Herzlich Willkommen auf unserer Webseite!
Das Mettinger mineralogische und petrologische Museum ist immer einen Besuch wert.
Aktuell
Das Mineralienmuseum Mettingen ist in mehrere Bereiche aufgeteilt und umfasst mehr als 30 000 Exponate aus den Bereichen:
Bergbau mit Modell und Bergmann
Fossilien
Heimatsammlung (Lagerstättenkundliche Sammlung im Einflussbereich des Bramscher Intrusivs)
Systematische Sammlung
Kristallografie
Mineralien von A – Z
Gesteinssammlung
Schmuck und Edelsteine
Wir weisen auf Sie auch unsere derzeitige Sonderausstellung „Mein Freund der Kieselstein“ – mit der in Mettingen gefundenen Steinaxt, hin.
Wir wünschen einen informativen Aufenthalt auf unserer Webseite und auch gerne auch persönlich im Mettinger Mineralienmuseum vor Ort.
Polnischer Feuerstein

Jeder, der in unseren Breiten einen Garten sein Eigen nennt, findet beim Umgraben oder Hacken des Bodens von Zeit zu Zeit Feuersteine. Schon die Urzeitmenschen haben ihre Aufenthaltsorte vom Vorhandensein von Feuersteinen für die Feuererzeugung aber auch als Werkzeuge und Waffen abhängig gemacht. Die großen und kleinen Sloopsteine in unserer Region geben von ihrer Anwesenheit ein beredtes Zeugnis.
Nach dem roten Helgoländer Feuerstein wenden wir uns heute dem Polnischen Feuerstein, der auch als gestreifter Feuerstein bekannt ist und auf eine lange Tradition zurückblickt, zu. Die Prähistorische Mine von Krzemionski im Heiligkreuzgebirge in Polen ist das größte bekannte Feuersteinbergwerk Europas und wurde von der Jungsteinzeit bis zur Bronzezeit genutzt. Seit 2019 ist es Weltkulturerbestätte. Die abgebauten Steine wurden zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen oder zur Feuererzeugung verwendet und hatten eine Verbreitung von 300 bis 500 km.
Der Polnische Feurstein besteht aus Chalzedon, einer sehr dichten Quarzvarietät, und sein Hauptbestandteil ist Siliziumdioxid. Er entstand durch die Ablagerung von Kieselgel aus den Skeletten urzeitlicher Organismen im Jurakalkstein Polens (vor 160 Millionen Jahren). Auf der Mohs Skala hat er eine Härte von 6,5 bis 7.
Seine Farbpalette reicht von Grau und Beigetönen bis zu Anthrazit. Er besticht durch seine interessante Maserung. Verwendung findet er heute als Schmuckstein für Ringe, Ohrringe oder Anhänger und als Dekorationsstein
Er gilt als Stein der Entschlossenheit und Stärke. Oft wird ihm auch eine schützende Wirkung nachgesagt. Schon in alten Kulturen wurde er als Talisman getragen, was Funde in Gräbern eindrucksvoll belegen.

Januar 2026 Zirkon
Das Mettinger Mineralienmuseum präsentiert:
Stein des Monats Januar: Zirkon
Die in Deutschland und den europäischen Nachbarländern gefundenen Exemplare, die unser Foto zeigt, sind für die Schmuckherstellung deutlich zu klein und erfreuen vor allem die Sammler von Mineralien.
Teil 1: Zirkon
Beginnen wir das neue Jahr mit strahlenden Steinen, die dem Diamanten ähneln
Wir haben uns für den 1. Teil dieses Artikels den Zirkon ausgesucht. Der Zirkon wird oftmals mit dem Zirkonia verwechselt. Was es damit auf sich hat, werden wir im Rahmen der Artikelserie „Stein des Monats“ im Januar und Februar, beginnend mit dem Zirkon erklären.
Der Zirkon ist ein natürlich entstandener Edelstein, der aus Zirkonium- Silikat besteht.Der Zirkon ist bekannt für sein einzigartiges diamantengleiches Funkeln und seine Brillanz.
Der Name Zirkon stammt entweder aus dem arabischen von „zarqun“für „Zinnober“ oder aber vom persischen für „zargun“, was übersetzt „goldfarben“ bedeutet.Dieser Name spiegelt die charakteristische Farbe einiger Zirkone wieder, die in warmen Gelb- und Rotbraun -Tönen schimmern.Helle Zirkone werden noch heute „Jargon“ genannt, was ebenfalls auf die vorgenannte Bezeichnung zurückzuführen sein dürfte.
Im Altertum nannte man den Zirkon auch Hyazinth. Abgeleitet wurde dieser Name von dem schönen Jüngling Hyakinthos, den der Gott Apollo aus Eifersucht auf seine Schönheit tötete. Dort, wo sein Blut den Boden tränkte, soll eine Hyazinthe gewachsen sein, deren Schönheit sich im Hyazinth spiegelt. Man hatte somit für die jeweiligen Färbungen unterschiedliche Namen und es war auch lange nicht klar, dass bei der großen Farbvielfalt alle Steine Zirkone waren. Eine jüdische Legende besagt, dass ein Engel namens „Zirkon“ im Garten Eden über Adam und Eva gewacht haben soll. Ein Hindu-Gedicht erzählt von einem Kalpa-Baum, dessen Blätter aus Zirkon gewesen sein sollen. In der Bibel schließlich gehört der Zirkon zu den 12 Edelsteinen des Himmlischen Jerusalems.
Der Zirkon gehört zur Mineralklasse der Silikate und Germanate. Er entstand vor ca. 4,4 Mio Jahren, gilt als Leitmineral und hat eine Härte von 6,5 bis 7,5 auf der Mohs- Skala. Auf den europäischen Markt kamen Zirkone als Matara- Diamanten, benannt nach ihrem Fundort in der Nähe der Stadt Matara auf Südceylon. Lange Zeit glaubte man, es mit echten Diamanten zu tun zu haben.Der Zirkon entsteht durch Kristallisation aus heißen magmatischen Gesteinsschmelzen. Er kann sich aber auch durch Umkristallisation in Gesteinen bilden, die unter hohem Druck und Temperatur umgewandelt wurden oder man findet ihn in Sedimentgesteinen, wo er aus älteren Gesteinen herausgewaschen, sich wieder neu anlagert. In reiner Form ist der Zirkon farblos bzw. weiß und durchsichtig. Meist nimmt das Mineral durch Lichtbrechnung und aufgrund von Gitterfehlern eine grau- braune, rotbraune oder seltener auch gelbe, grüne, blaue oder violette Färbung an. Durch das Brennen von bräunlichen Zirkonen bei Temperaturen zwischen 800 und 1000 Grad können die seltenen farblosen und blauen Varietäten künstlich hergestellt werden. Nicht immer hat die neue Farbe Bestand.
Zirkonkristalle haben eine tetragonale Kristallstruktur kommen als Prismen, pyramidale Spitzen oder auch als Doppelpyramiden vor.
Als Schmuckstein hat der Zirkon bereits mehrere Blütezeiten erlebt.Er findet sich in vielen antiken Kulturen, darunter auch im alten Ägypten.
Im 16. Jahrhundert waren es vor allem italienische Juweliere, die Zirkone zu Schmuckstücken verarbeiteten, später fand er auch im Viktorianischen Schmuck in England Verwendung.
Schöne Zirkone für die Schmuckherstellung finden sich in Russland, auf Madagaskar, in Pakistan, in Kambodscha, in Nigeria, in Sri Lanka, in Tansania, Australien und den USA, wobei jeder Fundort Zirkone mit unterschiedlichen Farben und Eigenschaften hervorbringt.
Wenn die Zirkone eine entsprechende Größe und Reinheit erlangen, sind sie noch heute ein beliebter Ersatz für Diamanten.
Zirkone verwendet man aber auch zur Zirkoniumherstellung. Hauptproduzent ist Travancore in Indien, wo man Strandsande abbaut. Hauptsächlich werden daraus hitzebeständige Materialien, Spezialgläser und Schleifmaterial hergestellt. Darüber hinaus kommt er in Atomreaktoren als Korrosionsschutz für Uran zum Einsatz.
Zirkon wird außerdem als Zirkonoxid, Zirconiumdioxid oder auch Zirkoniumdioxid als reizarmer Werkstoff für Zahnersatz und Zahnimplantate verwandt.
Dem Zirkon sagt man nach, dass er aufgrund seiner Härte und seines brillianten Glanzes für Stärke, Schönheit und Weisheit steht. In einigen Kulturen wird ihm auch eine schützende Wirkung zugeschrieben. Außerdem soll er vor negativer Energie und Unheil bewahren.
Instagram Ema Eggs

Passend zum anstehenden Jahreswechsel haben wir uns mit EMA- Eggs, die als Wahrsagesteine oder Meditationshilfen gelten, befasst. Wer hat so kurz vor dem Jahreswechsel keine Fragen die Zukunft im neuen Jahr betreffend ?
EMA- Eggs wurden ursprünglich als Abrollsteine in Südbrasilien im Rio Ema gefunden. Die Ema-Eier sind auch unter den Namen Proferiche Stones, Stones of the Seer, Dreamer’s Stone, Ovos oder auch als Edelsteinfenster bekannt. Der Name EMA Egg leitet sich von portugiesischen ovo de ema (Emu-Ei) ab, an dessen Form der Stein erinnern soll. Ob es wirklich die Emu- Eier sind oder vielmehr die Steine, die Emus zu Verdauungszwecken fressen, was wahrscheinlicher ist, ist unklar.
Wir haben es hier mit undurchsichtige Kristallsteinen, oft aus Quarz ( Amethyst, Rosenquarz, Rauchquarz) zu tun, die eine matte, meist getrommelte Außenschicht und an einer Seite ein glänzendes, poliertes Fenster haben, das den Blick ins Innere des Steins ermöglicht.
Man erzählt sich, dass man Antworten auf Fragen bekommt, die man diesem Fenster im Stein beim Blick ins Innere anvertraut. Die etwas rauhe, angetrommelte Seite liegt angenehm in der Hand, sowohl von der Größe als auch von der Oberfläche.
Sehr gut geeignet soll dieser Stein auch für Meditationen sein. Man sagt ihm nach, er helfe sich auf Ziele zu konzentrieren, negative Energie abzuleiten und das Bewusstsein zu erweitern.
Bei den meisten heute verkauften Ema- Eggs handelt es sich nicht mehr um abgerundete Flußsteine. Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Steine in Form gebracht, getrommelt und an einer Seite angeschliffen, um den Blick ins Innere zu gewährleisten.
Die Eigenschaften der Steine richten sich nach dem gewählten Kristall. So soll der Amethyst für Schutz und Intuition, der Rosenquarz für Liebe, der Rauchquarz für Erdung und der klare Quarz für Klarheit und Manifestation stehen.
Alles Gute zum Jahreswechsel

Jahresrückblick 2025
Jahresrückblick 2025
Wir schreiben den 27.12.2025. In 4 Tagen steht der Jahreswechsel vor der Tür. Genau die
richtige Zeit für den Jahresrückblick 2025. Um das Rad für eine Beurteilung nicht neu
erfinden zu müssen, nehme ich Anleihe an den Chansontext von Reinhard Mey aus dem
Jahre 1972 dessen Titelzeile lautet: „Ich denk`, es war ein gutes Jahr“.
Das Mineralien- und Fossilienmuseum Mettingen hat in 2025 durch die Übernahme
privater Sammlungen seinen Bestand an Mineralien- und Fossilien nochmals erweitern
können.
Unser Instagram Account Mineralien Museum Mettingen mit wöchentlich neuen
Beiträgen läuft mit 2000 bis 4000 Besuchern pro Monat sehr gut. Als neues Medium
kamen in diesem Jahr noch youtube Videos mit dem German Rock Tumbler Martin
Roesner hinzu, die sich großer Beliebtheit erfreuen und uns die Möglichkeit gaben unser
Museum mit verschiedenen Themen neuen Zuschauern zu präsentieren.
Der am 03.10.2025 stattfindende Türöffner- Tag mit der Maus war mit über 100 Kindern
ein großer Erfolg. Neben unserem Mineraliensuchspiel stand in diesem Jahr das Bemalen
von Steinen auf unserem Programm. Kinder und Eltern waren mit Begeisterung dabei.
Besuche von Kindergartenkindern, die vor der Einschulung stehen, von Schülern der
Josefsschule, der Ernst Klee- Schule und der Mineralien AG der Kardinal von Galen
Schulen stehen bei uns ebenso auf dem Programm, wie die von Frau Strickmann im
Caritas Altenheim in Ibbenbüren durchgeführte Nachbesprechung unserer in der IVZ
veröffentlichten Reihe „Stein des Monats“, die wir mit der Überlassung von Steinen zur
besseren Anschauung begleiten.
Auch in diesem Jahr konnten wir zum Jahresende den 5000. Besucher begrüßen. Wir
freuen uns über die zahlreichen Besucher und das unserem Museum entgegen gebrachte
Interesse.
In 2025 hatten wir zwei Sonderausstellungen. Zunächst die Ausstellung „ Vom Zauber der
Achate“ und ab dem 01.09.25 die Ausstellung „ Zurück in die Steinzeit – als die
Menschen seßhaft wurden“ .
Im Februar 2025 starten wir mit der neuen Sonderausstellung „ Alles was glitzert“, die
sich mit den Edelsteinen Bergkristall, Rauchquarz, Amethyst, Citrin und Rosenquarz
befaßt. Selbstverständlich führen wir die erfolgreiche Reihe “ Stein des Monats “ in der
IVZ weiter fort. Sollten Sie eine Folge in der IVZ verpaßt haben, so finden Sie sie auf
unserer Internetseite unter “ mineralogiemuseum- mettingen.de“.Unter einem neuen Reiter
haben wir die Reihe „Stein des Woche“ eingeführt, um für Interessenten, die nicht auf
Instagram sind,unsere wöchentlichen Artikel ebenfalls zugänglich zu machen.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, bleiben Sie gesund und uns auch in 2026 gewogen.
Wichtige Termine in 2026, an denen wir unabhängig von unseren Öffnungszeiten uns über
Ihren Besuch freuen:
26.04.2026 Bauern- und Blumenmarkt
27.09.2026 Ärappelfest
03.10.2026 Türen auf mit der Maus
25.10.2026 Kerzen an
28.11.- 29.11.2026 Weihnachtsmarkt.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr
wünscht
Ihr Team des Mineralien- und Fossilienmuseums Mettingen
Instagram Blauer Bernstein

Wir befinden uns mit dem anstehenden Weihnachtsfest in einer magischen Zeit. Was liegt da näher
als nach einem magischen Stein Ausschau zu halten?
Bernstein – kein Stein, kein Mineral sondern fossiles, gehärtetes Baumharz. Kaum ein Stoff
vermochte Menschen so zu bewegen, wie dieses Millionen Jahre alte Harz, was die Bernsteinstraße
ebenso wie das legendäre Bernsteinzimmer eindrucksvoll belegen.
Auf Mineralienbörsen ist der baltische Bernstein selten geworden. Verkauft werden nur noch
Altbestände. Dafür wird der blaue Bernstein aus Sumatra präsentiert. Im Gegensatz zum
baltischen Bernstein, der aus dem Harz von Kiefern stammt, entstammt der Bernstein aus Sumatra
aus dem Harz von 20- 23 Millionen Jahre alten Laubbäumen. Unser Bernstein wurde auf der
Mineralienbörse in Osnabrück verkauft. Auf den ersten Blick ein klassischer dunkler Bernstein mit
typischem Glanz und Farben und natürlich der typischen Leichtigkeit. Gut geeignet als
Handschmeichler und Schmuckgegenstand für den Schreibtisch. Ähnlichkeiten der Form mit
versteinerten Schnecken rein zufällig.
Seine Magie entfaltet der Stein unter starkem Sonnenlicht oder unter UV- Licht. Hier sehen wir
einen faszinierenden blauen Stein, der nur die äußere Form mit dem Bernstein gemein hat.
Verantwortlich sind fluoreszierende Moleküle, die in den Harzen der Laubbäume enthalten sind.
Eine Erklärung für die Fluoreszenz ist die nachträgliche Erwärmung durch vulkanische Aktivität.
Eine andere Erklärung sieht Erhitzung durch große Waldbrände als Ursache an.
Der Bernstein aus Sumatra hat deutlich weniger Bernsteinsäure und ist mit einer Härte von 2- 2,5
auch weicher als die baltische Variante und damit anfälliger gegen Kratzer. Gefunden wird der
Bernstein in der Provinz Aceh auf Sumatra in kohleführenden Sedimenten im indonesischen
Dschungel. Der Abbau erfolgt in kleinen Minen meist per Hand.
Das Team des Mineralogiemuseums Mettingen wünscht Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Instagram Cavansit

Steine, die im Schatten stehen
Cavansit
Da das Winterwetter aktuell noch auf sich warten läßt, haben wir uns dieses Mal einen Stein ausgesucht, der uns sofort an Schnee, Eis und kristallklare blaue Bergseen denken läßt.
Gemeint ist der relativ unbekannte Cavansit.
Der Name Cavansit setzt sich aus den drei Komponenten Calcium, Vanadium und Silicium, die für die Zusammensetzung des Minerals verantwortlich zeichnen, zusammen.Das „ t „ am Ende kommt aus dem Griechischen von „ lithos“ für Stein. Maßgeblich für die Farbgebung ist der Bestandteil Vanadium
Die Mohshärte schwankt zwischen 3- 4 auf der 10 stufigen Skala nach Friedrich Mohs. Cavansit gehört in die Mineralklasse der Silikate und Germanate.
Das Mineral Cavansit bildet sich unter hydrothermalen Bedingungen und ist vulkanischen Ursprungs. Gefunden wird es vor allem in Blasenhohlräumen von Tuff oder Basalt. Es kommt aber auch in Gängen karbonathaltiger Gesteine vor. Mineralreiche Lösungen lagern sich dort ab und kristallisieren
Gefunden wurde dieses Mineral erstmals in den 1960ziger Jahren in der USA im Bundesstaat Oregon. Erstmals beschrieben und als neues Mineral festgelegt, wurde es 1967. Sehr viele Fundstellen gibt es weltweit bislang nicht. Gefunden wurde es außer in Oregon in den USA in Poona in Indien, in Brasilien und in Neuseeland. Die Steine aus Indien sind unter Sammlern aufgrund der großen blauen Kristalle besonders begehrt. Das Vorkommen dort ist allerdings begrenzt.
Das wunderschöne, relativ seltene Mineral ist vor allem für Sammler interessant, weckt aber aufgrund seiner blauen Farbe auch als Schmuckstein Begehrlichkeiten. Eine technische oder wirtschaftliche Nutzung gibt es bislang nicht.

Instagram Drachenblutstein

Steine, die im Schatten stehen
Drachenblutstein
Ein mystischer, geheimnisvoller Stein, der die Fantasie anregt, sollte es dieses
Mal sein.Wir sind im Herbst angelangt und Halloween beruhend auf dem alten
keltischen Fest Samhain rückt langsam ins Sichtfeld. In Zeiten, in denen Drachen
Konjunktur haben, was Filmreihen, wie „Game of Thrones „ oder „House of the
Dragon“ , Bücher wie „Eragon“ oder „Drachen zähmen leicht gemacht „ belegen ,
kam uns der Drachenblutstein, auch Drachenstein oder Drachenblutjaspis
genannt, gerade recht. Während in Europa Drachen als Ungeheuer, die Angst
und Schrecken verbreiten und als Zeichen des Bösen galten, wurden in China
Drachen als gutmütig und als spirituelles Wesen verehrt.
Nach den Legenden in den Fundgebieten ist der Drachenblutstein dort
entstanden, wo mächtige Drachen miteinander gekämpft haben. Das Grün des
Steins steht für die Fetzen der Drachenhaut und das Rot des Steins für das Blut
der Drachen. Dieser Stein wird für seine lebendigen Farben und einzigartigen
Muster geschätzt. In vielen Kulturen gilt er als Schutz- und Heilstein.Er wird häufig
mit Kraft, Mut und Stärke oder auch mit Drachenschläue assoziiert und gilt als
Stein des Kriegers.
Heute wird er häufig in Schmuckstücken verwendet, darunter Ringe, Anhänger
und Armbänder. Seine auffälligen Farben machen ihn zu einem beliebten Material
für einzigartige Designs
Doch schauen wir uns den Stein und seine Bestandteile nun näher an. Der
Drachenblutstein besteht aus einer Mischung von grünen Epidot, einem Calcium-
Aluminium-Eisen- Silikathydroxid und durch Hämatit und Eisen teilweise
rotgefärbtem Quarz. Die Einordnung als Jaspis ist umstritten.
Epidot ist nach dem griechischen Wort epidosis benannt, was für Zunahme oder
Wachstum steht.Er entsteht durch sedimentäre Prozesse, bei denen
mineralreiche Lösungen in Gesteinsformationen eindringen und kristallisieren.
Die Farben des Drachensteins reichen von tiefem Rot über leuchtendes Grün bis
hin zu Brauntönen. Verantwortlich für diese Farbvariationen sind unterschiedliche
Mineralien im Gestein Der Drachenstein gehört zur Gruppe der Quarze.Auf der
Mohs-Skala hat Drachenstein eine Härte von 6 bis 7.
Vorkommen dieses mystischen Steines gibt es in Südafrika, Australien, USA und
auf Madagaskar.
Instagram Schneeflockenobsidian

Steine, die im Schatten stehen
Schneeflockenobsidian
Passend zur Jahreszeit und zur Wetterprognose haben wir uns dieses Mal einen
Stein ausgesucht, der weiße, schneeflockenartige Gebilde auf schwarzen Grund
ganzjährig präsentiert. Es handelt sich um den Schneeflockenobsidian, dessen
Namen sich von den Einschlüssen, die wie Schneeflocken aussehen, ableitet.
Obsidian, ob mit oder noch ohne Schneeflocken, ist ein vulkanisches
Gesteinsglas, das entsteht, wenn Magma nach einem Ausbruch so schnell
erkaltet, dass sich keine geordneten Kristallstrukturen bilden können. Dies
passiert immer dann, wenn Wasser oder Eis mit von der Partie sind. Die
Schneeflocken sind Zeichen des Alterungsprozesses beim Obsidian. Sie bestehen
aus Cristobalit, einer Quarzform, oder aus Feldspat und entstehen, wenn der
Obsidian langsam auskristallisiert. Obsidian besteht aus Siliziumdioxid und vielen
weiteren Mineralien. Für die schwarze Farbe zeichnet Eisenoxid verantwortlich.
Gefunden wird Obsidian weltweit in Gebieten mit Vulkanismus.
Aufgrund seiner scharfen Bruchkanten wurde Obsidian bereits in der Steinzeit zur
Herstellung von Waffen und Werkzeugen genutzt. In der Antike wurden aus
Obsidian kunstvolle Gegenstände, wie Spiegel und von den Ureinwohnern
Amerikas Skulpturen und auch weiterhin Waffen gefertigt.
Der Obsidian selbst, den heute nahezu jedes Kind aufgrund seiner Verwendung in
Videospielen kennt und der zu einem der beliebtesten Steine bei uns im Museum
gehört, wurde nach dem Römer Obsius benannt, der den ersten Stein von
Äthiopien nach Rom brachte.
Heute wird Schneeflockenobsidian in erster Linie als Schmuckstein und für die
Herstellung von Kunstgegenständen genutzt. Besonders beliebt sind Perlen und
Cabochons. Darüberhinaus dient er der Wissenschaft, da Geologen in der Lage
sind, mittels genauer Analyen am Schneeflockenobsidian, eine Altersbestimmung
der zugrundeliegenden Vulkanausbrüche vorzunehmen.

Instagram Rhodochrosit

Steine, die im Schatten stehen
Rhodochrosit
In der dunklen Jahreszeit sehnen wir uns nach etwas Blühendem und sei es auch
nur nach einem Gegenstand in der entsprechenden Farbe, die uns an etwas
Blühendes erinnert. Der Rhodochrosit, dessen Name aus dem Griechischen
kommt und „rosenfarbig“ bedeutet, gilt als Stimmungsaufheller und passt damit
perfekt.
Der Rhodochrosit ist der Nationalstein Argentiniens.Nach einer Legende ist eine
verbotene Liebe der Ursprung des Minerals. Ein Krieger der Ureinwohner verliebte
sich in eine junge Frau, die dem Sonnengott geweiht war. Da er nicht von ihr
lassen konnte, wurde er vom Sonnengott zur Strafe in einen Stein verwandelt, der
die Farbe einer roten Rose hatte.
Als die Inkas im 13. Jahrhundert den Silberbergbau im heutigen Argentinien
aufgaben, wuchsen am Boden der Minen rosafarbene Tropfsteine, die aus
Mangan, Kohlenstoff und Sauerstoff bestanden. Diese Rhodochrosite zählen
heute zu den schönsten Exemplaren, die man weltweit finden kann. Sie werden
ausschließlich zu Schmuck verarbeitet.
In Deutschland wurden in den obersten Gesteinschichten von Eisen – oder
Mangan- Bergwerken Rhodochrosite gefunden, die einige 10.000 Jahre alt sind.
Erst seit 1950 wurde der Rhodochrosit auch bei uns als Edelstein geführt und die
rot-weiß gebänderten Steine zu Schmuck verarbeitet. Bilden die rot- weißen
Bänderungen einen Kreis spricht man von Inka- Rosen. Andere Namen für den
Rhodochrosit sind Rosenspat, Himbeerspat oder Manganspat. Neben den
gebänderten Steinen gibt es den Rhodochrosit auch als durchsichtige
rosafarbene Kristalle, die seltene und wertvolle Sammlerstücke sind.
Der Rhodochrosit ist ein Mineral aus der Gruppe der Carbonate und Nitrate. Nach
der Mohs- Skala liegt seine Härte bei 3 bis 4, was ihn für Kratzer anfällig macht.
Rhodochrosit entsteht hydrothermal und tritt u.a. zusammen mit Calcit und Baryt
auf.
Fundorte gibt es in Argentinien aber auch in Südspanien und in den Pyränen. Dort
wird aus Rhodochrositlagerstätten Manganerz gefördert. Als Rohmaterial eignet
sich Rhodochrosit zur Herstellung von Spiegeleisen und Ferromangan. Außerdem
wird Rhodochrosit als Pigment für Farben genutzt.

Instagram Araukarie

Steinerne Zeitzeugen
Versteinerte Araukarienzapfen
Tannenzweige, Adventskränze,Tannenbäume und Tannenzapfen haben zum
Weihnachtsfest Hochkonjunktur.
Wir haben uns mal bei den Versteinerungen umgesehen und sind dabei auf der
Mineralienbörse in Osnabrück am vergangenen Wochenende fündig geworden.
Es gab nämlich Scheiben von versteinerten Araukarien- Zapfen. Der eine oder
andere wird eine Araukarie in seinem Garten haben und sich fragen, was daran so
besonders ist.
Araukarien sind faszinierende Bäume aus grauer Vorzeit und lebende Fossilien. In
Argentinien gibt es in Patagonien, das als Rand der Welt gilt, den versteinerten
Wald von Cerro Cuadrado. Im Zusammenhang mit dem Auseinanderbrechen der
Gondwana-Landmasse zu Beginn des Erdmittelalters kam es zu umfangreicher
Vulkantätigkeit.
Die Bäume, hauptsächlich gigantische Araukarien ( Araucaria mirabilis), die mit
einem Durchmesser von 3,50 Meter eine Höhe von 100 Metern erlangten, und in
lichten Wälern standen, wurden durch einen Vulkanausbruch vor rund 160 Mio.
Jahren umgeworfen und nebst der noch nicht vollständig ausgereiften Zapfen von
pyroklastischen Strömen und durch massive Ablagerungen von Vulkanasche
begraben. Die Zellstrukturen des Holzes wurde im Laufe von Millionen Jahren
durch Silikat ersetzt (Verkieselung), wodurch ihre anatomischen Details erhalten
blieben. Besonders bemerkenswert sind dabei die Araucarien-Zapfen, die in Ihrer
Qualität weltweit einmalig sind. Neben der zumeist perfekten Außenstruktur
weisen die Zapfen wunderschöne Detailstrukturen im Inneren auf. Sämtliche
Feinstrukturen der Zapfen haben sich über Jahrmillionen hinweg erhalten.

Die Fundstellen sind inzwischen nicht mehr zugänglich, Argentinien hat ein
Ausfuhrverbot für Araucarien- Zapfen verhängt und sämtliche heute auf dem Markt
angebotenen versteinerten Aurakarienzapfen bzw. Scheiben derselben stammen
aus alten Sammlungen. Die „Blätter“ dieser immergrünen Bäume wirken bis heute
wie uneinnehmbare Festungen.



