Herzlich Willkommen auf unserer Webseite!
Das Mettinger mineralogische und petrologische Museum ist immer einen Besuch wert.
Aktuell
Das Mineralienmuseum Mettingen ist in mehrere Bereiche aufgeteilt und umfasst mehr als 30 000 Exponate aus den Bereichen:
Bergbau mit Modell und Bergmann
Fossilien
Heimatsammlung (Lagerstättenkundliche Sammlung im Einflussbereich des Bramscher Intrusivs)
Systematische Sammlung
Kristallografie
Mineralien von A – Z
Gesteinssammlung
Schmuck und Edelsteine
Wir weisen auf Sie auch unsere derzeitige Sonderausstellung „Mein Freund der Kieselstein“ – mit der in Mettingen gefundenen Steinaxt, hin.
Wir wünschen einen informativen Aufenthalt auf unserer Webseite und auch gerne auch persönlich im Mettinger Mineralienmuseum vor Ort.
Instagram Brachiopoden
Fossilien & Aberglaube
Brachiopoden

Der Sommerurlaub rückt näher und damit das beliebte Urlaubsvergnügen beim Strandspaziergang nach Muscheln Ausschau zu halten.Unter den Fundstücken sind jedoch höchstens mal versteinerte Brachiopoden und keine Schalen.
Brachiopoden, die auch Armfüßer, Armfüßler oder Armkiemer genannt werden, sind heute noch lebende Fossilien, die seit dem Kambrium vor rund 530 Millionen Jahren die Meere bevölkern. Der Name leitet sich vom griechischen Wort „brachios“- Arm und „podes“ für Füße ab. Die Versteinerungen werden oft mit Muscheln verwechselt.
Während Muscheln symmetrisch sind, ist bei den Brachiopoden die untere Schale größer als die Obere.Brachiopoden haben einen Stiel mit dem sie sich im Meeresboden festhalten. Außerdem befinden sich an beiden Seiten des Mundes armförmige Tentakel mit denen der Brachiopode Nahrung und Mineralstoffe zu sich nimmt. Im Erdaltertum machten sie einen Großteil der Meeresfauna aus. Heute sind sie noch in den Weltmeeren vertreten, wurden aber von den Muscheln in größere Meerestiefen verdrängt.
Brachiopoden haben Schalenbreiten bis 7 cm, die größten fossilen Schalen sind etwa 30 cm breit. 30.000 ausgestorbenen Arten sind bereits gefunden worden. Ca. 300 Arten leben noch in der Tiefsee. Auch wenn Forscher den Brachiopoden selbst nur wenig Aufmerksamkeit schenken, sind sie als Leitfossilien zur Altersbestimmung weiterer Fossilfunde sehr geschätzt.
Das Aussehen der versteinerten Brachiopoden hat schon immer die Menschen beschäftigt. Einige ähneln römischen Öllampen ( Titelbild). Ein anderer Brachiopode wurde wegen seiner Form im Volksmund Taube oder Heilig Geist-Stein genannt und sollte gegen das Verhextwerden helfen. Er wurde zum Schutz als Amulett um den Hals getragen oder unter eine Lampe über dem Eßtisch gehängt. Ein anderer Brachiopode wurde seit Jahrhunderten als sog. Mutterstein gegen Frauenleiden verwendet. Um den Arm getragen, sagte man ihnen auch aphrodisierende Wirkung nach.

Stein des Monats Platin Mai 2026
Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert: Stein des Monats Mai: Platin

Platin verdankt seinen Namen der grau- weissen Farbe, die an Silber erinnert. Der Name Platin leitet sich vom spanischen „Platina“ ab, einer Verkleinerungsform von „ plata“ = Silber. Platin kann wie Gold als Nugget, in Plättchen oder Kügelchen vorkommen. Häufig findet man es aber auch zusammen mit Eisen, Nickel und anderen Metallen. Platin ist ein natürliches weißes Edelmetall, was es für die Schmuckindustrie besonders begehrenswert macht. Es hat eine sehr hohe Dichte und ist 40 bis 60 % schwerer als Gold bei gleichem Volumen. Der Schmelzpunkt bei Platin liegt bei 1768 Grad Celsius, während Gold bereits bei 1064 Grad Celsius schmilzt. Platin ist besonders langlebig, und widersteht problemlos äußeren Einflüssen wie Chemikalien oder Säuren. Außerdem ist es abriebfest und nutzt sich im Gebrauch kaum ab.
Obwohl Platin seit Jahrhunderten bekannt war, blieb es unbenannt bis um das Jahr 1500 spanische Konquistadoren es in Kolumbien bei der Goldsuche entdeckten.
Im alten Ägypten verwandte man Platin zusammen mit Gold zunächst zur Verzierung der Sarkopharge. Bereits um 3000 vor Chr. wurde Platin auch für die Schmuckherstellung eingesetzt. Altägyptischen Schmuck, der 1895 entdeckt wurde, enthielt bereits kleine Mengen von Platin und belegt dies eindrucksvoll. Auch die Inkas kannten Platin und stellten ebenfalls Schmuckstücke daraus her.
Der Siegeszug von Platin begann deutlich später, als der von Gold und Silber. Erst mit der Eroberung von Amerika durch Christoph Kolumbus, Ende des 15. Jahrhunderts, wurde Platin deutlich bekannter. Damals bewertete man, die beim Goldwaschen gefundenen hellgrauen Platinkörnchen, abwertend als unreifes Gold und warf sie sogar zurück in die Flüsse. Da die Platinkörnchen aufgrund des hohen Schmerzpunktes nur schwer zu verarbeiten sind und das Gold „verunreinigen“, wurde das Material nicht gerade sehr hoch geschätzt. Sein Wert ist darum gering. Später verwandte man Platin wegen des vergleichbaren Gewichts zur Fälschung von Gold. Die spanische Regierung erließ, um Fälschungen und Schmuggel zu verhindern, sogar ein Exportverbot, und erwog sämtliches bis dato erhaltenes Platin im Meer zu versenken.
Um 1780 verfügte Ludwig XVI., König von Frankreich, dass nur der König Platin besitzen dürfe. Sein Hofgoldschmied schuf ihm unter anderem ein komplettes Service mit kobaltblauem Email. Um nicht hinter seinem französischen Konkurrenten zurückzustehen, beauftragte Karl III. von Spanien, 1788 den Juwelier Francisco Alonso, einen prunkvollen Platinkelch zu fertigen. Der 30 Zentimeter hohe und zwei Kilogramm schwere Kelch wurde Papst Pius VI. überreicht. 1795 führte Frankreich als erstes Land der Welt das metrische System für Maße und Gewichte ein. Das Urkilogramm wurde aus Platin hergestellt, da Platin langlebig ist, sich nicht abnutzt und verändert. Das Original dieses Platinzylinders befindet sich noch heute im Bureau International des Poids et Mesures (BIPM), nahe Paris.
Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckte man umfangreiche Platinlagerstätten in Russland. Ab 1828 wurde unter Zar Nikolaus I der Platinrubel geprägt, die einzige Umlaufmünze aus Platin, die regulär von einem Staat herausgegeben wurde. Der niedrige Platinpreis am Markt und die Verwechslungsmöglichkeit mit Silber, machten den Platinrubel aber unbeliebt, so dass die Prägung 1845 wieder eingestellt wurde. 1884 fertigte Peter Carl Fabergé, der Juwelier des russischen Zaren Alexander III., ein Prunk-Ei mit Platinapplikationen an, was Platin zum begehrten „Must have“ machte. Während der Belle Epoque, Ende des 19. Jahrhunderts, schmückten sich Kaiser, Könige, Zaren und Maharadschas mit Platin. Spaniens König, Karl IV., gab für seine Sommerresidenz, dem Palacido Real in Aranjuez sogar ein ‚Chambre en platine‘ in Auftrag. Es wurde unter Verwendung edler Hölzer mit Platineinlagen angefertigt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fertigte Louis Cartier erstmals Schmuck vollständig aus Platin, um die Brillanz der Diamanten zu unterstreichen. Der Platinpreis überstieg seinerzeit den von Gold um das Achtfache. 1912 kommt Weißgold als Platinersatz für Schmuckstücke auf den Markt.
Im selben Jahr sinkt die Titanic und in Folge dessen trauert auch New Yorks High Society. Schwarz-Weiß ist angesagt und Platin als weißes Metall wird als Trauerschmuck verwandt. Als der Tonfilm erfunden wird, präsentieren sich Hollywoodstars wie Jean Harlow, Marlene Dietrich und Mae West als Trägerinnen von Platinschmuck und als Frank Capra 1931 den Film Platinum Blonde (vor Blondinen wird gewarnt) drehte, hatte Platin auch Hollywood erobert.
Zur Krönung von König Georg VI. trug dessen Gattin Elizabeth Bowes-Lyon
, die Mutter von Königin Elisabeth II.. 1937 eine elegante Krone aus Platin, mit dem Koh-I-Noor-Diamanten. Auch Edward, der Duke von Windsor, verwöhnte seine Frau Wallis Simpson mit Platinschmuck von Cartier. Diese äußerte daraufhin öffentlich, dass Platinschmuck der einzige wirklich geeignete Schmuck für Abendempfänge sei. Die Herzogin erhielt für ihre Sammlung u.a. die Brosche „Panthère de Cartier“ mit blauen Saphiren und Diamanten, heute ein vielkopierter Schmuckklassiker.
Während des Zweiten Weltkriegs war Platin wegen seiner Bedeutung für die Stickoxidsynthese und damit der Sprengstoffproduktion beiderseits des Atlantiks kriegswichtiger Rohstoff, und die Herstellung von Platinschmuck deshalb verboten.
Durch die zunehmende Weiterentwicklung in den Bereichen Industrie und Technik, erkannte man die vielen Verwendungsmöglichkeiten von Platin. Da Platin mit seiner gute Verformbarkeit, Langlebigkeit sowie hoher Korrosionsbeständigkeit äußerst günstige Eigenschaften aufweist, wird es in der Industrie bevorzugt eingesetzt. 50 % des geförderten Platins wird für Fahrzeugkatalysatoren benötigt. Im medizinischen Bereich kommt es bei Laborgeräten, Herzschrittmachern, Zahnimplantaten aber auch für Beschichtungen für Biomaterialien und in der Krebstherapie zum Einsatz. Auch in der Luft- und Raumfahrttechnik wird Platin verwandt und natürlich ist auch die Schmuckbranche weiter an Platin interessiert. In Südafrika entdeckte man neue Platinvorkommen und das Land entwickelte sich zum größten Platinlieferanten der Welt, dicht gefolgt von Russland und Kanada.
Heute ist die Exklusivität von Platin auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Neben Eheringen aus Platin und Platin als Geldanlage, gibt es die Platin- Schallplatte für den Verkauf von 1 Million Alben durch einen Künstler und auch eine ähnliche Trophäe in der Welt der Videospiele. Vom ungeliebten weißen Körnchen zum wichtigen Katalysator – die Geschichte von Platin ist sicher noch lange nicht beendet.
Instagram Osteseejade

Ostseejade
Ostseejade, auch als Friesengold bekannt, ist Faserkalzit und damit kristallines Kalziumkarbonat. Mit Jade, wie der Name vermuten läßt, hat dieser Stein nicht gemein.
Seien wir mal ehrlich, wer kauft sich schon Faserkalk als Schmuckstein? Ein Stein, dessen Name irgendwie an dringende Reinigungsarbeiten in sanitären Räumen oder die Entkalkung von Kaffeemaschinen erinnert. Fast könnte man an eine geniale Werbeidee denken, hier war aber wohl der Volksmund tätig, da man den Glanz und die grünliche Farbe des polierten Faserkalkes mit dem Glanz von Jade verglich. Durch Schleifen und Polieren entsteht bei dem dank Mohshärte 3 leicht zu bearbeitenden Stein eine samtig glänzende Oberfläche und der teilweise auch durchsichtige Stein steht anderen Schmuck- oder Dekosteinen nichts nach.
Ostseejade findet man an den Stränden der Ostsee in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie in norddt. Kiesgruben. In Dänemark heißt er übrigens Seidenspat.
Wer ihn findet, hält ein kleines Stück Erdgeschichte in der Hand. Faserkalk stammt aus dem unteren Tertiär ( Eozän) und ist ca. 50 Millionen Jahre alt. Damals entstanden bei der Öffnung des Atlantiks viele Vulkane. Deren Asche wurde in feines Tonsediment eingelagert. Aus den Tufflagen wuchsen feinste Kalkkristalle nach oben und nach unten in den umgebenden Ton. Manche Faserkalkstücke haben noch eine Nahtlinie, die als Ausgangspunkt für das Kristallwachstum diente. Ebenso können dunkle Schlieren in Kalken auf Ascheablagerungen hindeuten. Die Farbpalette des Faserkalks reicht von grau über gelb, grün, orange-braun, rot bis zu rosa. Ursächlich für die Farben sind Beimischungen anderer Mineralien. So entsteht der eher seltene rosa Faserkalk, den man vor allem in Mecklenburg- Vorpommern findet, durch die Beimischung von Rhodochrosit. Vorsicht Suchtgefahr ! Viel Spaß beim nächsten Ostseeurlaub!

April Speckstein 2026
Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:
Stein des Monats April: Speckstein

Diese zweiteilige, handschmeichlerische Skulptur aus Speckstein entstand im Schuljahr 1974/75 im Werkunterricht an der Kardinal von Galen Realschule, Mettingen.
Speckstein, der auch unter den Namen Steatit, Seifenstein, Soapstone oder Talcusstein bekannt ist, erhielt seinen Namen, da sich Speckstein leicht fettig oder seifig, vergleichbar mit einem Stück Speck anfühlt, und seine Oberfläche einen speckähnlichen Glanz aufweist. Speckstein wird – abhängig von seiner genauen Zusammensetzung – sowohl als Gestein als auch als Mineral bezeichnet. In beiden Varianten ist der Hauptbestandteil Talk, ein Schichtsilikat. Besteht Speckstein aus reinem Talk, liegt ein Mineral vor. Kommen weitere Bestandteile wie Magnesit, Serpentin oder Chlorite hinzu, kann man ihn als Gestein einordnen.
Kaum ein Steinmaterial wurde in so vielen unterschiedlichen Kulturen gleichzeitig in so großem Umfang genutzt, wie Speckstein.
Seit Jahrtausenden wird Speckstein zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen wie Behälter und Kochgeschirr genutzt. Auch in Kirchen kam Speckstein als Material für Tauf- und Weihwasserbecken zum Einsatz. Schon die Hethiter nutzten Speckstein zur Herstellung von Rollsiegeln. Im Iran gibt es Gefäße aus Steatit aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. In der spätminoischen- mykenischen Kultur wurden Siegel und Gefäße aus Speckstein verwandt. Auch in Ägypten sind zahlreiche Specksteinfunde nachgewiesen. Wie Funde in Haitabu belegen, nutzten die Wikinger Speckstein zur Herstellung von Gefäßen, Spinnwirtel, Gewichte und Schwungräder für Holzbohrgeräte. Teilweise wurden die Gegenstände noch durch ornamentale Einritzungen oder Runen verziert. In China diente im Altertum aber auch in jüngerer Zeit bei der Herstellung reich verzierter Skulpturen und Gebrauchsgegenstände. der billige Speckstein als Ersatz für die seltenere Jade.Die kanadischen Inuit fertigten ursprünglich Tranlampen aus Speckstein. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen sie mit der Gestaltung von Kleinskulpturen, die schnell internationale Anerkennung erlangten und zu einer wichtigen Erwerbsgrundlage wurden.
Mit einer Mohshärte von 1 ist er ein sehr weicher, leicht zu bearbeitender Stein.
Die Bearbeitung erfolgt mit einfachsten Werkzeugen wie Feile, Raspel, Messer oder Schleifpapier. Um einen dauerhaften Glanz zu erhalten, werden die fertigen Werkstücke meist abschließend mit Öl poliert, was gleichzeitig die Oberfläche versiegelt. Neben der Bearbeitung zeichnet sich der Speckstein mit Magnesitanteilen durch eine sehr hohe Wärmespeicherkapazität aus. Er nimmt Wärme schnell auf und gibt sie langsam über Stunden wieder ab, weshalb er sich ideal als Material für die Verkleidung von Kachelöfen eignet. Neben dem Ofenbau werden Specksteine heute für Skupturen, Kunsthandwerk und Schmuck eingesetzt. Da Speckstein feuerfest ist, wurde der Stein auch als Gussform für Schmuck sowie Bronze- und Silberbarren genutzt. Als Talkum kommt er in der in der Glas-, Farben- und Papierindustrie, sowie als Grundstoff für Kosmetika, Pharmaka, Babypuder, Körperpuder, in der Lebensmittelindustrie und in der Kunststoff-, Keramik-, Porzellan- und Autoindustrie zum Einsatz.
Farbmässig deckt er von weiß über grau, rosa,violett, grün bis zu braun und schwarzblau die gesamte Farbpalette ab. Das Mineral ist ursprünglich farblos. Erst durch Fremdbeimengungen entstehen die geschilderten Farbveränderungen,
Speckstein, der in Specksteinbrüchen gewonnen wird, ist ein uraltes Naturprodukt.
Er entsteht tief in der Erdkruste durch hohen Druck, Hitze und hydrothermale Prozesse. Dabei werden magnesiumreiche Gesteine unter Wasserzufuhr umgewandelt, wobei Talk entsteht. Dieser Prozess dauert Millionen von Jahren und findet häufig an tektonischen Plattenrändern statt.
Bedeutende Vorkommen von Speckstein finden sich in Ägypten, Südafrika, Brasilien, China, Frankreich, Finnland, Indien, Italien, Kanada, Norwegen, Österreich (Rabenwald: größte Talk-Lagerstätte Mitteleuropas), Russland, Schweiz und der Ukraine. In Deutschland wurde Speckstein bis vor wenigen Jahren in der Johanneszeche bei Wunsiedel in Oberfranken abgebaut. Specksteinlagerstätten im Südalpenraum zeichnen sich dadurch aus, dass neben den festen Gesteinspartien viel lockeres Material anfällt, Die beim Drechseln und anderen Bearbeitungstechniken entstehenden großen Mengen an Specksteinpulver nutzte man wie den lockeren Abraum vom Specksteinabbau zur Herstellung von Seifenpulver.
Speckstein wird häufig in der Kunsttherapie verwendet. Zum plastischen Gestalten sollte nur Speckstein verwendet werden, für den ein nachvollziehbarer und dokumentierter Herkunftsnachweis erbracht wurde, da im Speckstein Asbestfasern enthalten sein können.
Auch bei der Verwendung in Industrieprodukten sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen vor Verwendung erforderlich.Talklagerstätten karbonatischer Herkunft, die heute abgebaut werden, sind normaler Weise asbestfrei. Da auch zertifiziert asbestfreier Speckstein noch Asbest enthalten kann, darf in deutschen Schulen Speckstein seit 2001 nicht mehr bearbeitet werden.

Instagram Ostern

Oster- Allerlei
Eier sind hochkomplexe Gebilde der Natur. Sie haben einen unglaublich, wundervollen Inhalt: Pures Leben! Seit langer Zeit spielt das Ei eine besondere Rolle in den Kulturen dieser Welt. Ob Plutarch darüber philosophiert, ob zuerst das Ei oder die Henne da war, ob als Ei des Kolumbus bei der Beschreibung einer genialen aber einfachen Lösung. Nicht zu vergessen die 1885 für die Gattin des Zaren Alexander III. entworfenen Faberge- Eier, die Kultstatus in der Welt der Juweliere erlangten. Auch bei uns im Museum haben wir Eier aus Schmucksteinen, wie Apatit, Jaspis, Septarien- Eier und Karneol- Eier, die zu Ostern ein besonderer Blickfang sind. Die echten Ostereier stammen aus Prag und aus Erfurt und sind teilweise mit Waid gefärbt. Das Team des Mineralien Museums Mettingen wünscht frohe Ostertage!




Instagram Sodalith

Steine, die im Schatten stehen
Sodalith
Da Grönland in letzter Zeit verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt ist, wollen wir uns diesem Trend nicht verschließen und befassen uns heute mit dem sog. grönländischen Fossil, dem Sodalith.1806 schickte der dänische König den Forscher Karl Ludwig Giesecke nach Grönland, um dort nach neuen bisher unbekannten Mineralien zu suchen. Dem Forscher wurde der napoleonische Krieg zum Verhängnis, der ihn zwang bis 1813 auf Grönland zu bleiben. Dank seiner umfänglichen Forschung verdoppelte sich während dieser Zeit die Zahl der auf Grönland zu findenden Mineralien. Die erste Inaugenscheinnahme der Mineralien durch den dänischen König scheiterte allerdings, da der Frachter mit den Mineralien von den Briten gekapert wurde, die die Mineralien in Schottland versteigern ließen, so dass der dänische König leer ausging.
Der Name Sodalith setzt sich aus Sodium, das englische Wort für Natrium, und der griechischen Vokabel Lithos für Stein zusammen. Ursächlich für die Benennung ist der hohe Natriumgehalt im Stein. Er gehört zur Mineralklasse der Silikate. Die Mohshärte auf der 10stufigen Scala beträgt 5,5-6 und seine Bildung erfolgt zumeist in kieselarmen Gesteinen magmatischer Herkunft. Es gibt aber auch Vorkommen in kalkhaltigen Gesteinen und sogar in Mamor.
Der Sodalith ist blau, blau-grau oder dunkelblau, häufig von weißen Adern durchzogen.
Der Sodalith aus Grönland gilt als weniger attraktiv und ist meist grau oder grünlich- blau. Gefunden wurde er erstmals im Westen von Grönland in Kitaa. Seine Bezeichnung als „grönländisches Fossil“, rührt von dem alten Sammelbegriff für alles ausgegrabene, seien es nun Wurzeln, Mineralien, Fossilien oder Gesteine.
Sodalith ist als Stein für Kunstgewerbe ( Skulpturen) und für die Schmuckindustrie von großem Interesse. Rolex hat Sodalith in den Zifferblättern von Damenuhren verarbeitet und dänische Silberschmiede schufen einzigartige Jugendstil- Stücke mit Sodalith, die heute begehrte Sammlerstücke sind.
Bei den alten Griechen galt er als Stein der Künstler und Gaukler und sollte bei Beschwerden im Hals und Kehlkopfbereich hilfreich sein. In der Edelstein- Wellness und bei Massagen dient Sodalith als Auflöser von Blockaden. Außerdem soll er positive Energien zum Fließen bringen. Er wurde volkstümlich aber auch als Stein der Weisheit bezeichnet, da er die Konzentration verbessern und für klare Gedanken sorgen soll.
März Raseneisenerz 2026
Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:
Stein des Monats März: Raseneisenerz

Raseneisenerz, das auch unter den Namen Brauneisenstein,
Sumpfeisenstein, Sumpfrasenerz oder Rasenerz bekannt ist, findet
man direkt unter der Grassode, was für den Stein des Monats
namensgehend war. Es entsteht in Bachtälern,Moorgebieten und an
anderen Stellen, wo der Grundwasserspiegel hoch ist und wo der
Boden schon einen hohen Eisengehalt hat. Wasser nimmt gelöstes
Eisen auf und sobald es an der Oberfläche mit Sauerstoff in Berührung
kommt, oxidiert das Eisen und fällt als Eisenhydroxid aus. Dadurch
bilden sich ca. 10 cm unter der Oberfläche dichte Ablagerungen, die
oftmals bei der Bearbeitung des Ackers zum Vorschein
kommen.Indikator ist rotbrauner Schlamm an Pflanzen oder an
Wasserläufen. Mit der Zeit entsteht eine verfestigte, krustenartige
Masse – das Raseneisenerz. In Gebieten mit viel Raseneisenerz,
liegen am Rand von Äckern und Wiesen als Überbleibsel der
Landwirtschaft manchmal kleine Haufen mit Brocken dieses dunklen,
rostbraunen Erzes.
Raseneisenerz wurde geerntet wie Kartoffeln,also mit Hacken,
Schaufeln und einer Schiebkarre. Der Transport erfolgte im Winter, da
die schweren Lasten nur auf den hart gefrorenen Wegen transportiert
werden konnten und war ein wichtiger Nebenverdienst für die Bauern
Bevor es in die Hochöfen kam, mußte das Erz gewaschen werden. Die
Weiterverarbeitung erfolgte durch sogenannte Erzwäscher mittels
Waschkasten, Waschrahmen und Roste. Um Eisen guter Qualität zu
erhalten, musste zum Raseneisenerz noch Brauneisenstein (Limonit)
hinzugefügt werden.
Raseneisenerz wurde bereits von keltischen, germanischen und später
mittelalterlichen Schmieden genutzt und bildete in Mitteleuropa eine
wichtige lokale Eisenerzquelle. Besonders in Gebieten ohne Zugang
zu hochwertigen Erzen war Raseneisenerz für die Verhüttung sehr
wichtig. Die Verarbeitung des Raseneisenerzes erfolgte in sog.
Rennöfen Darunter versteht man einfache Verhüttungsöfen ohne
Hochofen-Technik.
Das Vorkommen und die Nutzung von Raseneisenstein waren –
ähnlich wie beim Eisenerz – direkt namensgebend für zahlreiche Orte
und Flurnamen, insbesondere mit dem Namensbestandteil -eisen-, in
Deutschland unter anderem für Isernhagen sowie für etliche Orte mit
dem Namensbestandteil -hütten- (von Verhüttung). In vielen Regionen
gibt es alte Abbaugruben oder Flurnamen, die auf diese Nutzung
hinweisen („Eisengrube“, „Eisenschlag“ etc.).
Im 18. Jahrhundert war Raseneisenerz ein bedeutender Rohstoff im
Münsterland, der die lokale Eisenverarbeitung (z.B. Alexishütte in
Wietmarschen, Holter Eisenhütte) begründete.Das Vorkommen des
eisenhaltigen Gesteins ermöglichte eine frühe Roheisenerzeugung
lange vor der Industrialisierung im Ruhrgebiet. Das Erz diente als
Grundlage für die Produktion von gusseisernen Produkten wie
Kaminen, Öfen und Töpfen oder auch Kanonenkugeln.
Auch in den benachbarten Niederlanden gab es Vorkommen von
Raseneisenerz.
Von 1870 bis 1880 wurden dort jährlich 3 Millionen Kilo Eisen aus
Raseneisenerz gewonnen.Nach der Gewinnung bildete sich an der
gleichen Stelle wieder eine neue Schicht Raseneisenerz, die allerdings
zu schwach war, um dem Bedarf zu genügen, was der Verhüttung
Grenzen setzte.
Raseneisenerz ist braun bis gelblich, enthält oft Verunreinigungen wie
Ton, Sand oder anorganisches Material. Der Eisengehalt liegt bei 26 –
48 %. Im Extremfall kann der Prozentanteil aber bis zu 70 % betragen.
Raseneisenerz wurde auch als Baustein benutzt, hauptsächlich bei dem
Bau von Kirchen. Nur die sehr eisenhaltigen Teile des Erzes waren als
Baumaterial geeignet. Weniger eisenhaltiges Raseneisenerz war zu
weich und zu spröde, wodurch es ziemlich schnell verwitterte.
Zusammen mit anderen Bausteinarten wurde das Erz sowohl in den
Fundamenten als in den Mauern benutzt. Auffallend ist, dass
Raseneisenerz fast nur dort als Baustein vorkam, wo es auch
gewonnen wurde. Raseneisenstein wurde wegen seiner rustikalen
Struktur in einigen Kunstbauten des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs
verwendet. Auch der sogenannte „Stein“, eine Miniaturnachbildung
des Vesuvs sowie Brücken und Tunnelsysteme im Park wurden um des
Effektes willen mit Raseneisenstein gebaut. In unserer Region weisen
die evangelisch reformierte Kirche in Lengerich, das Verwaltungshaus
des ehemaligen Damenstifts – Wietmarschen – , die Mauer um den
Freilichtmuseum von Haselünne sowie der Braunschweiger Dom
Raseneisenerz als Baustoff auf.
Instagram Valentinstag

Passend zum Valentinstag am 14. Februar befassen wir uns mit dem versteinerten Herzigel. Der Ausspruch „Hart aber herzlich“, nach dem Titel einer amerikanischen Fernsehserie, die von 1983-1985 ausgestrahlt wurde und sich auch bei uns großer Beliebtheit erfreute, bringt es auf den Punkt.Auch das Landesmuseum Hannover hat daher seine aktuelle Ausstellung zum Thema Herzseeigel unter diesen Titel gestellt.
Herzigel, so nennen Sammler Seeigel, deren Form an ein Herz erinnert. Sie fallen unter den versteinerten Seeigeln aufgrund ihrer Herzform auf und sind aufgrund ihrer Seltenheit besonders begehrt. Egal welchen Herzseeigel man findet, ob es sich um einen Micraster oder einen Cardiaster handelt, es ist immer etwas Besonderes und ein Grund zur Freude.
Micraster sind die bei uns im Norden häufigsten Herzseeigel.Sie lebten in der späten Kreide vor ca. 60- 70 Millionen Jahren. Es handelt sich mit einer Größe von 3-5 cm um relativ große Kreideseeigel, die man aber im Geschiebe im Vergleich zu den anderen Kreideseeigeln Echinocorys und Galerites eher selten findet. Letztgenannte eigneten sich aufgrund der Form und der Schalenstärke offenbar besser zur Erhaltung. Micraster sind oftmals verzogen oder beschädigt. Aussichtsreicher ist die Suche nach Herzseeigeln in den Mergelgruben Höver und Misburg im Umland von Hannover.
Erste Funde und Beschreibungen von Micrastern gab es bereits im 18.und 19. Jahrhundert, aber erst im 20. Jahrhundert wurde er zum Leitfossil der Oberkreide.
Der Micraster lebte in küstennahen flachen Gewässern und war teilweise im Sediment eingegraben. Dies diente dem Schutz vor Freßfeinden. Micraster ernährten sich durch die Filterung von Nährstoffen aus den sie umgebenden Ablagerungen und Sedimenten. Die Form ihres Gehäuses ermöglichte ihnen eine vergleichsweise gute Fortbewegung im Wasser.
Auch heute noch gibt es lebende Arten von Herzseeigeln und mit etwas Glück findet man leere Herzseeigelgehäuse am Strand. Gefunden wurden die hier gezeigten Exemplare am Westerländer Hauptstrand. Die sogenannten kleinen Herzseeigel Echinocardium cordatum sind nahe Verwandte des Micraster. Die kleinen Herzseeigelgehäuse sind nicht versteinert sondern hauchdünn und sehr empfindlich. Will man länger Freude an ihnen haben, empfiehlt sich wie bei echten Herzen ein liebevoller und sorgsamer Umgang.
Einen schönen Valentinstag wünscht das Team des Mineralien Museums Mettingen

Instagram Manganknolle

In Zeiten, in denen die Jagd nach Rohstoffen einer Art Goldrausch gleicht, macht es Sinn sich Steine auf dem Meeresgrund, die als Rohstoffreserven gelten, näher anzusehen.Der Meeresboden der Tiefsee, der mehr als die Hälfte der Erdoberfläche bedeckt, ist das größte Ökosystem der Erde und deshalb besonders schützenswert.
Noch im 19. Jahrhundert ging man davon aus, dass unterhalb von 1000m Wassertiefe kein Leben möglich sei.
Spätestens mit dem Science Fiktion Thriller „Der Schwarm“ von Frank Schätzing, wandelte sich auch außerhalb der Fachwelt das Bewußtsein im Hinblick auf Lebensformen auf dem Meeresgrund.
Manganknollen, die in 4000-6000 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund zu finden sind, wird dabei besonderes Interesse entgegen gebracht. Sie sind zwischen 2 und 15 cm groß und ihr Wachstum beträgt wenige Millimeter in einer Million Jahren.
Hauptbestandteil der Knollen sind Mangan und Eisenoxide. Wirtschaftlich noch interessanter sind die Anteile von Kupfer, Nickel und Kobalt sowie die Spuren von Zink, Titan oder Vanadium.Manganknollen entstehen durch die sehr langsame Abscheidung von Mangan und Eisen aus Meerwasser, die sich um einen meist organischen Kern konzentrisch schichten. Diese Bestandteile gelangen durch Erosion ins Meer oder stammen aus Hydrothermalquellen in vulkanisch aktiven Bereichen und lagern sich auf den Knollen an.
Entdeckt wurden die Knollen bereits anläßlich der britischen Challenger- Expedition von 1872-1876. In das Visier von Industrienationen auf der Suche nach Rohstoffen gerieten sie aber erst in den 1970ziger Jahren. Ein angeblicher Abbauversuch, der scheiterte, entpuppte sich als Tarnung für eine verdeckte Operation des amerikanischen Geheimdienstes CIA im Zentralpazifik bei der es um die Bergung des sowjetischen Atom U- Bootes K 129 ging.
Die vorhandene Technologie war und ist für den Abbau in mehreren tausend Metern Wassertiefe nicht ausreichend. Die Vereinten Nationen haben Manganknollen zum Erbe der gesamten Menschheit erklärt. Für die Abbau- Lizenzen ist die internationale Meeresbodenbehörde zuständig. Erfolgreich erprobte Technologien für den Abbau gibt es bislang nicht und auch die vor dem Abbau zu klärende Frage nach den Auswirkungen für die Tiefsee – Umwelt ist weiter offen.

Februar 2026 Zirkonia
Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:
Stein des Monats Februar: Zirkonia

Nachdem wir im Januar über den Zirkon berichtet hatten, wenden wir uns jetzt dem Zirkonia zu. Ist „Zirkonia“ nur eine Übersetzung oder Varietät vom „Zirkon“ oder ist der Begriff „Zirkonia“ die allgemeine Bezeichnung für alle nicht natürlichen Schmucksteine? Die Ähnlichkeit der Namen sorgt immer wieder für Verwirrung und ist es daher wert der Sache einmal auf den Grund zu gehen.
Zirkonia besteht aus Zirconiumoxid, das im Labor hergestellt wird. Zirkonia ist ein Kristall mit erstaunlicher Strahlkraft und gilt als Imitation eines der teuersten Steine der Welt: des Diamanten.
Auch Experten können gute Zirkoniasteine nicht durch Augenschein, sondern erst durch eine Messung des Wärmeleitwertes von Diamanten unterscheiden. Während Diamanten besonders gut wärmeleitend sind, leiten Zirkonia Wärme nämlich besonders schlecht.
Zirkoniumdioxid wurde bereits 1892 entdeckt, fand aber wenig Beachtung.Die beiden deutschen Mineralogen Mark Freiherr von Stackelberg und Karl Chudoba entdeckten echte Zirkonia erstmals 1937 als kleine Einschlüsse in natürlichem Zirkon, ohne sie allerdings tiefer zu untersuchen und zu benennen. In den 1960ziger Jahren gab es dann in Frankreich Forschungen zur Herstellung künstlicher Edelsteine. Damals gelang es allerdings lediglich, sehr kleine Kristalle zu erzeugen, die sich nicht für die Schmuckproduktion eigneten. Kristalle, die sich als Schmucksteine eigneten, wurden erst später in Moskau erfunden.
Anfang 1973 wurde im Lebedew -Institut der Akademie der Wissenschaften der UDSSR der Wert von künstlichem kubischem Zirkonia erkannt und dieser wenig später erstmals in einem neuen, am Institut entwickelten Verfahren hergestellt. Dazu wurde aus Zirkoniumoxid Einkristallen, Calciumoxid und Yttriumoxid sowie farbgebenden Metallen Kristalle gezüchtet. Yttriumoxid war für die Stabilität des Zirkoniumoxids verantwortlich und wird u.a. in der Dentaltechnik eingesetzt. Unter hohen Temperaturen wurden alle Bestandteile im Hochofen miteinander verschmolzen und nach der Abkühlung entstanden Zirkonia. Das Hinzufügen von Metalloxiden sorgt für das Leuchten der künstlich hergestellten Zirkoniakristalle. Seit den achtziger Jahren werden Zirkoniasteine als Imitation für Diamanten vermarktet und haben ihren Siegeszug um die Welt angetreten.
Für Zirkonia gibt es mehrere Namen, unter anderem heißen sie im englischen Sprachraum CZ als Abkürzung für Cubic Zirkonia . In Russland wählten die Forscher für ihre Entdeckung den Namen Phianit. Phianit geht auf die Abkürzung des Lebedew-Instituts : Physical Institute of the Academy of Sciences zurück, konnte sich aber auf dem Markt nicht durchsetzen. Schließlich blieb es bei der Bezeichnung Zirkonia.
In der Schmuckindustrie erfreut sich der Zirkonia großer Beliebheit. Er ist beim Kauf günstig und bringt für die Schmuckherstellung gute Eigenschaften mit, da er mit einer Mohs Härte von 8 – 8,5 härter als Glas ist und sich ausgezeichnet zur weiteren Bearbeitung eignet. Zirkonia gibt es in nahezu jeder Farbe, was ihn als Schmuckstein sehr beliebt macht. Neben dem Diamanten kann er also auch andere Steine imitieren.
Genau wie bei einem natürlich entstandenen Edelstein wird auch Zirkonia anhand von Klarheit, Schliff, Gewicht und Farbe bewertet. Für Zirkonia wurde eine Klassifizierung von einem A (schlechte Qualität) bis fünf A (beste Qualität) festgelegt.
Oft werden bei Zirkonia auch Einschlüsse – also kleine Unreinheiten – absichtlich erzeugt, um den Stein lebendiger und wie einen natürlich gewachsenen Kristall wirken zu lassen. Bei der Imitation von Farbsteinen ist dies besonders beliebt. Aber auch bei der Diamantimitation kommt dieser Effekt zum Einsatz.
Wenn man Glanz und die Härte des Zirkonia betrachtet, müßte er eigentlich zu den Edelsteinen zählen. Da die Herstellung von Zirkonia aber im Labor stattfindet, kann dieser Stein nicht als echter Edelstein betitelt werden.
Als kostengünstige Alternative sind Zirkonia eine der beliebtesten Diamantimitationen. Der Preis von Zirkoniasteinen ist wesentlich geringer als der von Diamanten. Auch ein Zirkonia mit einer hohen Karat Zahl, also einem hohen Gewicht, ist zu erschwinglichen Preisen erhältlich.

