschungen zur Herstellung künstlicher Edelsteine. Damals gelang es allerdings lediglich, sehr kleine Kristalle zu erzeugen, die sich nicht für die Schmuckproduktion eigneten. Kristalle, die sich als Schmucksteine eigneten, wurden erst später in Moskau erfunden.

Anfang 1973 wurde im Lebedew -Institut der Akademie der Wissenschaften der UDSSR der Wert von künstlichem kubischem Zirkonia erkannt und dieser wenig später erstmals in einem neuen, am Institut entwickelten Verfahren hergestellt. Dazu wurde aus Zirkoniumoxid Einkristallen, Calciumoxid und Yttriumoxid sowie farbgebenden Metallen Kristalle gezüchtet. Yttriumoxid war für die Stabilität des Zirkoniumoxids verantwortlich und wird u.a. in der Dentaltechnik eingesetzt. Unter hohen Temperaturen wurden alle Bestandteile im Hochofen miteinander verschmolzen und nach der Abkühlung entstanden Zirkonia. Das Hinzufügen von Metalloxiden sorgt für das Leuchten der künstlich hergestellten Zirkoniakristalle. Seit den achtziger Jahren werden Zirkoniasteine als Imitation für Diamanten vermarktet und haben ihren Siegeszug um die Welt angetreten.

Für Zirkonia gibt es mehrere Namen, unter anderem heißen sie im englischen Sprachraum CZ als Abkürzung für Cubic Zirkonia . In Russland wählten die Forscher für ihre Entdeckung den Namen Phianit. Phianit geht auf die Abkürzung des Lebedew-Instituts : Physical Institute of the Academy of Sciences zurück, konnte sich aber auf dem Markt nicht durchsetzen. Schließlich blieb es bei der Bezeichnung Zirkonia.

In der Schmuckindustrie erfreut sich der Zirkonia großer Beliebheit. Er ist beim Kauf günstig und bringt für die Schmuckherstellung gute Eigenschaften mit, da er mit einer Mohs Härte von 8 – 8,5 härter als Glas ist und sich ausgezeichnet zur weiteren Bearbeitung eignet. Zirkonia gibt es in nahezu jeder Farbe, was ihn als Schmuckstein sehr beliebt macht. Neben dem Diamanten kann er also auch andere Steine imitieren.

Genau wie bei einem natürlich entstandenen Edelstein wird auch Zirkonia anhand von Klarheit, Schliff, Gewicht und Farbe bewertet. Für Zirkonia wurde eine Klassifizierung von einem A (schlechte Qualität) bis fünf A (beste Qualität) festgelegt.

Oft werden bei Zirkonia auch Einschlüsse – also kleine Unreinheiten – absichtlich erzeugt, um den Stein lebendiger und wie einen natürlich gewachsenen Kristall wirken zu lassen. Bei der Imitation von Farbsteinen ist dies besonders beliebt. Aber auch bei der Diamantimitation kommt dieser Effekt zum Einsatz.

Wenn man Glanz und die Härte des Zirkonia betrachtet, müßte er eigentlich zu den Edelsteinen zählen. Da die Herstellung von Zirkonia aber im Labor stattfindet, kann dieser Stein nicht als echter Edelstein betitelt werden.

Als kostengünstige Alternative sind Zirkonia eine der beliebtesten Diamantimitationen. Der Preis von Zirkoniasteinen ist wesentlich geringer als der von Diamanten. Auch ein Zirkonia mit einer hohen Karat Zahl, also einem hohen Gewicht, ist zu erschwinglichen Preisen erhältlich.

ALLES WAS GLITZERT

Save the date!

*** ALLES WAS GLITZERT ***

Neue Ausstellung im  Mineralienmuseum  Mettingen

vom  01.02.2026 – 01.09.2026

Citrin Foto Karin Brinkmann

Wer funkelnde Edelsteine liebt, der ist bei uns richtig. Den Vertretern der Quarzgruppe Bergkristall, Rauchquarz, Amethyst, Citrin und Rosenquarz haben wir unsere neue Ausstellung gewidmet. Steigen Sie mit uns ein in die Geschichte dieser wunderschönen Steine und erfreuen Sie sich an unseren zahlreichen Exponaten.

Wir freuen uns auf Sie!

Das Team des Mineralienmuseums Mettingen

Instagram Tigereisenstein

„Pack den Tiger in den Tank“ . Dieser Werbeslogan der Firma ESSO aus den 1960ziger Jahren für Kraft und Energie ihres Kraftstoffes fiel mir spontan ein, als ich las, dass Tigereisenstein der Powerstein für Energie sei, dem man nachsagt, dass er schnell und gut gegen Müdigkeit, Erschöpfung und Energiemangel wirke.

Dieses wunderschön gemusterte Mineral, dessen Streifen an das Fell eines Tigers erinnern, besteht aus Eisenerzen und Tigerauge, was sein relativ hohes Gewicht, das doppelt so hoch wie bei Granit ist, erklärt.

Es handelt sich um lagenförmig aufgebaute Sedimentgesteine, die die Farben rot, rotbraun, goldgelb oder gelbbraun haben können.

Sie entstehen aus alten, eisenreichen Sedimentgesteinen, die im Laufe von Millionen von Jahren durch Hitze, Druck und chemische Prozesse umgewandelt wurden, wobei sich das Tigerauge, roter Jaspis und eisenreiche Schichten aus Hämatit und/oder Magnetit miteinander verbinden und ein gebändertes, glitzerndes Gestein bilden. Bewegungen im Erdreich sorgen für die Faltung und die sichtbare Struktur.Sie gehören zur Mineralklasse der Oxide. Je nach Fundort ist die Zusammensetzung der Tigereisensteine unterschiedlich.

Die Mohs- Härte der Tigereisensteine liegt bei 5-6,5.

Die Bearbeitung der Steine ist aufgrund der unterschiedlichen Lagen anspruchsvoll. Aus Tigereisenstein werden vorwiegend Schmucksteine und Trommelsteine hergestellt.

In der Steinheilkunde steht er für die Stärkung von Selbstvertrauens, Willenskraft und Durchhaltevermögen. Daneben soll er Konzentration, logisches Denken und Gedächtnis fördern und die Lebenskraft, Energie und Ausdauer erhöhen.

Tigereisensteine finden sich in den USA in den großen Eisenerzlagerstätten, in Namibia, in Westaustralien und in Südafrika.

 
 
 

Instagram Polnischer Feuerstein

Jeder, der in unseren Breiten einen Garten sein Eigen nennt, findet beim Umgraben oder Hacken des Bodens von Zeit zu Zeit Feuersteine. Schon die Urzeitmenschen haben ihre Aufenthaltsorte vom Vorhandensein von Feuersteinen für die Feuererzeugung aber auch als Werkzeuge und Waffen abhängig gemacht. Die großen und kleinen Sloopsteine in unserer Region geben von ihrer Anwesenheit ein beredtes Zeugnis.

Nach dem roten Helgoländer Feuerstein wenden wir uns heute dem Polnischen Feuerstein, der auch als gestreifter Feuerstein bekannt ist und auf eine lange Tradition zurückblickt, zu. Die Prähistorische Mine von Krzemionski im Heiligkreuzgebirge in Polen ist das größte bekannte Feuersteinbergwerk Europas und wurde von der Jungsteinzeit bis zur Bronzezeit genutzt. Seit 2019 ist es Weltkulturerbestätte. Die abgebauten Steine wurden zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen oder zur Feuererzeugung verwendet und hatten eine Verbreitung von 300 bis 500 km.

Der Polnische Feurstein besteht aus Chalzedon, einer sehr dichten Quarzvarietät, und sein Hauptbestandteil ist Siliziumdioxid. Er entstand durch die Ablagerung von Kieselgel aus den Skeletten urzeitlicher Organismen im Jurakalkstein Polens (vor 160 Millionen Jahren). Auf der Mohs Skala hat er eine Härte von 6,5 bis 7.

Seine Farbpalette reicht von Grau und Beigetönen bis zu Anthrazit. Er besticht durch seine interessante Maserung. Verwendung findet er heute als Schmuckstein für Ringe, Ohrringe oder Anhänger und als Dekorationsstein

Er gilt als Stein der Entschlossenheit und Stärke. Oft wird ihm auch eine schützende Wirkung nachgesagt. Schon in alten Kulturen wurde er als Talisman getragen, was Funde in Gräbern eindrucksvoll belegen.

Januar 2026 Zirkon

Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:

Stein des Monats Januar: Zirkon 

Die in Deutschland und den europäischen Nachbarländern gefundenen Exemplare, die unser Foto zeigt, sind für die Schmuckherstellung deutlich zu klein und erfreuen vor allem die Sammler von Mineralien.

Teil 1: Zirkon

Beginnen wir das neue Jahr mit strahlenden Steinen, die dem Diamanten ähneln

Wir haben uns für den 1. Teil dieses Artikels den Zirkon ausgesucht. Der Zirkon wird oftmals mit dem Zirkonia verwechselt. Was es damit auf sich hat, werden wir im Rahmen der Artikelserie „Stein des Monats“ im Januar und Februar, beginnend mit dem Zirkon erklären.

Der Zirkon ist ein natürlich entstandener Edelstein, der aus Zirkonium- Silikat besteht.Der Zirkon ist bekannt für sein einzigartiges diamantengleiches Funkeln und seine Brillanz.

Der Name Zirkon stammt entweder aus dem arabischen von „zarqun“für „Zinnober“ oder aber vom persischen für „zargun“, was übersetzt „goldfarben“ bedeutet.Dieser Name spiegelt die charakteristische Farbe einiger Zirkone wieder, die in warmen Gelb- und Rotbraun -Tönen schimmern.Helle Zirkone werden noch heute „Jargon“ genannt, was ebenfalls auf die vorgenannte Bezeichnung zurückzuführen sein dürfte.

Im Altertum nannte man den Zirkon auch Hyazinth. Abgeleitet wurde dieser Name von dem schönen Jüngling Hyakinthos, den der Gott Apollo aus Eifersucht auf seine Schönheit tötete. Dort, wo sein Blut den Boden tränkte, soll eine Hyazinthe gewachsen sein, deren Schönheit sich im Hyazinth spiegelt. Man hatte somit für die jeweiligen Färbungen unterschiedliche Namen und es war auch lange nicht klar, dass bei der großen Farbvielfalt alle Steine Zirkone waren. Eine jüdische Legende besagt, dass ein Engel namens „Zirkon“ im Garten Eden über Adam und Eva gewacht haben soll. Ein Hindu-Gedicht erzählt von einem Kalpa-Baum, dessen Blätter aus Zirkon gewesen sein sollen. In der Bibel schließlich gehört der Zirkon zu den 12 Edelsteinen des Himmlischen Jerusalems.

 

Der Zirkon gehört zur Mineralklasse der Silikate und Germanate. Er entstand vor ca. 4,4 Mio Jahren, gilt als Leitmineral und hat eine Härte von 6,5 bis 7,5 auf der Mohs- Skala. Auf den europäischen Markt kamen Zirkone als Matara- Diamanten, benannt nach ihrem Fundort in der Nähe der Stadt Matara auf Südceylon. Lange Zeit glaubte man, es mit echten Diamanten zu tun zu haben.Der Zirkon entsteht durch Kristallisation aus heißen magmatischen Gesteinsschmelzen. Er kann sich aber auch durch Umkristallisation in Gesteinen bilden, die unter hohem Druck und Temperatur umgewandelt wurden oder man findet ihn in Sedimentgesteinen, wo er aus älteren Gesteinen herausgewaschen, sich wieder neu anlagert. In reiner Form ist der Zirkon farblos bzw. weiß und durchsichtig. Meist nimmt das Mineral durch Lichtbrechnung und aufgrund von Gitterfehlern eine grau- braune, rotbraune oder seltener auch gelbe, grüne, blaue oder violette Färbung an. Durch das Brennen von bräunlichen Zirkonen bei Temperaturen zwischen 800 und 1000 Grad können die seltenen farblosen und blauen Varietäten künstlich hergestellt werden. Nicht immer hat die neue Farbe Bestand.

Zirkonkristalle haben eine tetragonale Kristallstruktur kommen als Prismen, pyramidale Spitzen oder auch als Doppelpyramiden vor.

 

Als Schmuckstein hat der Zirkon bereits mehrere Blütezeiten erlebt.Er findet sich in vielen antiken Kulturen, darunter auch im alten Ägypten.

Im 16. Jahrhundert waren es vor allem italienische Juweliere, die Zirkone zu Schmuckstücken verarbeiteten, später fand er auch im Viktorianischen Schmuck in England Verwendung.

Schöne Zirkone für die Schmuckherstellung finden sich in Russland, auf Madagaskar, in Pakistan, in Kambodscha, in Nigeria, in Sri Lanka, in Tansania, Australien und den USA, wobei jeder Fundort Zirkone mit unterschiedlichen Farben und Eigenschaften hervorbringt.

Wenn die Zirkone eine entsprechende Größe und Reinheit erlangen, sind sie noch heute ein beliebter Ersatz für Diamanten.

 

Zirkone verwendet man aber auch zur Zirkoniumherstellung. Hauptproduzent ist Travancore in Indien, wo man Strandsande abbaut. Hauptsächlich werden daraus hitzebeständige Materialien, Spezialgläser und Schleifmaterial hergestellt. Darüber hinaus kommt er in Atomreaktoren als Korrosionsschutz für Uran zum Einsatz.

Zirkon wird außerdem als Zirkonoxid, Zirconiumdioxid oder auch Zirkoniumdioxid als reizarmer Werkstoff für Zahnersatz und Zahnimplantate verwandt.

 

Dem Zirkon sagt man nach, dass er aufgrund seiner Härte und seines brillianten Glanzes für Stärke, Schönheit und Weisheit steht. In einigen Kulturen wird ihm auch eine schützende Wirkung zugeschrieben. Außerdem soll er vor negativer Energie und Unheil bewahren.

 
 
 

Instagram Ema Eggs

Passend zum anstehenden Jahreswechsel haben wir uns mit EMA- Eggs, die als Wahrsagesteine oder Meditationshilfen gelten, befasst. Wer hat so kurz vor dem Jahreswechsel keine Fragen die Zukunft im neuen Jahr betreffend ?

EMA- Eggs wurden ursprünglich als Abrollsteine in Südbrasilien im Rio Ema gefunden. Die Ema-Eier sind auch unter den Namen Proferiche Stones, Stones of the Seer, Dreamer’s Stone, Ovos oder auch als Edelsteinfenster bekannt. Der Name EMA Egg leitet sich von portugiesischen ovo de ema (Emu-Ei) ab, an dessen Form der Stein erinnern soll. Ob es wirklich die Emu- Eier sind oder vielmehr die Steine, die Emus zu Verdauungszwecken fressen, was wahrscheinlicher ist, ist unklar.

Wir haben es hier mit undurchsichtige Kristallsteinen, oft aus Quarz ( Amethyst, Rosenquarz, Rauchquarz) zu tun, die eine matte, meist getrommelte Außenschicht und an einer Seite ein glänzendes, poliertes Fenster haben, das den Blick ins Innere des Steins ermöglicht.

Man erzählt sich, dass man Antworten auf Fragen bekommt, die man diesem Fenster im Stein beim Blick ins Innere anvertraut. Die etwas rauhe, angetrommelte Seite liegt angenehm in der Hand, sowohl von der Größe als auch von der Oberfläche.

Sehr gut geeignet soll dieser Stein auch für Meditationen sein. Man sagt ihm nach, er helfe sich auf Ziele zu konzentrieren, negative Energie abzuleiten und das Bewusstsein zu erweitern.

Bei den meisten heute verkauften Ema- Eggs handelt es sich nicht mehr um abgerundete Flußsteine. Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Steine in Form gebracht, getrommelt und an einer Seite angeschliffen, um den Blick ins Innere zu gewährleisten.

Die Eigenschaften der Steine richten sich nach dem gewählten Kristall. So soll der Amethyst für Schutz und Intuition, der Rosenquarz für Liebe, der Rauchquarz für Erdung und der klare Quarz für Klarheit und Manifestation stehen.

Alles Gute zum Jahreswechsel

Jahresrückblick 2025

Jahresrückblick 2025
Wir schreiben den 27.12.2025. In 4 Tagen steht der Jahreswechsel vor der Tür. Genau die
richtige Zeit für den Jahresrückblick 2025. Um das Rad für eine Beurteilung nicht neu
erfinden zu müssen, nehme ich Anleihe an den Chansontext von Reinhard Mey aus dem
Jahre 1972 dessen Titelzeile lautet: „Ich denk`, es war ein gutes Jahr“.
Das Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen hat in 2025 durch die Übernahme
privater Sammlungen seinen Bestand an Mineralien- und Fossilien nochmals erweitern
können.
Unser Instagram Account Mineralien Museum Mettingen mit wöchentlich neuen
Beiträgen läuft mit 2000 bis 4000 Besuchern pro Monat sehr gut. Als neues Medium
kamen in diesem Jahr noch youtube Videos mit dem German Rock Tumbler Martin
Roesner hinzu, die sich großer Beliebtheit erfreuen und uns die Möglichkeit gaben unser
Museum mit verschiedenen Themen neuen Zuschauern zu präsentieren.
Der am 03.10.2025 stattfindende Türöffner- Tag mit der Maus war mit über 100 Kindern
ein großer Erfolg. Neben unserem Mineraliensuchspiel stand in diesem Jahr das Bemalen
von Steinen auf unserem Programm. Kinder und Eltern waren mit Begeisterung dabei.
Besuche von Kindergartenkindern, die vor der Einschulung stehen, von Schülern der
Josefsschule, der Ernst Klee- Schule und der Mineralien AG der Kardinal von Galen
Schulen stehen bei uns ebenso auf dem Programm, wie die von Frau Strickmann im
Caritas Altenheim in Ibbenbüren durchgeführte Nachbesprechung unserer in der IVZ
veröffentlichten Reihe „Stein des Monats“, die wir mit der Überlassung von Steinen zur
besseren Anschauung begleiten.
Auch in diesem Jahr konnten wir zum Jahresende den 5000. Besucher begrüßen. Wir
freuen uns über die zahlreichen Besucher und das unserem Museum entgegen gebrachte
Interesse.
In 2025 hatten wir zwei Sonderausstellungen. Zunächst die Ausstellung „ Vom Zauber der
Achate“ und ab dem 01.09.25 die Ausstellung „ Zurück in die Steinzeit – als die
Menschen seßhaft wurden“ .
Im Februar 2025 starten wir mit der neuen Sonderausstellung „ Alles was glitzert“, die
sich mit den Edelsteinen Bergkristall, Rauchquarz, Amethyst, Citrin und Rosenquarz
befaßt. Selbstverständlich führen wir die erfolgreiche Reihe “ Stein des Monats “ in der
IVZ weiter fort. Sollten Sie eine Folge in der IVZ verpaßt haben, so finden Sie sie auf
unserer Internetseite unter “ mineralogiemuseum- mettingen.de“.Unter einem neuen Reiter
haben wir die Reihe „Stein des Woche“ eingeführt, um für Interessenten, die nicht auf
Instagram sind,unsere wöchentlichen Artikel ebenfalls zugänglich zu machen.

Wir freuen uns auf ihren Besuch, bleiben Sie gesund und uns auch in 2026 gewogen.
Wichtige Termine in 2026, an denen wir unabhängig von unseren Öffnungszeiten uns über

Ihren Besuch freuen:
26.04.2026 Bauern- und Blumenmarkt
27.09.2026 Ärappelfest
03.10.2026 Türen auf mit der Maus
25.10.2026 Kerzen an
28.11.- 29.11.2026 Weihnachtsmarkt.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr
wünscht
Ihr Team des Mineralien- und Fossilienmuseums Mettingen

Instagram Blauer Bernstein

Wir befinden uns mit dem anstehenden Weihnachtsfest in einer magischen Zeit. Was liegt da näher
als nach einem magischen Stein Ausschau zu halten?
Bernstein – kein Stein, kein Mineral sondern fossiles, gehärtetes Baumharz. Kaum ein Stoff
vermochte Menschen so zu bewegen, wie dieses Millionen Jahre alte Harz, was die Bernsteinstraße
ebenso wie das legendäre Bernsteinzimmer eindrucksvoll belegen.
Auf Mineralienbörsen ist der baltische Bernstein selten geworden. Verkauft werden nur noch
Altbestände. Dafür wird der blaue Bernstein aus Sumatra präsentiert. Im Gegensatz zum
baltischen Bernstein, der aus dem Harz von Kiefern stammt, entstammt der Bernstein aus Sumatra
aus dem Harz von 20- 23 Millionen Jahre alten Laubbäumen. Unser Bernstein wurde auf der
Mineralienbörse in Osnabrück verkauft. Auf den ersten Blick ein klassischer dunkler Bernstein mit
typischem Glanz und Farben und natürlich der typischen Leichtigkeit. Gut geeignet als
Handschmeichler und Schmuckgegenstand für den Schreibtisch. Ähnlichkeiten der Form mit
versteinerten Schnecken rein zufällig.
Seine Magie entfaltet der Stein unter starkem Sonnenlicht oder unter UV- Licht. Hier sehen wir
einen faszinierenden blauen Stein, der nur die äußere Form mit dem Bernstein gemein hat.
Verantwortlich sind fluoreszierende Moleküle, die in den Harzen der Laubbäume enthalten sind.
Eine Erklärung für die Fluoreszenz ist die nachträgliche Erwärmung durch vulkanische Aktivität.
Eine andere Erklärung sieht Erhitzung durch große Waldbrände als Ursache an.
Der Bernstein aus Sumatra hat deutlich weniger Bernsteinsäure und ist mit einer Härte von 2- 2,5
auch weicher als die baltische Variante und damit anfälliger gegen Kratzer. Gefunden wird der
Bernstein in der Provinz Aceh auf Sumatra in kohleführenden Sedimenten im indonesischen
Dschungel. Der Abbau erfolgt in kleinen Minen meist per Hand.

 

Das Team des Mineralogiemuseums Mettingen wünscht Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!