Instagram Osteseejade

Ostseejade
Ostseejade, auch als Friesengold bekannt, ist Faserkalzit und damit kristallines Kalziumkarbonat. Mit Jade, wie der Name vermuten läßt, hat dieser Stein nicht gemein.
Seien wir mal ehrlich, wer kauft sich schon Faserkalk als Schmuckstein? Ein Stein, dessen Name irgendwie an dringende Reinigungsarbeiten in sanitären Räumen oder die Entkalkung von Kaffeemaschinen erinnert. Fast könnte man an eine geniale Werbeidee denken, hier war aber wohl der Volksmund tätig, da man den Glanz und die grünliche Farbe des polierten Faserkalkes mit dem Glanz von Jade verglich. Durch Schleifen und Polieren entsteht bei dem dank Mohshärte 3 leicht zu bearbeitenden Stein eine samtig glänzende Oberfläche und der teilweise auch durchsichtige Stein steht anderen Schmuck- oder Dekosteinen nichts nach.
Ostseejade findet man an den Stränden der Ostsee in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie in norddt. Kiesgruben. In Dänemark heißt er übrigens Seidenspat.
Wer ihn findet, hält ein kleines Stück Erdgeschichte in der Hand. Faserkalk stammt aus dem unteren Tertiär ( Eozän) und ist ca. 50 Millionen Jahre alt. Damals entstanden bei der Öffnung des Atlantiks viele Vulkane. Deren Asche wurde in feines Tonsediment eingelagert. Aus den Tufflagen wuchsen feinste Kalkkristalle nach oben und nach unten in den umgebenden Ton. Manche Faserkalkstücke haben noch eine Nahtlinie, die als Ausgangspunkt für das Kristallwachstum diente. Ebenso können dunkle Schlieren in Kalken auf Ascheablagerungen hindeuten. Die Farbpalette des Faserkalks reicht von grau über gelb, grün, orange-braun, rot bis zu rosa. Ursächlich für die Farben sind Beimischungen anderer Mineralien. So entsteht der eher seltene rosa Faserkalk, den man vor allem in Mecklenburg- Vorpommern findet, durch die Beimischung von Rhodochrosit. Vorsicht Suchtgefahr ! Viel Spaß beim nächsten Ostseeurlaub!

Instagram Sodalith

Steine, die im Schatten stehen

Sodalith

Da Grönland in letzter Zeit verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt ist, wollen wir uns diesem Trend nicht verschließen und befassen uns heute mit dem sog. grönländischen Fossil, dem Sodalith.1806 schickte der dänische König den Forscher Karl Ludwig Giesecke nach Grönland, um dort nach neuen bisher unbekannten Mineralien zu suchen. Dem Forscher wurde der napoleonische Krieg zum Verhängnis, der ihn zwang bis 1813 auf Grönland zu bleiben. Dank seiner umfänglichen Forschung verdoppelte sich während dieser Zeit die Zahl der auf Grönland zu findenden Mineralien. Die erste Inaugenscheinnahme der Mineralien durch den dänischen König scheiterte allerdings, da der Frachter mit den Mineralien von den Briten gekapert wurde, die die Mineralien in Schottland versteigern ließen, so dass der dänische König leer ausging.

Der Name Sodalith setzt sich aus Sodium, das englische Wort für Natrium, und der griechischen Vokabel Lithos für Stein zusammen. Ursächlich für die Benennung ist der hohe Natriumgehalt im Stein. Er gehört zur Mineralklasse der Silikate. Die Mohshärte auf der 10stufigen Scala beträgt 5,5-6 und seine Bildung erfolgt zumeist in kieselarmen Gesteinen magmatischer Herkunft. Es gibt aber auch Vorkommen in kalkhaltigen Gesteinen und sogar in Mamor.

Der Sodalith ist blau, blau-grau oder dunkelblau, häufig von weißen Adern durchzogen.

Der Sodalith aus Grönland gilt als weniger attraktiv und ist meist grau oder grünlich- blau. Gefunden wurde er erstmals im Westen von Grönland in Kitaa. Seine Bezeichnung als „grönländisches Fossil“, rührt von dem alten Sammelbegriff für alles ausgegrabene, seien es nun Wurzeln, Mineralien, Fossilien oder Gesteine.

Sodalith ist als Stein für Kunstgewerbe ( Skulpturen) und für die Schmuckindustrie von großem Interesse. Rolex hat Sodalith in den Zifferblättern von Damenuhren verarbeitet und dänische Silberschmiede schufen einzigartige Jugendstil- Stücke mit Sodalith, die heute begehrte Sammlerstücke sind.

Bei den alten Griechen galt er als Stein der Künstler und Gaukler und sollte bei Beschwerden im Hals und Kehlkopfbereich hilfreich sein. In der Edelstein- Wellness und bei Massagen dient Sodalith als Auflöser von Blockaden. Außerdem soll er positive Energien zum Fließen bringen. Er wurde volkstümlich aber auch als Stein der Weisheit bezeichnet, da er die Konzentration verbessern und für klare Gedanken sorgen soll.

Instagram Valentinstag

Passend zum Valentinstag am 14. Februar befassen wir uns mit dem versteinerten Herzigel. Der Ausspruch „Hart aber herzlich“, nach dem Titel einer amerikanischen Fernsehserie, die von 1983-1985 ausgestrahlt wurde und sich auch bei uns großer Beliebtheit erfreute, bringt es auf den Punkt.Auch das Landesmuseum Hannover hat daher seine aktuelle Ausstellung zum Thema Herzseeigel unter diesen Titel gestellt.

Herzigel, so nennen Sammler Seeigel, deren Form an ein Herz erinnert. Sie fallen unter den versteinerten Seeigeln aufgrund ihrer Herzform auf und sind aufgrund ihrer Seltenheit besonders begehrt. Egal welchen Herzseeigel man findet, ob es sich um einen Micraster oder einen Cardiaster handelt, es ist immer etwas Besonderes und ein Grund zur Freude.

Micraster sind die bei uns im Norden häufigsten Herzseeigel.Sie lebten in der späten Kreide vor ca. 60- 70 Millionen Jahren. Es handelt sich mit einer Größe von 3-5 cm um relativ große Kreideseeigel, die man aber im Geschiebe im Vergleich zu den anderen Kreideseeigeln Echinocorys und Galerites eher selten findet. Letztgenannte eigneten sich aufgrund der Form und der Schalenstärke offenbar besser zur Erhaltung. Micraster sind oftmals verzogen oder beschädigt. Aussichtsreicher ist die Suche nach Herzseeigeln in den Mergelgruben Höver und Misburg im Umland von Hannover.

Erste Funde und Beschreibungen von Micrastern gab es bereits im 18.und 19. Jahrhundert, aber erst im 20. Jahrhundert wurde er zum Leitfossil der Oberkreide.

Der Micraster lebte in küstennahen flachen Gewässern und war teilweise im Sediment eingegraben. Dies diente dem Schutz vor Freßfeinden. Micraster ernährten sich durch die Filterung von Nährstoffen aus den sie umgebenden Ablagerungen und Sedimenten. Die Form ihres Gehäuses ermöglichte ihnen eine vergleichsweise gute Fortbewegung im Wasser.

Auch heute noch gibt es lebende Arten von Herzseeigeln und mit etwas Glück findet man leere Herzseeigelgehäuse am Strand. Gefunden wurden die hier gezeigten Exemplare am Westerländer Hauptstrand. Die sogenannten kleinen Herzseeigel Echinocardium cordatum sind nahe Verwandte des Micraster. Die kleinen Herzseeigelgehäuse sind nicht versteinert sondern hauchdünn und sehr empfindlich. Will man länger Freude an ihnen haben, empfiehlt sich wie bei echten Herzen ein liebevoller und sorgsamer Umgang.

Einen schönen Valentinstag wünscht das Team des Mineralien Museums Mettingen

Instagram Manganknolle

In Zeiten, in denen die Jagd nach Rohstoffen einer Art Goldrausch gleicht, macht es Sinn sich Steine auf dem Meeresgrund, die als Rohstoffreserven gelten, näher anzusehen.Der Meeresboden der Tiefsee, der mehr als die Hälfte der Erdoberfläche bedeckt, ist das größte Ökosystem der Erde und deshalb besonders schützenswert.

Noch im 19. Jahrhundert ging man davon aus, dass unterhalb von 1000m Wassertiefe kein Leben möglich sei.

Spätestens mit dem Science Fiktion Thriller „Der Schwarm“ von Frank Schätzing, wandelte sich auch außerhalb der Fachwelt das Bewußtsein im Hinblick auf Lebensformen auf dem Meeresgrund.

Manganknollen, die in 4000-6000 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund zu finden sind, wird dabei besonderes Interesse entgegen gebracht. Sie sind zwischen 2 und 15 cm groß und ihr Wachstum beträgt wenige Millimeter in einer Million Jahren.

Hauptbestandteil der Knollen sind Mangan und Eisenoxide. Wirtschaftlich noch interessanter sind die Anteile von Kupfer, Nickel und Kobalt sowie die Spuren von Zink, Titan oder Vanadium.Manganknollen entstehen durch die sehr langsame Abscheidung von Mangan und Eisen aus Meerwasser, die sich um einen meist organischen Kern konzentrisch schichten. Diese Bestandteile gelangen durch Erosion ins Meer oder stammen aus Hydrothermalquellen in vulkanisch aktiven Bereichen und lagern sich auf den Knollen an.

Entdeckt wurden die Knollen bereits anläßlich der britischen Challenger- Expedition von 1872-1876. In das Visier von Industrienationen auf der Suche nach Rohstoffen gerieten sie aber erst in den 1970ziger Jahren. Ein angeblicher Abbauversuch, der scheiterte, entpuppte sich als Tarnung für eine verdeckte Operation des amerikanischen Geheimdienstes CIA im Zentral­pazifik bei der es um die Bergung des sowjetischen Atom U- Bootes K 129 ging.

Die vorhandene Technologie war und ist für den Abbau in mehreren tausend Metern Wassertiefe nicht ausreichend. Die Vereinten Nationen haben Manganknollen zum Erbe der gesamten Menschheit erklärt. Für die Abbau- Lizenzen ist die internationale Meeresbodenbehörde zuständig. Erfolgreich erprobte Technologien für den Abbau gibt es bislang nicht und auch die vor dem Abbau zu klärende Frage nach den Auswirkungen für die Tiefsee – Umwelt ist weiter offen.

Instagram Tigereisenstein

„Pack den Tiger in den Tank“ . Dieser Werbeslogan der Firma ESSO aus den 1960ziger Jahren für Kraft und Energie ihres Kraftstoffes fiel mir spontan ein, als ich las, dass Tigereisenstein der Powerstein für Energie sei, dem man nachsagt, dass er schnell und gut gegen Müdigkeit, Erschöpfung und Energiemangel wirke.

Dieses wunderschön gemusterte Mineral, dessen Streifen an das Fell eines Tigers erinnern, besteht aus Eisenerzen und Tigerauge, was sein relativ hohes Gewicht, das doppelt so hoch wie bei Granit ist, erklärt.

Es handelt sich um lagenförmig aufgebaute Sedimentgesteine, die die Farben rot, rotbraun, goldgelb oder gelbbraun haben können.

Sie entstehen aus alten, eisenreichen Sedimentgesteinen, die im Laufe von Millionen von Jahren durch Hitze, Druck und chemische Prozesse umgewandelt wurden, wobei sich das Tigerauge, roter Jaspis und eisenreiche Schichten aus Hämatit und/oder Magnetit miteinander verbinden und ein gebändertes, glitzerndes Gestein bilden. Bewegungen im Erdreich sorgen für die Faltung und die sichtbare Struktur.Sie gehören zur Mineralklasse der Oxide. Je nach Fundort ist die Zusammensetzung der Tigereisensteine unterschiedlich.

Die Mohs- Härte der Tigereisensteine liegt bei 5-6,5.

Die Bearbeitung der Steine ist aufgrund der unterschiedlichen Lagen anspruchsvoll. Aus Tigereisenstein werden vorwiegend Schmucksteine und Trommelsteine hergestellt.

In der Steinheilkunde steht er für die Stärkung von Selbstvertrauens, Willenskraft und Durchhaltevermögen. Daneben soll er Konzentration, logisches Denken und Gedächtnis fördern und die Lebenskraft, Energie und Ausdauer erhöhen.

Tigereisensteine finden sich in den USA in den großen Eisenerzlagerstätten, in Namibia, in Westaustralien und in Südafrika.

 
 
 

Instagram Polnischer Feuerstein

Jeder, der in unseren Breiten einen Garten sein Eigen nennt, findet beim Umgraben oder Hacken des Bodens von Zeit zu Zeit Feuersteine. Schon die Urzeitmenschen haben ihre Aufenthaltsorte vom Vorhandensein von Feuersteinen für die Feuererzeugung aber auch als Werkzeuge und Waffen abhängig gemacht. Die großen und kleinen Sloopsteine in unserer Region geben von ihrer Anwesenheit ein beredtes Zeugnis.

Nach dem roten Helgoländer Feuerstein wenden wir uns heute dem Polnischen Feuerstein, der auch als gestreifter Feuerstein bekannt ist und auf eine lange Tradition zurückblickt, zu. Die Prähistorische Mine von Krzemionski im Heiligkreuzgebirge in Polen ist das größte bekannte Feuersteinbergwerk Europas und wurde von der Jungsteinzeit bis zur Bronzezeit genutzt. Seit 2019 ist es Weltkulturerbestätte. Die abgebauten Steine wurden zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen oder zur Feuererzeugung verwendet und hatten eine Verbreitung von 300 bis 500 km.

Der Polnische Feurstein besteht aus Chalzedon, einer sehr dichten Quarzvarietät, und sein Hauptbestandteil ist Siliziumdioxid. Er entstand durch die Ablagerung von Kieselgel aus den Skeletten urzeitlicher Organismen im Jurakalkstein Polens (vor 160 Millionen Jahren). Auf der Mohs Skala hat er eine Härte von 6,5 bis 7.

Seine Farbpalette reicht von Grau und Beigetönen bis zu Anthrazit. Er besticht durch seine interessante Maserung. Verwendung findet er heute als Schmuckstein für Ringe, Ohrringe oder Anhänger und als Dekorationsstein

Er gilt als Stein der Entschlossenheit und Stärke. Oft wird ihm auch eine schützende Wirkung nachgesagt. Schon in alten Kulturen wurde er als Talisman getragen, was Funde in Gräbern eindrucksvoll belegen.

Instagram Ema Eggs

Passend zum anstehenden Jahreswechsel haben wir uns mit EMA- Eggs, die als Wahrsagesteine oder Meditationshilfen gelten, befasst. Wer hat so kurz vor dem Jahreswechsel keine Fragen die Zukunft im neuen Jahr betreffend ?

EMA- Eggs wurden ursprünglich als Abrollsteine in Südbrasilien im Rio Ema gefunden. Die Ema-Eier sind auch unter den Namen Proferiche Stones, Stones of the Seer, Dreamer’s Stone, Ovos oder auch als Edelsteinfenster bekannt. Der Name EMA Egg leitet sich von portugiesischen ovo de ema (Emu-Ei) ab, an dessen Form der Stein erinnern soll. Ob es wirklich die Emu- Eier sind oder vielmehr die Steine, die Emus zu Verdauungszwecken fressen, was wahrscheinlicher ist, ist unklar.

Wir haben es hier mit undurchsichtige Kristallsteinen, oft aus Quarz ( Amethyst, Rosenquarz, Rauchquarz) zu tun, die eine matte, meist getrommelte Außenschicht und an einer Seite ein glänzendes, poliertes Fenster haben, das den Blick ins Innere des Steins ermöglicht.

Man erzählt sich, dass man Antworten auf Fragen bekommt, die man diesem Fenster im Stein beim Blick ins Innere anvertraut. Die etwas rauhe, angetrommelte Seite liegt angenehm in der Hand, sowohl von der Größe als auch von der Oberfläche.

Sehr gut geeignet soll dieser Stein auch für Meditationen sein. Man sagt ihm nach, er helfe sich auf Ziele zu konzentrieren, negative Energie abzuleiten und das Bewusstsein zu erweitern.

Bei den meisten heute verkauften Ema- Eggs handelt es sich nicht mehr um abgerundete Flußsteine. Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Steine in Form gebracht, getrommelt und an einer Seite angeschliffen, um den Blick ins Innere zu gewährleisten.

Die Eigenschaften der Steine richten sich nach dem gewählten Kristall. So soll der Amethyst für Schutz und Intuition, der Rosenquarz für Liebe, der Rauchquarz für Erdung und der klare Quarz für Klarheit und Manifestation stehen.

Alles Gute zum Jahreswechsel

Instagram Blauer Bernstein

Wir befinden uns mit dem anstehenden Weihnachtsfest in einer magischen Zeit. Was liegt da näher
als nach einem magischen Stein Ausschau zu halten?
Bernstein – kein Stein, kein Mineral sondern fossiles, gehärtetes Baumharz. Kaum ein Stoff
vermochte Menschen so zu bewegen, wie dieses Millionen Jahre alte Harz, was die Bernsteinstraße
ebenso wie das legendäre Bernsteinzimmer eindrucksvoll belegen.
Auf Mineralienbörsen ist der baltische Bernstein selten geworden. Verkauft werden nur noch
Altbestände. Dafür wird der blaue Bernstein aus Sumatra präsentiert. Im Gegensatz zum
baltischen Bernstein, der aus dem Harz von Kiefern stammt, entstammt der Bernstein aus Sumatra
aus dem Harz von 20- 23 Millionen Jahre alten Laubbäumen. Unser Bernstein wurde auf der
Mineralienbörse in Osnabrück verkauft. Auf den ersten Blick ein klassischer dunkler Bernstein mit
typischem Glanz und Farben und natürlich der typischen Leichtigkeit. Gut geeignet als
Handschmeichler und Schmuckgegenstand für den Schreibtisch. Ähnlichkeiten der Form mit
versteinerten Schnecken rein zufällig.
Seine Magie entfaltet der Stein unter starkem Sonnenlicht oder unter UV- Licht. Hier sehen wir
einen faszinierenden blauen Stein, der nur die äußere Form mit dem Bernstein gemein hat.
Verantwortlich sind fluoreszierende Moleküle, die in den Harzen der Laubbäume enthalten sind.
Eine Erklärung für die Fluoreszenz ist die nachträgliche Erwärmung durch vulkanische Aktivität.
Eine andere Erklärung sieht Erhitzung durch große Waldbrände als Ursache an.
Der Bernstein aus Sumatra hat deutlich weniger Bernsteinsäure und ist mit einer Härte von 2- 2,5
auch weicher als die baltische Variante und damit anfälliger gegen Kratzer. Gefunden wird der
Bernstein in der Provinz Aceh auf Sumatra in kohleführenden Sedimenten im indonesischen
Dschungel. Der Abbau erfolgt in kleinen Minen meist per Hand.

 

Das Team des Mineralogiemuseums Mettingen wünscht Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Instagram Cavansit

Steine, die im Schatten stehen

Cavansit

 

Da das  Winterwetter aktuell noch auf sich warten läßt, haben wir uns dieses Mal einen Stein ausgesucht, der uns sofort an Schnee, Eis und kristallklare blaue Bergseen denken läßt.

Gemeint ist der relativ unbekannte Cavansit.

Der Name Cavansit setzt sich aus den drei Komponenten Calcium, Vanadium und Silicium, die für die Zusammensetzung des Minerals verantwortlich zeichnen, zusammen.Das „ t „ am Ende kommt aus dem Griechischen von „ lithos“ für Stein. Maßgeblich für die Farbgebung ist der Bestandteil Vanadium

Die Mohshärte schwankt zwischen 3- 4 auf der 10 stufigen Skala nach Friedrich Mohs. Cavansit gehört in die Mineralklasse der Silikate und Germanate.

Das Mineral Cavansit bildet sich unter hydrothermalen Bedingungen und ist vulkanischen Ursprungs. Gefunden wird es vor allem in Blasenhohlräumen von Tuff oder Basalt. Es kommt aber auch in Gängen karbonathaltiger Gesteine vor. Mineralreiche Lösungen lagern sich dort ab und kristallisieren

Gefunden wurde dieses Mineral erstmals in den 1960ziger Jahren in der USA im Bundesstaat Oregon. Erstmals beschrieben und als neues Mineral festgelegt, wurde es 1967. Sehr viele Fundstellen gibt es weltweit bislang nicht. Gefunden wurde es außer in Oregon in den USA in Poona in Indien, in Brasilien und in Neuseeland. Die Steine aus Indien sind unter Sammlern aufgrund der großen blauen Kristalle besonders begehrt. Das Vorkommen dort ist allerdings begrenzt.

Das wunderschöne, relativ seltene Mineral ist vor allem für Sammler interessant, weckt aber aufgrund seiner blauen Farbe auch als Schmuckstein Begehrlichkeiten. Eine technische oder wirtschaftliche Nutzung gibt es bislang nicht.

Instagram Drachenblutstein

Steine, die im Schatten stehen
Drachenblutstein

Ein mystischer, geheimnisvoller Stein, der die Fantasie anregt, sollte es dieses
Mal sein.Wir sind im Herbst angelangt und Halloween beruhend auf dem alten
keltischen Fest Samhain rückt langsam ins Sichtfeld. In Zeiten, in denen Drachen
Konjunktur haben, was Filmreihen, wie „Game of Thrones „ oder „House of the
Dragon“ , Bücher wie „Eragon“ oder „Drachen zähmen leicht gemacht „ belegen ,
kam uns der Drachenblutstein, auch Drachenstein oder Drachenblutjaspis
genannt, gerade recht. Während in Europa Drachen als Ungeheuer, die Angst
und Schrecken verbreiten und als Zeichen des Bösen galten, wurden in China
Drachen als gutmütig und als spirituelles Wesen verehrt.
Nach den Legenden in den Fundgebieten ist der Drachenblutstein dort
entstanden, wo mächtige Drachen miteinander gekämpft haben. Das Grün des

Steins steht für die Fetzen der Drachenhaut und das Rot des Steins für das Blut
der Drachen. Dieser Stein wird für seine lebendigen Farben und einzigartigen
Muster geschätzt. In vielen Kulturen gilt er als Schutz- und Heilstein.Er wird häufig
mit Kraft, Mut und Stärke oder auch mit Drachenschläue assoziiert und gilt als
Stein des Kriegers.
Heute wird er häufig in Schmuckstücken verwendet, darunter Ringe, Anhänger
und Armbänder. Seine auffälligen Farben machen ihn zu einem beliebten Material
für einzigartige Designs
Doch schauen wir uns den Stein und seine Bestandteile nun näher an. Der

Drachenblutstein besteht aus einer Mischung von grünen Epidot, einem Calcium-
Aluminium-Eisen- Silikathydroxid und durch Hämatit und Eisen teilweise

rotgefärbtem Quarz. Die Einordnung als Jaspis ist umstritten.
Epidot ist nach dem griechischen Wort epidosis benannt, was für Zunahme oder
Wachstum steht.Er entsteht durch sedimentäre Prozesse, bei denen
mineralreiche Lösungen in Gesteinsformationen eindringen und kristallisieren.
Die Farben des Drachensteins reichen von tiefem Rot über leuchtendes Grün bis
hin zu Brauntönen. Verantwortlich für diese Farbvariationen sind unterschiedliche
Mineralien im Gestein Der Drachenstein gehört zur Gruppe der Quarze.Auf der
Mohs-Skala hat Drachenstein eine Härte von 6 bis 7.
Vorkommen dieses mystischen Steines gibt es in Südafrika, Australien, USA und
auf Madagaskar.