Stein des Monats August Peridot

Stein des Monats August „Peridot“
Der Peridot ist der Edelstein der Sonne. Das Mettinger Mineralienmuseum stellt Stein des Monats August vor. Der Peridot ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer Edelstein, wie das Mettinger Mineralienmuseum herausgefunden hat. Er leuchtet nicht nur auf den unterschiedlichsten Grüntönen, er ist zudem der erste Edelstein, der auch auf einem anderen Planeten gefunden wurde. Der Peridot ist bekannt für seine unterschiedlichen Grüntöne. Es ist zudem der erste Edelstein, dessen Vorkommen auch auf dem Mars nachgewiesen wurde Das Team der Mettinger Mineraliensammlung stellt einmal im Monat besondere Steine vor. Im August geht es um den Peridot. Der ist auch unter dem Namen Chrysolith bekannt, zählt zu den bekanntesten Schmucksteinen der Welt und ist eine besonders reine Varietät des Minerals Olivin, hat das Museumsteam recherchiert. Der Name „Peridot“ wird „Pe-ri-do“ ausgesprochen. Der Ursprung des Namens ist bis heute ungeklärt. Einige Fachleute meinen, er stamme vom arabischen Wort „faridat“ für „einzigartig“ ab. Andere Experten erklären den Namensursprung mit dem lateinischen Wort paederos („Opal“ oder „Kerbel“). Wieder andere leiten die Bezeichnung vom englischen Wort „peridote“ für „heller Fleck“ oder „Knopf“ oder vom griechischen „peridona“ („Reichhaltigkeit/Fülle verleihend“) her.
Das hellgrüne, durchsichtige Edel-Mineral wird in erster Linie als Schmuckstein verwendet. Peridot entsteht in tieferen basischen und magmatischen Gesteinen und tritt meist durch Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche, schreiben die Mettinger Mineralienfreunde weiter. Der Peridot ist zudem der erste Edelstein, der auf einem anderen Planeten, dem Mars, entdeckt wurde. In der Antike wurde Peridot von den Ägyptern als Edelstein der Sonne bezeichnet. Im alten Rom wurde der Stein als „Abendsmaragd“ geschätzt, weil er sich leicht durch Lampenlicht erhellen ließ. Nach Europa gelangte der Peridot vermutlich durch die Kreuzfahrer. Im Mittelalter zeigten vor allem Kirchen am Peridot Interesse. Im Kölner Dom sind grüne Edelsteine zu bewundern, von denen zunächst angenommen wurde, es seien Smaragde. Tatsächlich sind es riesige Peridot-Edelsteine. Um 1500 vor Christus wurde der Peridot erstmals nachweislich am Roten Meer gefunden. Der früheste bekannte Abbau von Peridot erfolgte etwa im Jahr 70 vor Christus auf der ägyptischen St.-Johannes-Insel, einer Vulkaninsel im Roten Meer. Heute stammt der Peridot meist aus den USA. Weitere ertragreiche Abbaugebiete befinden sich in China, Sri Lanka und Pakistan. Der Peridot gehöre zu den Edelsteinen, von denen der Herkunftsort aufgrund der Einschlussmineralien sehr genau bestimmt werden könne, hat das Team weiter herausgefunden. Er kommt nur in Grüntönen vor und ist ein sogenannter eigenfarbiger Edelstein, der zur Gruppe der Silikate gehört. Chemisch betrachtet besteht Peridot aus Magnesium, Eisen, Silizium und Sauerstoff. Seine unterschiedlichen Grüntöne erhält er durch das Element Eisen. Die Spurenelemente Chrom oder Nickel können die Farbe noch intensiver erscheinen lassen. Die grüne Farbpalette reicht beim Peridot von lichtem, pistazien- oder olivähnlichem Gelbgrün bis zum Grün mit einem leicht gold-schimmernden Ton. Dem Peridot wurden Heilkräfte nachgesagt, ebenso wie die Macht, böse Geister zu vertreiben. Zudem heißt es, dass der Stein Schuldgefühle und Selbstvorwürfe lösen und durch eine bestärkende Wirkung auf den Geist zu einer positiven Lebenseinstellung führen soll.